Beringstedter Geschichte

Von den Dingvögten

Dingvogtstelle Hadenfeldt

-Abgeschrieben aus den Aufzeichnungen von Herbert Jürß-

In Beringstedt gab es die sogenannte Dingvogtstelle (jetzt Friedenstraße 19-23). Diese war zugleich die Stammstelle der Familie Hadenfeldt. Der Name Hadenfeldt trat erstmalig 1576 auf (Familienchronik Hadenfeldt, Seite 70) soll aber viel älter sein, denn 1447 und 1470 wird ein Hadenfeldt genannt als Mitglieder der Itzehoer Liebfrauengilde. Diese Gilde war eine Notgemeinschaft auf Gegenseitigkeit bei Feuer, Wasser, Tod und Erkrankung. Der Verfasser der Familienchronik (von 1922) kommt zu dem Schluß, dass der Ursprung seiner Familie wohl in Beringstedt liegt. Bei seiner weitreichenden Suche in vielen Kirchenbüchern und weiteren Archiven, auch über die Landesgrenzen hinaus, hat er keine weiteren Hinweise gefunden die Rückschlüsse zur Herkunft seines Familiennamens ergeben könnten.

Schon von alters her waren die Hadenfeldts Kirchengeschworene, Kirchenbevollmächtigte und Dingvögte im Kirchspiel Schenefeld. Letzteres Amt soll in der Familie erblich gewesen sein (Familienchronik Hadenfeldt, Seite 16 / laut Dr. Volquart Pauls eine lange Abhandlung in der Zeitschrift für schleswig-holsteinische-lauenburgische Geschichte Band 43 Seite 58ff geschrieben) Die Familie Hadenfeldt gehörte im 18. Jahrhundert zu den angesehensten und begütertsten Bauern des Amtes Rendsburg.

1695 wurde der Stammhof zwischen den Brüdern Hans *1662 und Claus *1664 geteilt, wie sich aus dem Memorial des Kirchspielvogts Timm in Schenefeld vom 19. Febr. 1695 ergibt (Chronik Hadenfeldt Seite 17). Die bei der Teilung gepflanzte Ulme war über 302 Jahre ein Wahrzeichen von Beringstedt und hat als Ulmenblatt einen Platz auf dem Beringstedter Wappen erhalten.

Die Dingvögte waren von allen Steuern und Abgaben, ferner Fuhrleistungen, Hand- und Spanndienstleistungen und von Einquartierungen befreit. Kontribution (Kirchensteuern) mußten jedoch gezahlt werden.

Für das Amt des Dingvogtes kamen nur freie Männer in Frage, die einen größeren Besitz und genügend Ansehen hatten. Der Landesherr, König von Dänemark, musste der Ernennung zustimmen und sie mussten einen Eid leisten.      

                                                                               Ein Originaltext zu diesem Eid folgt später

Ding und Recht

Jedes Kirchspiel hat sein Ding und Recht oder Dinggericht, somit auch das Kirchspiel Schenefeld. Das Ding und Recht wird in jedem Kirchspiel jährlich einmal im Herbste angesetzt. Das Amthaus Rendsburg erlässt dazu eine Bekanntmachung, dass jeder seine Klagesache innerhalb 14 Tagen bei einer Kirchspielvogtei anzumelden habe, da er sonst auf das künftige Jahr verwiesen werde. Der Kirchspielvogt sendet dann ein Verzeichnis der Klagesachen ans Amtshaus und dieses erlässt eine Bekanntmachung über die Tage des Ding und Rechts und die Aufforderung an die Kläger ihre Klageschrift so rechtzeitig einzureichen, dass sie 14 Tage vor dem Termin den Beklagten zugestellt werden kann.

Das Ding und Recht ist aus folgenden Personen zusammengesetzt:

1.       Der Amtmann präsidiert, hat aber keine Stimme

2.       Der Amtsverwalter führt das Protokoll, hat auch keine Stimme

3.       Der Kirchspielvogt, ohne Stimme.               

                       -Diese Drei sitzen an einem besonderen Tisch-

                   4.       Der Dingvogt sitzt neben den Gerichtsleuten, ohne Stimme

5.       Jeder Ding und Recht hat 16 Gerichtsmänner oder Holsten

                                                  Diese sind die Richter.

Ihre Dienstzeit ist drei Jahre, wenn sie nicht freiwillig länger bleiben wollen. Der Kirchspielvogt schlägt vor jedem Gericht dem Amtmann drei Subjekte vor, woraus er einen wählt. Vor Gericht wird die Sache verhandelt, der Amtmann nimmt dann die Schriften zu sich, die Parteien und Zuhörer treten dann ab. Nun übergibt er die Schriften dem Dingvogt. Dieser geht mit den Gerichtsleuten in die Acht um das Urteil zu finden. Stimmenmehrheit entscheidet. Nach ihrer Rückkehr gibt der Dingvogt die Akten dem Amtsverwalter zurück und sagt ihm das Urteil. Dieser bringt es in gehörige Form und legt es den Gerichtsleuten zur Genehmigung vor. Darauf ruft der Dingvogt die Parteien herein und erhebt vom Kläger die Urteilsgebühr. Der Amtsverwalter verkündet dann das Urteil und nimmt etwaige Berufung zu Protokoll.

Zweites Verfahren. Hat das Ding und Recht auf Beweisführung erkannt, so hört die Wirksamkeit der Gerichtsleute auf und Kirchspielvogt und Dingvogt bilden als `Vogt und Holste´ gleichsam einen Ausschuss des Ding und Rechts als Exekutionsgericht. In diesem Gericht, indem der Amtmann präsidiert (ohne Stimme) und der Amtsverwalter das Protokoll führt, urteilt Vogt und Holste. Von da an kann das Obergericht appeliert werden.

Für bedeutendere Sachen bestand im Mittelalter das Goding auf dem `Jahrschen Balken´.

Lt. Wikipedia:

Die Jahrsdorfer Feldmark und hier besonders seine höchste Erhebung der Jarschenberg (52 Meter), als Höhenzug auch Jahrsche Balken genannt, besitzt für die Heimatgeschichte der Holsten eine besondere Bedeutung. Hier wurde ein hohes Thinggericht, das Goding abgehalten. Bis 1560 soll es dort für den ganzen Holstengau stattgefunden haben.

Noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gehörte der Jahrsdorfer Balken der Kirche in Hohenwestedt und wurde "Kirchenholz" genannt.

Mit Schreiben  vom 1. Juli 1846 bittet der Beringstedter Detlef Hadenfeldt den Königlichen Amtmann zu Rendsburg um Entlassung als Dingvogt aus gesundheitlichen Gründen. Zu seinem Nachfolger wird am 21. Aug. 1846 Peter Behrens in Schenefeld gewählt. Somit endet 1846 für Beringstedt die Zeit als Dingvogt-Ort.

Nach 1857 erfolgte die Auflösung der Dingvogtstellen im Lande. Die Rechte und Pflichten der Dingvögte wurden stark eingeschränkt. Sie wirkten danach nur noch als Schiedsmänner, Ratgeber, Treuhänder und Gutachter.

Dingtvogte in Beringstedt

Von den Dingvögten

Dingvogtstelle Hadenfeldt

-Abgeschrieben aus den Aufzeichnungen von Herbert Jürß-

In Beringstedt gab es die sogenannte Dingvogtstelle (jetzt Friedenstraße 19-23). Diese war zugleich die Stammstelle der Familie Hadenfeldt. Der Name Hadenfeldt trat erstmalig 1576 auf (Familienchronik Hadenfeldt, Seite 70) soll aber viel älter sein, denn 1447 und 1470 wird ein Hadenfeldt genannt als Mitglieder der Itzehoer Liebfrauengilde. Diese Gilde war eine Notgemeinschaft auf Gegenseitigkeit bei Feuer, Wasser, Tod und Erkrankung. Der Verfasser der Familienchronik (von 1922) kommt zu dem Schluß, dass der Ursprung seiner Familie wohl in Beringstedt liegt. Bei seiner weitreichenden Suche in vielen Kirchenbüchern und weiteren Archiven, auch über die Landesgrenzen hinaus, hat er keine weiteren Hinweise gefunden die Rückschlüsse zur Herkunft seines Familiennamens ergeben könnten.

Schon von alters her waren die Hadenfeldts Kirchengeschworene, Kirchenbevollmächtigte und Dingvögte im Kirchspiel Schenefeld. Letzteres Amt soll in der Familie erblich gewesen sein (Familienchronik Hadenfeldt, Seite 16 / laut Dr. Volquart Pauls eine lange Abhandlung in der Zeitschrift für schleswig-holsteinische-lauenburgische Geschichte Band 43 Seite 58ff geschrieben) Die Familie Hadenfeldt gehörte im 18. Jahrhundert zu den angesehensten und begütertsten Bauern des Amtes Rendsburg.

1695 wurde der Stammhof zwischen den Brüdern Hans *1662 und Claus *1664 geteilt, wie sich aus dem Memorial des Kirchspielvogts Timm in Schenefeld vom 19. Febr. 1695 ergibt (Chronik Hadenfeldt Seite 17). Die bei der Teilung gepflanzte Ulme war über 302 Jahre ein Wahrzeichen von Beringstedt und hat als Ulmenblatt einen Platz auf dem Beringstedter Wappen erhalten.

Die Dingvögte waren von allen Steuern und Abgaben, ferner Fuhrleistungen, Hand- und Spanndienstleistungen und von Einquartierungen befreit. Kontribution (Kirchensteuern) mußten jedoch gezahlt werden.

Für das Amt des Dingvogtes kamen nur freie Männer in Frage, die einen größeren Besitz und genügend Ansehen hatten. Der Landesherr, König von Dänemark, musste der Ernennung zustimmen und sie mussten einen Eid leisten.      

Hierzu muss ergänzt werden, dass in einer Liste zur Besteuerung (in Fourage) aus dem Jahr 1696 der Name Max Voß hier als Dingtvogt aufgeführt ist. In der Familienchronik Hadenfeldt wird als erster Dingtvogt Claus Hadenfeldt (*1728) genannt. Er heiratet 1760 Trinke Vossen aus Reher und hat mit ihr 8 Kinder. Sein Vater war Kirchspielbevollmächtigter.

                                                                               Ein Originaltext zu diesem Eid folgt später

Ding und Recht

Jedes Kirchspiel hat sein Ding und Recht oder Dinggericht, somit auch das Kirchspiel Schenefeld. Das Ding und Recht wird in jedem Kirchspiel jährlich einmal im Herbste angesetzt. Das Amthaus Rendsburg erlässt dazu eine Bekanntmachung, dass jeder seine Klagesache innerhalb 14 Tagen bei einer Kirchspielvogtei anzumelden habe, da er sonst auf das künftige Jahr verwiesen werde. Der Kirchspielvogt sendet dann ein Verzeichnis der Klagesachen ans Amtshaus und dieses erlässt eine Bekanntmachung über die Tage des Ding und Rechts und die Aufforderung an die Kläger ihre Klageschrift so rechtzeitig einzureichen, dass sie 14 Tage vor dem Termin den Beklagten zugestellt werden kann.

Das Ding und Recht ist aus folgenden Personen zusammengesetzt:

1.       Der Amtmann präsidiert, hat aber keine Stimme

2.       Der Amtsverwalter führt das Protokoll, hat auch keine Stimme

3.       Der Kirchspielvogt, ohne Stimme.               

                       -Diese Drei sitzen an einem besonderen Tisch-

4.       Der Dingvogt sitzt neben den Gerichtsleuten, ohne Stimme

5.       Jeder Ding und Recht hat 16 Gerichtsmänner oder Holsten

                                                  Diese sind die Richter.

Ihre Dienstzeit ist drei Jahre, wenn sie nicht freiwillig länger bleiben wollen. Der Kirchspielvogt schlägt vor jedem Gericht dem Amtmann drei Subjekte vor, woraus er einen wählt. Vor Gericht wird die Sache verhandelt, der Amtmann nimmt dann die Schriften zu sich, die Parteien und Zuhörer treten dann ab. Nun übergibt er die Schriften dem Dingvogt. Dieser geht mit den Gerichtsleuten in die Acht um das Urteil zu finden. Stimmenmehrheit entscheidet. Nach ihrer Rückkehr gibt der Dingvogt die Akten dem Amtsverwalter zurück und sagt ihm das Urteil. Dieser bringt es in gehörige Form und legt es den Gerichtsleuten zur Genehmigung vor. Darauf ruft der Dingvogt die Parteien herein und erhebt vom Kläger die Urteilsgebühr. Der Amtsverwalter verkündet dann das Urteil und nimmt etwaige Berufung zu Protokoll.

Zweites Verfahren. Hat das Ding und Recht auf Beweisführung erkannt, so hört die Wirksamkeit der Gerichtsleute auf und Kirchspielvogt und Dingvogt bilden als `Vogt und Holste´ gleichsam einen Ausschuss des Ding und Rechts als Exekutionsgericht. In diesem Gericht, indem der Amtmann präsidiert (ohne Stimme) und der Amtsverwalter das Protokoll führt, urteilt Vogt und Holste. Von da an kann das Obergericht appeliert werden.

Für bedeutendere Sachen bestand im Mittelalter das Goding auf dem `Jahrschen Balken´.

Lt. Wikipedia:

Die Jahrsdorfer Feldmark und hier besonders seine höchste Erhebung der Jarschenberg (52 Meter), als Höhenzug auch Jahrsche Balken genannt, besitzt für die Heimatgeschichte der Holsten eine besondere Bedeutung. Hier wurde ein hohes Thinggericht, das Goding abgehalten. Bis 1560 soll es dort für den ganzen Holstengau stattgefunden haben.

Noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gehörte der Jahrsdorfer Balken der Kirche in Hohenwestedt und wurde "Kirchenholz" genannt.

Mit Schreiben vom 1. Juli 1846 bittet der Beringstedter Detlef Hadenfeldt den Königlichen Amtmann zu Rendsburg um Entlassung als Dingvogt aus gesundheitlichen Gründen. Zu seinem Nachfolger wird am 21. Aug. 1846 Peter Behrens in Schenefeld gewählt. Somit endet 1846 für Beringstedt die Zeit als Dingvogt-Ort.

Nach 1857 erfolgte die Auflösung der Dingvogtstellen im Lande. Die Rechte und Pflichten der Dingvögte wurden stark eingeschränkt. Sie wirkten danach nur noch als Schiedsmänner, Ratgeber, Treuhänder und Gutachter.

Hofgeschichten

Friedenstraße 7

Hof Kaltenbach

- aus den Aufzeichnungen von Otto Bolln abgeschrieben:

1602      Hans Söte                           wird als Besitzer der Halbhufe genannt.

1740      Sötje                                     (auch Söth, Sotie oder Söte geschrieben)

1800      Johann Kaltenbach         wird als Besitzer genannt. Ihm folgen zwei weitere Johann Kaltenbach

Der jüngere Nachfolger heiratet die Jungfer Fehrs. Um 1800 gibt es aber auch einen Gerhart Kaltenbach, als Besitzer des Hofes Holm. Die Tochter des 1786 in Hadenfeld (bei Schenefeld) geborenen Johann Kaltenbach heiratete einen Claus Holm in Beringstedt.

In der Familienchronik Hadenfeldt steht, dass Claus Hadenfeldt 1844 Hofbesitzer wird und mit Margareta Kaltenbach verheiratet ist. Sie stirbt jedoch sehr bald ohne Kinder. Ob sie vom Hof Kaltenbach stammte ist leider nicht vermerkt, jedoch denkbar, weil der Name Kaltenbach hier bei uns im Norden verhältnismäßig selten ist.

1870      Johann Kaltenbach         wird als Schuldner genannt. Der Gläubiger wird nicht genannt

1873                                                      sind die Schulden schon geringer. Gläubigerin ist Anna Söth. Es ist                                                             dies wahrscheinlich die Restkaufsumme, die als Hypothek eingetragen wurde.

1874                                                      gibt es in Beringstedt 7 Personen mit Nachnamen Kaltenbach.

In der Klassensteuerrolle Beringstedt vom 26.3.1873 werden folgende Namen als Zugehörige des Haushalts Kaltenbach genannt: Jürgen Roweder als Knecht, Wiebke Sievers als Magd,

Anna Söth als Verlehnsfrau mit 3 Personen (Kate, Friedenstraße 5).

1900      Johann Kaltenbach         und Ehefrau, geb. Fehrs, hatten 4 Kinder. Johann K. wurde auch                                                              `Jan Brummi´ genannt, weil er gern laut fluchte.

Die Tochter Anna (als derb und grobknochig beschrieben) lernte das Schneiderhandwerk bei der Schwester von Otto Bolln, Catharina, (Damenoberbekleidung). Sie blieb ledig.

Tochter Catharina (Tidde genannt) wurde mit dem Sohn vom `Grot Klaas´ (Marx Voss) verheiratet. Die Ehe blieb unglücklich. Sie lebten später getrennt jeder sein eigenes Leben, hatten keine Kinder.

Hans Kaltenbach             Sohn von Johann wurde Landwirt, weil er den Besitz übernehmen sollte. Er heiratete, blieb jedoch kinderlos.

Im fortgeschrittenen Alter wurde

Paul Kaltenbach              ausgewählt, wegen seines Namens, und adoptiert zur Hofnachfolge.

Trotz des in Norddeutschland seltenen Namens (ursprünglich soll der Familiename Kaltenbach im Schwarzwald beheimatet sein), besteht keine nachvollziehbare Verwandtschaft zwischen Hans und Adoptiv-Sohn Paul. Evtl. liegt eine Verwandtschaft viel weiter zurück in der Vergangenheit, die jedoch nicht weiter erforscht ist.

Sohn Hermann heiratete die Tochter (als älter beschrieben) des Lehrers a. D. Landahl (dieser wohnte auf dem hohen Saar). Er zog dorthin !

Zum Hause Kaltenbach gehörte auch Eggert Kaltenbach, der Bruder von Johann (Verbrommi). Er war Junggeselle, der als nachgeborener Sohn seiner Eltern nicht heiraten durfte aber auf dem Hof in der Kate lebte, Verpflegung und Taschengeld erhielt.

(Später wohnte `Verbrommi´ Johann K. dort wo heute 2018 Marion Kröber wohnt -Saar 6-.)

1947      In der Nacht zum 5. Juli brannte das reetgedeckte Haus durch                                                                  Blitzeinschlag ab. Die Stallungen und die Altenteilskate blieben erhalten. Aus                                 dem Wohnhaus konnten Mobiliar, Betten und Vorräte durch die Fenster                                   gerettet werden, da über dem Wohntrakt schon früher eine feste Decke                                       eingezogen wurde. Nach dem Brand lebte die Familie Hans Kaltenbach                                                               gemeinsam mit dem Onkel in der Kate bis der Neubau fertig war.

Anmerkung: Der Besitz Kaltenbach war, wie früher auch bei allen anderen bäuerlichen Besitzungen üblich, von einem Steinwall umgeben und der Hofplatz ist sehr geräumig. Mitten auf dem Steinwall stand der ausgehöhlte Stamm einer Ulme. Er wurde genutzt als prächtiges Versteck für spielende Kinder und abendliche ´Stelldicheine´.

Die Ländereien liegen zum Teil auf der Flur `Boombarn´ (oder Brunnborn) Ein von Birken bewachsenes versumpftes Waldstück im Aukamp. Das Weideland gehört zum Flur `Wesfladen´, wohin Paul Kaltenbach seinen Kuhstall ausgesiedelte. Er selbst wohnte weiterhin in der Dorfmitte.

1958      Paul Kaltenbach              *1926 in Haale,  Familie in Embühren,

Er wohnte von 1936 – 1958 in Frauendamm -zwischen Krummwisch und Groß Nordsee (bei Bredenbek)-   ist verheiratet mit Maria, geb. Pöhls, *1929 in Dannau (Kreis Plön, südlich von Lütjenburg).  1958 kommen Beide nach Beringstedt, aus vorgenannten      Gründen.

                Kinder: Reimer, Anke, Hans-Hermann und Klaus

1993      kauft  Hermann Möller den Kuhstall (Wesfladen) mit Melkstand, Schuppen etc.

Er baute dort ein Einfamilienhaus und bewirtschaftet den Hof und die Ländereien bis heute. Hierzu später mehr unter Wesfladen 1

„Midde“ Maria Kaltenbach wohnt, nach dem Tod ihres Mannes, weiterhin im Haus Friedenstr. 7

Sie stirbt im Januar 2018 im stolzen Alter von 89 Jahren.

Die Meierei von Beringstedt

Die  alte Meierei von Beringstedt in der Friedenstaße

 alte Meierei 2

 Kühl Meierei Ansicht Nord

Meiereigenossenschaft Beringstedt

81 Jahre lang gab es in Beringstedt eine Meierei. Im Februar 1887 wurde von den Gründungsvätern der Bau einer Meierei beschlossen und diese ging dann 1888 in Betrieb. Dies war damals ein bedeutungsvoller Fortschritt gegenüber der bis dahin üblichen Milchverarbeitung auf jedem einzelnen landwirtschaftlichen Hof.

Gründungsmitglieder waren:    

Hans Lucht, Johann Wendell, Samuel Timm, Hinrich Holm und Hans Hadenfeldt

Der Butterhändler Stoffer (Christoffer) lieferte die hier produzierte Butter mit seinem Pferdefuhrwerk bis nach Hamburg. Hier bekam er die besten Preise für seine Ware bezahlt.

Die Leistungsfähigkeit steigerte sich von                  300 192 Liter im Jahr 1888

auf                                                                                        1 600 000 Liter im Jahr 1968

1921     wurde Hans Gosch aus Breiholz Meierist in Beringstedt. Es gab damals 88 Bewerbungen.

1935     war es Karl Heising, der aus 31 Bewerbern ausgewählt wurde. Er war 23 Jahre lang der                 Betriebsführer.

 Kühl Meierei innen 2

Dieses Bild wurde von Rolf Kühl zur Verfügung gestellt. Links sein Bruder Uwe (mit Zettel in der Hand), er sollte wahrscheinlich etwas abholen.

Vorne:  Frau Hinrichs beim Abwiegen, sie wohnte gegenüber.

Weitere Meieristen waren:                     Helmut Behrens          Karl Heinz Bernd           Uwe Schilling

Aufgelöst wurde die Meiereigenossenschaft im Jahr 1969

Meierei letzter Tag

Am letzten Tag gab es für die Milchlieferanten noch einen kleinen Abschieds-Imbiss.

Und eine Abschlußfeier:

Irmi und Karla 3   Irmi und Karla 2  

Meiereifest   Meierei Abschlussfeier

Ostermühlen

Hof und Mühlengeschichte

(abgeschrieben aus den Aufzeichnungen von Otto Bolln und weiteren Unterlagen im Beringstedter Archiv)

Die Mühle mit Nebengebäude   das Mühlenrad

Bis 1598 war die Wassermühle in Osterstedt auf dem Platz der späteren Genossenschafts-Meierei, genannt: „Ostermölle“. Wegen des mangelnden Gefälles der Osterstedter Aue wurde sie abgebrochen und auf dem Hof Ostermühlen wieder aufgebaut. Ein Balken in der Mühle trägt die Jahreszahl 1598. Erst 300 Jahre später wird die Fohrs Aue durch einen Damm aufgestaut und es entsteht ein Mühlenteich.

1540     Der Hof Ostermühlen wird im Jahre 1540 erstmalig in der Steuer-Rechnung des Amtes Rendsburg genannt. Besitzer des Hofes war damals der Beringstedter

Marquart Beke       Er bezahlt an Hufenschatt (Steuern) 24 Schilling und 6 Pf. an das Amt Rendsburg.

Zum Vergleich: Auf der Hufe Hadenfeldt in Beringstedt lasteten im Jahr 1585 an Hufenschatt von 40 Schilling und 10 Pf. Dies war der weitaus höchste Satz im ganzen Bereich des Amtes Rendsburg.

1597     Als Müller wird Asmus Lensche aus der Gegend von Nortorf genannt.

Am Ende des 16. Jahrhunderts bekam Ostermühlen eine größere Bedeutung durch die nach hier verlegte königliche Erbpacht-Wassermühle. Mühlenpflichtig waren, durch königliche Order, waren die Dörfer:

Osterstedt, Todenbüttel, Maisborstel, Haale, Lütjenwestedt, Gokels, Ohrsee, Seefeld, Puls und Beringstedt

Ostermühlen

1600     Auf Ostermühlen sind ansässig:

             Claus Lucht                                                     Vollhufner auf dem Hofe selbst

             Wilhelm Hund                                              ¼ Hufner  (Stickelloh)

             Hans Timm                                                     Kätner

             Johann Güldenstedt                                  Kätner

Claus Poppe ist zu dieser Zeit Müller. Er läßt das Grundwerk der Mühle erneuern.

Im Jahr

1613     werden abermalige bauliche Veränderungen an der Mühle erwähnt, Kosten: 72 M.

1629     Paul Homfeldt aus Bünzen wird Erbpachtmüller. Er zahlt an Pacht 32 Tonnen Roggen und 16     Tonnen Malz, je zur Hälfte fällig an Pfingsten und Martini beim Amt Rendsburg.

1668     Hans Martens aus Beringstedt ist Erbpächter der Wassermühle.

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Ostermühlen

Timm Kröger und Ostermühlen

„Plötzlich lag ein Idyll vor mir.

Drüben am Teich ein stattlicher Hof mit mächtigem Wohngebäude

und den lindenbeschatteten Wohnräumen,

Das grüne Tafelwerk der Wände,

Das leuchtende Rot der Ziegel im blanken Wasser sich wiederspiegelt.

Die Brücke unter den Rädern dumpf rollend und dröhnend das stäubende Mühlrad

Und im Hintergrund der weite, in der Frühlingsonne strotzende Wald“

So beschreibt Timm Kröger Ostermühlen in seiner Novelle „Dreschermelodien“.

Hier einige Stationen aus dem Leben des Timm Kröger:

Geboren:                  29.11.1844         in Haale

Gestorben:              29.03.1918          in Kiel

Begraben:                                                in Elmshorn

                                     

Seine Eltern:            Hans Kröger, Hofbesitzer in Haale, geboren 1800

                                      Catharina, geb. Bornholt, geboren 1799 in Haale

Hans Kröger (der Vater) war zweimal verheiratet. Die erste Frau Triena, geb. Martens, starb mit 34 Jahren im Wochenbett. In der ersten Ehe wurden 5 und in der zweiten Ehe weitere 5 Kinder geboren. Das jüngste Kind aus der zweiten Ehe war:  Timm Kröger

Diese Familie Kröger war durch Einheirat von Vaasbüttel nach Haale gekommen, und sie waren vorher in Wiedenborstel (1697) und davor in Reher (1664) ansässig gewesen.

Timm Kröger besuchte zunächst die einklassige Volksschule in Haale. Mit 14 Jahren kam er in die Privatschule des Theologen Speck in Hohenwestedt. Er hatte ständig Heimweh nach Haale und kehrte nach einigen Jahren zurück. Hier war er zunächst Knecht bei seinem Bruder Hans, der den Hof nach dem frühen Tod des Vaters übernommen hatte. Später bewirtschaftete er das Altenteil seiner Mutter.

Dann aber kehrte er wieder in die Privatschule Speck nach Hohenwestedt zurück, um Latein zu lernen. Mit 18 Jahren wurde er in der Gelehrtenschule in Kiel aufgenommen. Hier in Kiel begann er auch das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität. Das Studium setzte er dann in Zürich, Leipzig und Berlin fort.

Aufgeschrieben von

Otto  B o l l n

Hamburg

Schulberg

margarethenschrank 01Der Margarethen-Schrank                (im Versammlungsraum, Schulberg)

Fast jeder kennt ihn und läuft achtlos an ihm vorbei. Er steht in der Ecke im Vorraum zum Versammlungsraum auf dem Schulberg und heute werden Tischdecken, Kerzen, Dekomaterial und ähnliches darin aufbewahrt. Doch was hatte er einst für einen Zweck? Das wissen eigentlich nur noch die Älteren in unserer Gemeinde:

margarethenschrank 04Die 22-jährige Tochter Margarethe des Angeliter Bauern Johannes Jacobsen erkrankte an Tuberkulose. Der pflegende Vater versprach seiner Tochter am Krankenbett „etwas zu tun für Kranke und Leidende“. Er hatte nur diese eine Tochter. Sie starb 1883. Am 27. Dez. 1893 wäre der 32. Geburtstag von Margarethe gewesen. Zu diesem Anlass rief der Vater eine private Wohlfahrtseinrichtung ins Leben:

Die Margarethenspende, einen Schrank mit Pflegeartikeln, die Bedürftigen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Denn zu damaliger Zeit konnte sich ein Tagelöhner mit einem Tageslohn von 1,80 Mark einen Arztbesuch für 4 Mark nicht leisten. Knechte und Tagelöhner waren zu der Zeit nicht krankenversichert. Die Idee des Vaters hatte Erfolg und die Schränke wurden in ganz Schleswig-Holstein verbreitet und selbst bis nach Übersee. Rund 760 solcher Schränke wurden gebaut, von denen ca. 60 Stück überlebt haben.

margarethenschrank 02In der Mitte:  Ein Bild von MargaretheDarunter ein Schließfach, mit einem Schlitz darüber für Geldspenden, die dieser hilfreichen Sache zu Gute kamen.

Zur Ausstattung dieses Schranks gehörten:  Zinkwannen, wasserfeste Bettunterlagen, Spritzen, emaillierte Steckbecken mit Deckel, Urinflaschen, Schnabeltassen bis hin zu Pinzetten und einfachen Scheren, sowie Heftpflaster, Mull- und Brandbinden. Auch Krücken gehörten zur Ausstattung.

Die Ausleihen aus dem Schrank waren grundsätzlich kostenlos und wurden im „Ausleihbuch“ vermerkt. Wer es sich leisten konnte spendete für die Nutzung.

Diese Informationen entstammen einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 2009, über einen dieser hilfreichen Schränke, der sich in Gnutz befindet. Geschrieben von Sabine Sopha.

margarethenschrank 03 inhaltUnser Beringstedter Exemplar stand einst im Haus Friedenstraße 14 bei Grete Hadenfeldt (heute Anne Solterbeck). Wilma Illing war viele Jahre Vorsitzende beim Deutschen Roten Kreuz und dies war nur eines ihrer vielen Ehrenämter. Sie sorgte damals dafür, dass dieser Schrank in das neue Gemeindezentrum von Beringstedt -auf den Schulberg- kommt. (Dies war in den 1970er Jahren, genaueres zum neuen Gemeindezentrum folgt später) Wer die Schranktüren öffnet findet auch dort - auf der Innenseite der Schranktür- die Geschichte vom Margarethenschrank.

 

Die Geschichte von Ostermühlen

Ostermühlen 

Auszug

aus dem bei der Amtsstube vorhandenen Nachrichten

über das Amt Rendsburg

gesammelt im Jahr 1809

vom Justizrath C.M.B. Langheim

 

An einem Teich und einer zwischen Seefeld und Puls, von Warringholz herkommenden, in der Nähe von Osterstedt fließenden Aue hat ein Haus, 2 Familien und 18 Menschen. Der Besitzer der hiesigen Erbpachtmühle hat zugleich die vormals Stickelohe benannten 3 Besitzungen und zugleich Landsteuertonnen 197.

Nach den Amtsinationsprotokoll hat

Stickelohe        5 Morgen  14 Ruthen  1 Fuß     jährliche Heuer: 14 M 5/10 ch  Pflugzahl 3/10.

Ostermühlen    30 Morgen  5 Ruthen  4 Fuß     jährliche Heuer: 199 M 3 ch     Pflugzahl 31/4.

Jetzt 1809 hat Ostermühlen Pflugzahl 45/84 und Stickelohe 3/4  5/8.

Das Ackerland ist leicht, aber fruchtbar, und sicher zum Kornbau. Die Wiesen, welche ungefähr 40 Tonnen betragen sind gut. Auch ist Torfmoor, Holz und Weide vorhanden, sowie 3 kleine Fischteiche. Die Holzgründe betragen 20 Tonnen, das Torfmoor 1 Tonne und das Weideland über 40. Die Tonne ist taxiert zu 62 ½  Ruth.

Wann die hiesige, Königliche Erbpachtmühle genannt, zuerst entstanden, davon findet sich keine Nachricht. Sie ist 1683 von neuem Erbaut und besteht aus einem Gange, so von unterverfallendem Wasser getrieben wird.

Nach Inventaris vom 20. April 1886 ist weiter kein Land dabei als 2 Scheffel Saat und etwas Wischland zu 1 Fuder Heu. Sie war dem

Claus Martens  laut Contract vom 1. Mai 1686           auf Lebenszeit in Pacht getan, und wurde                                                         dessen Sohn

Claus Martens  durch Contract vom 3. März 1708        auf Lebenszeit verhäuert

für 65 Dänische Kronen. Dessen Schwiegersohn

Claus Hadenfeldt        am 27. April 1741                    und seinen Leibeserben übergeben

in Erbpacht für 77 Dän. Kronen.

Er bezahlte die Mühle (die Hufe und das Wohnhaus ist Privateigentum) und das Dabei befindliche Zubehör mit 150 M. Es ist das Inventarium vom 26. Aug. 1709 zum Grunde gelegt. Der Erbpächter muss die Mühle unterhalten. Der Contract ist

1757      auf       Hans Hadenfeldt

1787      auf       Tienke Holm und Elisabeth Catarina Martens

1788      auf       Anna Holm, jetzt Ehefrau des Marx Vohs confirmirt.

Mit den Diensten und Führen ist es verblieben, wie vor der Erbpacht. Mühlenpflichtig sind:

Puls, Seefeldt, Ohrsee, Gokels, Lütjenwestedt, ganz Todenbüttel, Osterstedt, Beringstedt, Haale im Kirchspiel Jevenstedt, und Maisborstel im Kirchspiel Hohenwestedt welche auch zur Schenefelder Kirche gehörten.

Matten        3 mal           von einer Tonne Korn, also 3 1/4 Kannen                                                        

                    2 mal          von einer Tonne Malz

Die Mühle liegt an einem Teiche, in welche die vom Warringholzer Feld kommende zwischen Puls und Seefeld nahe bei Beringstedt vorbeilaufende Aue fällt, welche dann weiteraus dem Teiche in die Osterstedter Aue fließt. Der Ostermühler hat eine große Wiese in der Spitze der Fuhlenau und der Haaleraue bei den Beringstedter Wiesen.

Bis 1686 gaben die Zeitpächter statt Geld Roggen und Malz und standen auch die Baukosten nicht. Die Mühle ist …

...hier endet die Kopie...

 

Bürgermeister u. Bauernvogte

Bauernvogte, Gemeindevorsteher und Bürgermeister

Archiv Beringstedt - Diese Aufstellung stammt aus den Unterlagen, die Herbert Jürß zusammengestellt und vervollständigt hat.

1737                      Ties Carsten                                 Bauernvogt

1741                      Carsten Holtorf                                dto.

1742                      Jürgen Ott                                         dto.

                            …muss noch weiter recherchiert werden …. falls möglich !!!

1846                      Johann Soeth                                    dto.

1855                      Brand                                                  dto.

1869 – 1876       Hans Boie                                     Gemeindevorsteher

1876 – 1884       Jürgen Bruhn                                    dto.

1884 – 1890       Hinrich Holm                                    dto.

1890 – 1899       Johann Wendell                              dto.

1899 – 1919       Ehler Holm jun.                               dto.

1919 – 1920       Jürgen Hadenfeldt                          dto.

1920 – 1927       Otto Rosenkranz                             dto.

1927 – 1928       Gustav Möller                                  als stellv. Gemeindevorsteher

1928 – 1945      Wilhelm Thöm                                 bis 1935 Gemeindevorsteher, dann Bürgermeister

1945                    Willi Oelke, Puls                              vom 20.12. bis 28.12.1945 als Bürgermeister                                                                                                               eingesetzt von der engl. Militärregierung

1945 – 1951       Hans Harms                                Bürgermeister

1951 – 1969       Hermann Greve                              dto.

1969 – 1977       Hans Wendell                                  dto.

1977 – 1997       Herbert Jürß                                    dto.

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Beringstedter Originale

Der letzte Land- und Hofarbeiten in Beringstedt war

Hubert Lassahn.

Er verbrachte sein ganzes Arbeitsleben auf dem Hof Martens.

Nach dem 2. Weltkrieg im Jahr 1946 kam der damals fast 16-jährige  Hubert Lassahn  *1930, als `Jungknecht´ auf den Hof Martens. Er stammte aus Hinterpommern und war als Flüchtling gemeinsam mit seiner Schwester Christel (später Poschmann) und dem Bruder Erwin (er ging später nach Amerika) nach Beringstedt gekommen. Sie wurden erst einmal auf dem Hof Wendell untergebracht. Christel blieb auf dem Hof Wendell und arbeitete dort als Haushaltshilfe, der Bruder blieb auch erst einmal dort, er ging ja noch zur Schule. Hubert wurde als Hofarbeiter vorstellig bei Opa Hans Martens. Dieser meinte, dass eigentlich niemand gebraucht werde! Wenn er jedoch mit Pferden umgehen könne, dürfe er bleiben. Vor Pferden hatte Hubert zwar mächtig Respekt, aber er blieb und war bis zu seinem Lebensende Hof- und Landarbeiter bei Familie Martens. Er hatte im Haus sein eigenes Zimmer und somit auch Familienanschluß. Im Jahr 1971 feierte er sein 25-jähriges Jubiläum und im Jahr 1986 bekam Hubert eine Urkunde für 40-jährige Betriebszugehörigkeit auf dem Hof Martens überreicht vom Landrat Bellmann in Rendsburg.

1993 fanden die beiden Jungs Carsten (6 J.) und Jan B. (9 J.) Hubert leblos neben einem Wagen liegend. Hubert wurde 63 Jahre alt. 

Seegen

Seegen 3

Baumgarten Lingner0001

Dieses Bild wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn und Frau Baumgart und Langner

Es ist das einzige Haus in Beringstedt, in dem es noch Alkoven (Schrankbetten) gibt. Sie werden jedoch nicht mehr genutzt und dienen heute als Schrank.

Erbaut um 1795

Einige der zum Bau dieses Hauses genutzten Materialien (hauptsächlich die alten Eichenbalken) stammen von einem seinerzeit abgebrannten Haus aus Haale. Da nicht alles bei diesem Brand beschädigt wurde, kamen die alten Eichenbalken nach Beringstedt, womit dann dieses Haus erbaut wurde.

Köster                  ist erster Besitzer. Seine Tochter heiratet den Tischlermeister

Hinrich Pahl       genannt wurde er `Meister Pohl´. Dann folgte

Heinrich Pahl    Er war Bahnwärter. Seine Frau hieß Wiebke.

Das Reetdach wurde seinerzeit durch ein Blechdach ersetzt.

1972     kaufte Familie Wendell dieses Haus

1979     kauften die Berliner Familien Baumgart und Langner diese Kate.

Bei der Renovierung wurde der alte Charme des Hauses -so gut es ging- erhalten. Es gibt noch die im Original erhaltenen Alkoven, sowie die niedrigen alten Innentüren und im Stallbereich einen Teil vom alten Fußboden. Beim Kauf gab es in der Diele noch den alten Lehmboden, der dann jedoch aus energetischen Gründen gefliest wurde, da dieser Bereich heute als Aufenthalts- und Essraum genutzt wird. Links neben der Dielentür befand sich früher der Ziegenstall. Ein Badezimmer gab es damals nicht. Im Hinterhof stand ein Häuschen mit Herz, wie früher allgemein üblich.

Als dieses Haus seinerzeit zum Verkauf stand, gab es einen Interessenten der meinte: "Das reißen wir alles ab und bauen dann neu !". Dies war jedoch nicht im Sinne von Herrn Wendell und somit kam dieser Interessent für ihn nicht in Frage. Die jetzigen 2 Besitzer jedoch hatten genau nach solch einem Projekt gesucht, um es für sich als Ferien- und Wochenendhaus auszubauen und zu nutzen.

Heute nicht mehr vorhandene Häuser von Beringstedt

Mückenhörn

Mückenhörn9

Dieses Bild wurde von Familie Illing zur Verfügung gestellt.

Erbaut wurde dieses Haus im Jahr 1751 . Es stand 247 Jahre im Mückenhörn, bis es 1998 durch einen Neubau ersetzt wurde

Bis ca. 1810 fand hier der erste Schulunterricht statt. Dieser wurde nur in den Wintermonaten von den Kindern besucht und dies auch nicht regelmäßig, oft nur sehr wenig oder gar nicht. Kinderarbeit war noch allgemein üblich und die Eltern sahen oft auch die Notwendigkeit für einen Schulbesuch ihrer Kinder nicht gegeben, da es Geld kostete und Zuhause jede Hand gebraucht wurde. Die Kinder lernten im Alltag ganz nebenbei alles was sie für´s Landleben benötigten. Siehe hierzu: Die Geschichte der alten Schule.

Als Eigentümer und Bewohner werden genannt:

1800                Hans Lucht und Hans Alpen

1827                Franz Hein, Kätner

1851                Hans Bolln                       Weber und Kätner aus Reher

1879                Eggert Bolln                    Weber, Kätner und Chausseewärter

Es ist das Geburtshaus von Dora Lütje, geb. Bolln, und ihrem Bruder Otto Bolln *1900 +1994. Er hat diese Informationen zu seinem Elternhaus aufgeschrieben. Er war BahnAmtmann bei der Bundesbahnanstalt in Hamburg und wohnte in der Griegstr. 32, 2000 Hamburg 50. Durch seine Aufzeichnungen über die einzelnen Höfe und Katen in Beringstedt und seine Bewohner können wir heute die Geschichte vieler Häuser und Höfe von Beringstedt nachvollziehen, denn bis auf die Familienchronik Hadenfeldt gab es hierüber nur wenig. Als passionierter Bahner hat er auch die Geschichte vom Beringstedter Bahnhof aufgeschrieben.

Es gab auch noch die Geschwister: Hans, Jürgen und Willi

 1939                Hans Lütje                       *1908 + 1984 und Dorothea Lütje *1893 + 1989, geb. Bolln.

Hans Lütje war als Postbote in Beringstedt allseits beliebt. Er ließ sich gerne zu einem Schnack aufhalten und diente so nebenbei dafür, den eintönigen Tagesablauf einiger Mitbürger aufzuhellen, indem er sich mit ihnen unterhielt und mancheiner so die neuesten Begebenheiten und Nachrichten vom Dorfgeschehen erfuhren.

Steinbergstrasse 1 Knuth Postbote H. Lütje  

Erste Schule  und seine Frau bei der Gartenarbeit.

Hans und Dora Lütje

Wassergenossenschaft

Die Beringstedter Wassergenossenschaft

Am 23. März 1914 haben 36 Beringstedter Bürger den weitsichtigen Entschluss gefasst, eine zentrale Wasserversorgung aufzubauen. Sie gründeten eine Genossenschaft und wählten einen

Vorstand:                        Heinrich Wieben, Eggert Lucht, J. Harms

einen Aufsichtsrat:                   Ehler Holm, Hans Detlef Ruge, Heinrich Schrum

sowie einen stellvertretenden Aufsichtsrat:        Otto Rosenkranz, Hans Jakob Timm, Hans Wendell

und ein Schiedsgericht:                Ehler Voß, Hermann Voß, Hans Greve

 

Noch im selben Jahr wurde mit dem Bau begonnen. Firma Sievers und Steffen bohrten den Brunnen. Das Rohrleitungsnetz wurde von den Beringstedter Schmiedemeistern Greve und Wensien, der Wasserturm vom Maurermeister Heinrich Evers errichtet.

Die Erstellungskosten beliefen sich auf gut 17.000,-- DM, die fast ausschließlich über Kredit finanziert wurden. 

Schulberg Wasserturm

1952               wurde die Wasserturbine von Wind auf Elektroantrieb umgestellt. Ein Jahr später hat man das Windrad (ein Wahrzeichen Beringstedts) abgerissen.

1963               hat man eine Druckkessel-Anlage errichtet.

1964               Erst jetzt (50 Jahre nach Gründung) bekam man von der Bahn die Erlaubnis, die Trasse zu unterführen und auch den nördlichen Teil des Dorfes mit Wasser zu versorgen.

1975               wurde der Wasserturm abgerissen. Diese Arbeit übernahm Max Walter Voß….

Ende der 1970er Jahre stellte sich heraus, dass der Nitratgehalt im Wasser zu hoch war. Vorstand und Aufsichtsrat planten mit einem Investitionsvolumen von 230.000,-- DM eine neue Pumpstation. Durch eine Umlage der 217 Mitglieder von je 900,-- DM im Jahr 1986 konnte dies finanziert werden.

Das Wasser wurde nicht mehr wie sonst aus 27 Metern, sondern jetzt aus 180 Metern Tiefe aus zwei Brunnen gefördert.

2014               feierte die Wassergenossenschaft ihr 100jähriges Bestehen.

Heute nicht mehr vorhandene Häuser von Beringstedt

Im Eck

stand bis 1924/25 dieses Haus

Klein1

Hier wohnten Peter und Alwine Hartig. Es wurde wegen Baufälligkeit abgerissen.

Im Jahr 1946 hat der Maler August Sievers dieses Ölbild angefertigt nach Vorlage eines alten Fotos.

Freiwillige Feuerwehr Beringstedt

5.       Fahrzeug

2017   Die Feuerwehr erhält ein neues Einsatz-Fahrzeug     RD – FB 1922

Das neue Fahrzeug

Freiwillige Feuerwehr Beringstedt

4.       Fahrzeug

1993 bekam die Freiwillige Feuerwehr Beringstedt dieses Fahrzeug von der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Feuerwehrauto 1999 2

Der alte Ford Transit kam in `Rente´ als die Gemeinde dieses neue Fahrzeug kaufte. 

Geräte und Fahrzeuge FF Beringstedt

3.       Unimog

Ankunft des neuen Fahrzeuges im Jahr 1982 (Unimog)

-Abschrift aus dem Protokoll-

Beringstedt, den 11.11.1982

Nach mehreren Vorgesprächen hat die Wehr, unter dem Wehrführer Hans Fischer, sich entschlossen einen TLF 8/18 zu kaufen. Hierzu wurde auch der Kreisbrandmeister Jörn Böttcher zur Beratung herangezogen.

Das neue Fahrzeug sollte im Jahr 1982 in der 49. Woche geliefert werden.

Fahrzeug gekauft 1982

Am 09.12.1982 war es nun soweit. Vom Wehrführer wurden bestimmt das Fahrzeug zu holen: Jürgen Ohrt, Rolf Kühl und Peter Zech. Es wurde aus Gingen an der Brenz von der Firma Ziegler geholt. Am 11.12.1982 abends 21:00 Uhr waren sie mit dem Fahrzeug in der Garage in Beringstedt.

Am 18.12.1982  10:00 Uhr antreten der Wehr, anschließend offizielle Übergabe durch den Kreisbrandmeister. Umzug durch das Dorf mit der Feuerwehrkapelle Hohenwestedt. 12:00 Uhr Erbsensuppe essen. 15:00 Uhr Kaffeetrinken mit geladenen Gästen aus den umliegenden Dörfern. Das Fahrzeug konnte am Nachmittag von der Bevölkerung besichtigt werden. Abends um 20:00 Uhr war öffentlicher Feuerwehrball.

Der Wehrführer                                                                             Der Schriftführer

Gez. Hans Fischer                                                                           gez. Peter Zech

Geräte und Fahrzeuge FF Beringstedt

Oldtimer Ford Transit

2.       Ford Transit T.S.F.    -heute Oldtimer-

Am 07.08.1964 hat die Gemeinde der Feuerwehr ein neues Fahrzeug, einen Ford Transit, zur Verfügung gestellt. Es wurde von der Firma Kraft, Rendsburg, geliefert. Dieses Fahrzeug wurde noch mit einer 6-Volt-Anlage ausgestattet.

Der Kauf betrug 1964 ca. 9.000,-- DM für das Fahrzeug und ca. 4.500,-- DM für die Ausrüstung.

Da man viel Ärger hatte mit dem Anspringen, wurde 1989 auf 12-Volt umgebaut. An diesem Umbau waren Max Hermann Greve, Jürgen Ohrt, Hans Detlef Voss und Peter Zech beteiligt. Alle elektrischen Teile, Leitungen und Leuchtmittel etc. mußten für dieses Umbau ersetzt werden. Max Hermann Greve arbeitete zu dieser Zeit bei Bosch in Itzehoe und hatte somit die Möglichkeit sämtliche hierfür benötigten Teile hierfür zu besorgen. Jürgen Ohrt und Hans Detlef Voss hatten beruflich die nötigen Kenntnisse für diesen Umbau, der einen ganzen Tag dauerte. Ab diesem Zeitpunkt hatte man keine Schwierigkeiten mit dem Anspringen.

Im November 1993 wurde es durch ein neues Fahrzeug ersetzt und ab 1994 hat eine Interessengemeinschaft das Fahrzeug übernommen. Im Frühjahr 1998 restaurierten junge Feuerwehrkameraden in mühevoller Arbeit dieses Auto in einen sehr guten originalen Zustand. Der Arbeitsaufwand betrug ca. 280 Stunden und rund 6.000,-- DM. Den weiteren Erhalt dieses schönen Fahrzeugs wird durch die Interessengemeinschaft finanziert.

Die Pumpe in dem Fahrzeug ist eine Magirus Deutz mit VW Industriemotor.

Interessengemeinschaft Ford Transit

-aufgeschrieben im Mai 2017 von Peter Zech-

siehe hierzu auch den Bericht zum Anhänger TSA

Die TS Pumpe, Baujahr 1958, von Ostermühlen Fa. Lück, ist am 10.4.2017 von der Interessengemeinschaft abgeholt worden. Sie gilt als Geschenk und wird von dieser aufgearbeitet. Die Bedingungen sind, dass sie im Besitz der Interessengemeinschaft bleiben muß und nicht verkauft werden darf.

Die Pumpe wurde als Ersatz 1955 vom Kreisfeuerwehrverband für die Wehr zur Verfügung gestellt. Der Grund war, dass die vorhandene Pumpe aus dem T.S.A bei einem Einsatz in Puls kaputt ging. Sie konnte nicht vor Ort repariert werden und mußte für längere Zeit ins Werk geschickt werden. Durch den Kauf eines neuen T.S. Feuerwehrautos mit moderner Pumpe, wurde die alte nicht mehr gebraucht. Sie wurde aus Platzmangel nach Ostermühlen gebracht. So wurde nie an den Kreisfeuerwehrverband zurückgegeben und ging in den Besitz von Hr. O. Voss über (damaliger Besitzer des Hofs Ostermühlen).

Geräte und Fahrzeuge FF Beringstedt

Anhänger TSA von 1943

1.       T.S.A  Anhänger von 1943                                                                                                                              

Heute ist der restaurierte Anhänger vorübergehend untergestellt bei Gerda Greve.

Aufgeschrieben von Peter Zech im August 2018:

Bis zum 21.05.1945 kann man den Einsatz der alten T.S.F. aus dem Protokollbuch nachvollziehen. In der Zeit bis 1954 ist in das Protokollbuch nichts eingetragen worden. Der damalige Schriftführer, Willi Schipmann, hat das Geschehen in sein schwarzes Notizbuch geschrieben und wollte es mir (Peter Z.) irgendwann zur Verfügung stellen. Dann verstarb er ganz plötzlich und das schwarze Notizbuch ist leider nicht wieder aufgetaucht.

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Freiwillige Feuerwehr Beringstedt

Freiwillige Feuerwehr Beringstedt

Im Jahr 1922 wurde in Beringstedt die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Gründungsmitglieder waren:

Otto Rosenkranz, Martin Kröger, Ehler Ruge, Hans D. Hadenfeldt, Claus Wensien, Karl Rohwäder, Claus Martens, Ernst Butenschön, Johannes Dallmeyer, Max Bruhn, Hans Kaltenbach, H. Gosch, Claus Hinrichs, Claus Ruge, Johann Schröder, Hans. H. Trede, Hans Harms, Hans Holm, Johannes Fischer, Markus Rubien, Paul Gier, Eggert Mehrens, Claus H. Hadenfeldt, Reimer Rubien, Friedrich Keller, Claus Holm, Claus Voss, Hans Wendell, Johann Sievers, Hermann Kaltenbach, Karl Wieben, Johannes Kracht.

Als Gerätehaus diente ein kleines Gebäude auf dem Dreieck im Eichenweg/Friedenstraße (ungefähr dort wo heute die Bushaltestelle für den Schulbus ist). Später wurde hier umgebaut, weil sich eine Gefriergenossenschaft gegründet hatte und hier ein Gefrierhaus eingerichtet wurde. Die Feuerwehrgeräte mußten weichen und wurden im Blechschuppen hinter der alten Meierei (heute Auto Riese) untergebracht bis das neue Feuerwehrgerätehaus auf dem Schulberg gebaut wurde.

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Heute nicht mehr vorhandene Häuser von Beringstedt

Bei den älteren Ur-Beringstedtern ist dieses Haus mit der Bezeichnung `Petersburg´ noch ein Begriff. 

1910     Peter Sievers wird als Bewohner dieses Hauses genannt. Seine Tochter hieß Magda, später verheiratete Jeske.

Wann es erbaut wurde und von wem, diese Frage muß noch geklärt werden, falls sich hierfür noch Angaben und Unterlagen finden lassen.

Es stand in der Nähe der Teichwirtschaft (Wischkoppel), fast an der Bahnlinie. Vor der Flurbereinigung gab es vom Reiherstieg zur Wischkoppel/Holsten einen Bahnübergang. Kurz dahinter befand sich dieses Gebäude nördlich der Bahn. Dieses Flurstück wurde seinerzeit auch Wulfskroog genannt.

Alwine Klein kann sich daran erinnern, dass sie in ihrer Kindheit (in den 1950er Jahren) bei den Ruinen dieses Hauses gespielt hat, obwohl es von den Eltern und dem Dorflehrer verboten worden war sich hier aufzuhalten. Es wohnte ja auch schon längst niemand mehr dort und es war schon sehr verfallen. Später lag hier nur noch ein Haufen Steine und Schotter. Von den Beringstedter Kindern wurde es damals das Hexenhaus genannt. Heute ist von diesem Gebäude nichts mehr übrig und nichts, außer dieser Geschichte erinnert daran, dass es dieses Haus einmal gegeben hat. -Siehe gelb markierten Bereich-

 Standort vom alten Haus

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt von der Flurkarte, die Erhard Marxen gezeichnet hat. Die komplette Ansicht dieser Karte hängt im Flur zur Mehrzweckhalle (Eingang vom Sportplatz).

Wischhof Häuser und Höfe

Die alte Räucherkate

Räucherkate Sievers 2

Dieses Bild wurde von Annelene und Wulf Illing zur Verfügung gestellt.

Angaben über das Baujahr (vermutlich um 1800 oder früher) werden nicht genannt. Dieses Haus gehörte sicherlich mit zu den ältesten Häusern in Beringstedt.

1800     Harder Hadenfeldt         geboren 1774 in Oersdorf, wird als Besitzer genannt.

                                                         Sein Nachfolger ist

                Hinrich Greve                   Er ist Schmied und verkauft das Haus an

                Johann Sievers                Tagelöhner. Danach folgt

                Reimer Sievers                Er ist Schneider von Beruf und bleibt kinderlos.

Nach dem 2. Weltkrieg wird hier die Flüchtlings-Familie Solterbeck (viele Kinder) untergebracht.

1961    wird das Haus von Familie Schipmann aufgekauft und später wegen Baufälligkeit abgerissen.

Stickelloh

Stickeloh / Steckellohe

„Wo liegt das denn?“  habe ich einige ältere Beringstedter gefragt. Denn diese Bezeichnung tauchte auch schon in den alten Schulunterlagen auf, wo stand, dass die Kinder aus Ostermühlen und Steckelloh schulmäßig zu Beringstedt gehören sollen. „Das liegt doch in der Nähe unseres Kuhstalls“, (Aussiedlerkuhstall Richtung Puls), sagte Anne Solterbeck. Die Flurbezeichnung Stickelohe ist auch auf der großen Flurkarte (Stand 1961)* zu finden, die im Flur unserer Mehrzweckhalle auf dem Schulberg (Eingang vom Sportplatz aus) hängt und im Archiv fand ich hierzu folgendes:

Stickeloh war früher ein kleiner Ortsteil von Beringstedt. Er lag, wenn man von Beringstedt in Richtungs Puls fährt, hinter der Au auf der linken Seite. Hinter der dort verlaufenden FohrsAu gab es 2 kleinere Hufen und 1 Kate. Diese sind im Jahr 1757 in den Besitz Ostermühlen übergegangen.

Um 1600 ist dort ansässig:        Wilhelm Hund             1/4 Hufner

1668 werden genannt:   Claus Popp und Ilsche Popp

Um 1700 sind dort ansässig:

                Detleff Ludhoff                1/8 Hufe

                Hinrich Evers                   1/8 Hufe

                Hans Timmen                   1 Kate                

Nach dem Erdbuch hatte Hans Timmen ¼ Hufe vor….(mals)….. (hier fehlt etwas Text am Rand der Kopie) …aber ganz abgebrannt, wird jährlich um 3 Reichstaler verhauert

Im Jahr 1738 werden die zwei Besitzer genannt:

                Jürgen Paulsen                 mit 1/8 Hufe

                Max Evers                          mit 1/8 Hufe.

1757 kauft die Familie Voß (Ostermühlen) den letzten Besitz von Steckellohe für 900 Mark, eine Tonne Roggen, eine Tonne Buchweizen und 1 Schaf.

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Die Sage von            De swarte Greet vun Stickeloh:

In den Tagelöhnerkaten von Stickeloh, auf dem Hof Ostermühlen, lebte ein Tagelöhner-Ehepaar. Die Frau behandelte den Mann anhaltend so schlecht, dass dieser sich am Ende im Fohrsbrook an einem Baum erhängte. Von da an war die Frau als „swarte Greet“ von Stickeloh in Beringstedt geächtet. Als sie starb, weigerten sich die Bauern, die Leiche nach Schenefeld zum Friedhof zu fahren. Schließlich wurde sie in einem einfachen Holzsarg von den Bauern im Fohrsbrook, dem Sterbeort ihres unglücklichen Mannes, in der Böschung der Fohrsau (früher auch Mühlenbek genannt) notdürftig verscharrt. Regenfälle und Kühe, die hier zur Tränke gingen, brachten nach Jahren den Sarg wieder zum Vorschein. Von da an spukte dort angeblich der Geist der Frau des Selbstmörders. Die Stelle wurde von da an auch am Tage gemieden. Der Fohrsbrook wurde später nahezu ganz abgeholzt und die Straße nach Puls führt hier entlang.

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*Diese Flurkarte (Stand 1961) wurde von Erhard Marxen gezeichnet und von Lena Putzke beschriftet. Hier sind die Besitzer     der einzelnen, manchmal sehr kleinen Flurstücke benannt. Nach der Flurbereinigung hat sich hier vieles verändert.

Beringstedter Geschichte

Liebe Beringstedter Mitbürger,

mein Name ist Rita Bokelmann. Ich möchte hier auf der Beringstedter Homepage die Arbeit unseres leider verstorbenen Ehrenbürgers und Altbürgermeister Herbert Jürß fortsetzen und eine Beringstedter Chronik erstellen, digital. Ihr werdet also hier von Zeit zu Zeit Beiträge und Fotos aus der Vergangenheit finden.

Im Herbst 2016 bin ich mit dieser Arbeit angefangen und habe auch schon mit einigen älteren Mitbürgern unserer Gemeinde gesprochen und Material gesammelt, bevorzugt alte Bilder und Informationen darüber, wer wann wo gewohnt und gewirkt hat. 

Falls Ihr, liebe Beringstedter oder außerhalb wohnende ehemalige Beringstedter, Lust und Interesse habt mich bei meinem Vorhaben zu unterstützen, so wäre ich hierfür sehr dankbar. Schaut doch mal in Eure Fotosammlungen oder Archive, ob es noch "Schätze" gibt, die hierfür geeingnet wären.

Vielen Dank und bis bald

Rita Bokelmann

Kontakt: Tel. 1643, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder Handy 01578 8921037 (whatsapp)

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