Die alte Sportbaracke

Die alte Sporthalle

 Alte Sporthalle

Lt. Zeitungsbericht um 1960

Im Jahr 1950 wurde eine ca. 1 ha große Koppel gepachtet, planiert und mit einer Reihe von Plätzen versehen. Die Fußballer erhielten ein Feld, zwei ideale Faustballfelder wurden geschaffen und gleichfalls wurde ein Übungsplatz für die reitsportbegeisterte Bevölkerung des Dorfes angelegt. Die Krönung dieser ohnehin schon vorbildlichen Sportanlage wurde nun im letzten Jahr geschaffen. Die für sportliche Dinge sehr aufgeschlossene Gemeindevertretung, Bürgermeister Greve an der Spitze, faßte den Beschluß, eine große Baracke 22 x 12 Meter zu kaufen, um in ihr eine Turnhalle und eine Unterkunft für die Sportler zu schaffen. Dank einer Unterstützung durch den Sportförderungs-Ausschuß konnte der Plan verwirklicht werden. Sie hat ein festes Fundament und neben der 13 x 10 m großen Turnhalle befindet sich ein Aufenthaltsraum für die Jugendgruppe, ein Umkleideraum und ein Waschraum mit Duschen. Auch die Tischtennis-Abteilung des TSV-Beringstedt hat in der neuen Turnhalle an 6 Platten die Möglichkeit sich eifrig zu betätigen. Beringstedt hat durch die Anschaffung und das Aufstellung dieser Turn-Baracke und durch die Anlage eines Sportplatzes, die sich beide in nächster Nähe der Schule befinden, ein sehr gutes Vorbild für unsere Landvereine gegeben. Vielleicht macht dieser Baracken-Ersatz jetzt für die an vielen Orten so dringend benötigten Turnhallen in weiteren Orten Schule.

Auf der Gemeindevertretersitzung im Februar 1970 verkündet Bürgermeister Hans Wendell, dass ein Ausbau des `Jugendraums´ (alte Sporthalle -Holzbaracke-) geplant ist. Baumeister Schütt hat hierfür hierfür bereits einen Planentwurd vorgelegt. So ist vorgesehen das an die alte Halle Umkleideräume, Toiletten für Herren und Damen, sowie ein Duschraum angebaut werden, desweiteren erhält sie eine Küche und Lagerraum für die Turngeräte und Tennisplatten. Somit könnten in Zukunft auch größere Veranstaltungen hier stattfinden. Dies wurde dann später auch notwendig, da die beiden Gastwirtschaften im Dorf nach und nach ihren Betrieb einstellten. Die Gemeinde hatte somit hier eine Möglichkeit geschaffen für dörfliche Feiern wie Fasching, Vogelschießen, Gemeinde-Weihnachtsfeiern oder Feste der Feuerwehr, der Gilde, dem Angelverein etc.

Da die alte Holzkonstruktion nicht mehr zeitgemäß war, befasste sich der Gemeinderat ab 1988 mit der Planung für den Neubau eines Gemeinschaftshauses. Einige Jahre vergingen bis mit Fördermitteln der Europäischen Gemeinschaft, des Landes und einem Kreiszuschuss im Rahmen der Dorfentwicklung die neue Mehrzweckhalle gebaut werden konnte. Von den Kosten von 535 000 Mark mußte die Gemeinde 180 000 Mark tragen. 1996 wird der alte Hallenteil (aus Holz) abgerissen, im August feierte man Richtfest und im November 1996 konnte die neue Halle eingeweiht werden.

(Bild von der neuen Mehrzweckhalle einfügen, wenn gefunden...)

Im Winter 2005/06 machten 30 Jugendliche die Gemeindevertretung auf ihre Raumnot aufmerksam und forderten mit Nachdruck (es waren immerhin 30 Jugendliche) einen Aufenthaltsraum für sich. Achim Schnoor vom Kreisjugendring wurde mit dem Streetwork-Projekt beauftrag um die Bedürfnisse der Jugend zu erkunden. Zunächst wurde darüber diskutiert Container für die Jugend aufzustellen. Dann sollte der Dachboden über der Feuerwehr ausgebaut werden, dies mußte aber aus statischen Gründen verworfen werden. Im Sommer 2007 faßte man dann den Entschluß einen Anbau an die Sporthalle zu errichten. Dies brachte den Vorteil, dass auch ein Raum für´s Gemeinde-Archiv und ein weiterer Lagerraum für die Sport-Utensilien geschaffen werden konnte.

Jugendraum

Im Juli 2008 feierte man die Fertigstellung und die Jugendlichen bekamen einen schönen Raum übergeben mit Küche, Sitzecke, Fernseher und Fußballtisch. Seitdem finden jeden Montag ab 17:00 Uhr hier Treffen statt, die unter Aufsicht mit verschiedenen Unternehmungen für die Jugendlichen ausgefüllt werden. Mal werden Nudeln gekocht oder es wird gebacken, es wird gequatscht, Musik gehört, Filme angesehen oder es werden sonstigen Unternehmungen gemacht. Inzwischen hat man das Angebot aufgeteilt einmal für die Jüngeren und anschließend für die Älteren.

Fischzucht Reiherstieg

Die ehemalige Fischzuchtanstalt von Beringstedt

Hausbild mit BrückeEin kleiner Ausschnitt einer alten Postkarte

Auf diesem Bild ist im Hintergrund die ehemalige Brücke über die Bahnstrecke ganz schwach zu erkennen.

  

Reiherstieg 1

1877     Erste Erwähnung in der Grundsteuerrolle des Landesarchivs.

Eine starke Quelle in der Nähe war zu einem Teich auf einer Waldwiese aufgestaut worden.

Grundstückbesitzer Jürgen Hadenfeldt (*1858) gründete hier eine Fischzuchtanstalt. Viele kleinere Zuchtteiche werden angelegt und sämtliche Fische werden in freiem Wasser aufgezogen.

Ansicht ca. 1910

Hausbild 1910  

Hausbild 1966 

Ansicht ca.1962/66

                                                                             

1904 evtl. etwas früher, wurde das Wohnhaus mit Fischkeller gebaut. Später auch als `Fischerhaus´ und `Beringstedt, Haus No. 80´ bezeichnet und in alten Unterlagen geführt.

1906    H. Ernsting ist Pächter dieser Fischzucht. Er ist 1906 Aussteller auf der Weltausstellung in Mailand und präsentiert hier neben seinen präparierten Fischen auch eine Reihe `schädlicher´ Wassertiere. Jürgen Hadenfeldt (Landmann und Fischzüchter) wird hier als Mitarbeiter benannt.

Im Bericht zum Bahnhof von Beringstedt kann man nachlesen, dass am Bahnhof oft Fische für den Fischzuchtbetrieb angeliefert wurden.

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Sehr alt gewordene Beringstedter

Beringstedter Einwohner, die sehr alt geworden sind:

Die Notiz (Kopie) fand ich in den von Herbert Jürß gesammelten Unterlagen. Sie stammt von Herrn Otto Bolln 

99 Jahre Sieberkrob a

99 Jahre Sieberkrob b

Diese Anzeige mit der dazu geschriebenen Aussage hat mich inspiriert weiterzuforschen, welche Beringstedter Bürger ebenfalls sehr alt geworden sind.

Bisher bin ich auf folgende Daten gestoßen:

Hans Hadenfeldt             *1784 +1874            90 Jahre

Hans Hadenfeldt             *1811 +1907            96 Jahre                   

Hans Christian Wendell    *1814 *1902            88 Jahre                    Eichenweg 3

Claus Ott                       *1867 +1957            90 Jahre                    heute Hof Trede/Goerzen

Hinrich Sieberkrob          *1869 +1968            99 Jahre                    Saar

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Bahnübergänge

An der Beringstedter Bahnlinie gab es einst  sieben  Bahnübergänge. Heute sind es noch  vier.

Von Westen kommend sind es gewesen:

1. Reiherstieg, Brücke über die Bahnlinie hin zur Wischkoppel (Fischteiche)

2. In der Verlängerung vom Mückenhörn (Spurbahn) hinüber zur heutigen Sandkuhle im Holsten

3. Mückenhörn - Holsten

4. Steinbergstraße - Saar   im Dorf beim Bahnhof

5. Osterhof, beim Hof Trede

6. zwischen Osterhof und Osterbrook, dieser ist auf der alten Karte von 1965 verzeichnet

7. Osterbrook, Specht (Bärentreff, Lager und online-Handel für Gummibärchen und mehr)

 

Nach der Flurbereinigung wurden die drei (rot markierten) Übergänge überflüssig, weil die Landflächen der einzelnen Höfe zusammengelegt wurden, was dazu führte, dass einige Feldwege aufgelöst wurden und/oder heute anders verlaufen. Dies ist sichtbar auf der alten Karte (Stand 1965) im Flur der Mehrzweckhalle. Die alten Übergänge sind hier noch alle eingezeichnet und somit für uns heute nachvollziehbar festgehalten worden.

Übergänge Bahn 2

 

Storchennester in Beringstedt

Wie in vielen Dörfern der Umgebung so gab es auch in Beringstedt Storchennester.

In einem Bericht über den Hof Martens (In der Marsch 3) erzählt Otto Bolln -in seinen schriftlichen Aufzeichnungen seines Geburtsortes Beringstedt- von einem Storchennest, das auf der Giebelspitze des alten Bauernhauses Martens gewesen sein soll. Dieses Gebäude stand auf der anderen Seite vom Stall (von der Straße aus gesehen rechts) und war laut Balkeninschrift im Jahr 1776 erbaut worden. Bereits 36 Jahre früher wird im Jahr 1740 ein Jasper Veers als Besitzer dieser Hufe genannt. Seine Tochter Trien heiratet im Jahr 1769 Claus Martens. 

Auf der Giebelspitze des in alter holsteinischer Bauweise errichteten Hauses hatten bereits sehr viele Storchgenerationen genistet und das Nest immer weiter ausgebaut. Am Ende soll es so riesig gewesen sein, dass das Dach förmlich unter ihm zusammenzubrechen drohte.

(Diese dürfte wohl eher daran gelegen haben, dass die Balken des Daches morsch wurden, denn dieser Hof gehört zu den ältesten in Beringstedt und war auch mit einer der größten Höfe im Dorf. Außerdem kannte der Berichterstatter, Otto Bolln, diese Geschichte auch nur vom hörensagen und das Gerede der Leute entspricht nicht unbedingt der ganzen Wahrheit. -Anmerkung der Schreiberin dieses Berichts-).

Viele Wagenfuhren sollen für den Abtransport des Nestes nötig gewesen sein.

Im Jahr 1903 wurde ein neues Wohngebäude am heutigen Standort errichtet und bezogen, so wie es hier auf dem Bild (hinter dem Baum) erkennbar ist. Danach ist somit das alte Wohngebäude abgerissen worden, was dann im Zusammenhang mit der Abfuhr des alten Storchennestes steht. (Das erklärt dann auch die vielen Wagenfuhren!)

  Stall Martens    

Bild: Das alte Stallgebäude vom Hof Martens in der alten damaligen Bauweise und mit Reet gedeckt. In dieser Art war wohl auch das alte Wohngebäude Baujahr 1776 gebaut. Ein Bild vom alten Wohnhaus existiert leider nicht.

Nach dem Abriss des alten Hauses soll sich das Storchenpaar zum Nachbarn Hinrichs (In der Marsch 1) hin verzogen haben. Oder es gab dort bereits ein weiteres, was auch möglich ist.

 

Ein weiteres Nest gab es auf dem Dach des Hofes Kühl (Alte Dorfstr. 3, bis 1948 Hof Sachau),

wie auf folgendem Bild erkennbar ist.

 P1010369 2                                  

1968 wurde das Gebäude um- und ausgebaut. Das letzte Storchennest von Beringstedt mußte weichen und wurde in einer groß angelegten Aktion an eine andere Stelle verlegt. Diese Aktion sorgte für viel Wirbel, da ein eigens hierfür bereitgestellter Helikopter bei der Umsetzung dieses Vorhabens half.

   Storchennest Aufbau  Hubschrauber    

Diese neue Nistmöglichkeit wurde von den Störchen angenommen und einige Jahre haben hier Störche genistet und ihre Jungen großgezogen. Es wurde sogar eine Dokumentation über die Beringstedter Störche gedreht. Eine DVD hierüber befindet sich im Besitz von Rolf Kühl.

Ab ca. 1980 blieb das Nest jedoch leer. Es wurde zwar der ein oder andere Storch gesehen, der hier gelandet ist, es fand sich jedoch kein Pärchen das hier nisten wollte.

2010 wurde das Nest bei einem Sturm heruntergefegt.

2011 wurde der Standort für ein neues Nest abermals verlegt in den Wiesengrund zu H. P. Breiholz.

Trotz viel Hoffen hat sich bisher kein neues Storchenpaar hier eingefunden.

Wilma Illing

Trägerin des Bundesverdienstordens

Wilma Illing hat sich in der Gemeinde Beringstedt einen besonders erwähnenswerten Platz verdient!

1913 wird sie in Beringstedt geboren. Sie wächst in Kiel auf und besucht hier die höhere Töchterschule. Dann macht sie eine Fachausbildung zur Kindergärtnerin. Beim Sport (THW Kiel) lernt sie ihren Mann Walter kennen. Er war gelernter Meierist und seid 1928 Funker bei der Reichsmarine. Sie heiraten 1935. Versetzungsbedingt ziehen sie zum Seefliegerhorst nach Kamp in Pommern und anschließend nach Pillau-Neutief in Ostpreußen, wo Wilma im Lazarett tätig war. Walter wurde Nachrichtenoffizier und Kompaniechef. Sie hatten inzwischen 4 Söhne und eine Tochter bekommen.

 Wilma Illing 2

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Sterbegilde

Sterbekasse

Aufsatz einer Schülerin geschrieben am 16.3.1935, Helene Voß

Unsere Sterbekasse wurde im Januar 1923 gegründet. Damals waren es 357 Mitglieder, jetzt 352. Man veranstaltete Sammlungen. Da die Inflationszeit war, brachte die 1. Sammlung 397.120 Mark ein. Für dieses Geld schaffte die Gemeinde Holz und Beschläge für die Särge an. Die 2. Sammlung wurde von den Mitgliedern mit Eiern und Bargeld bezahlt. Dieses brachte 441.700 Mark ein. Durchschnittlich wurden zwei Sammlungen im Jahr veranstaltet. Allein das herstellen eines Sarges kostete 40.000 Mark. Der Arbeitslohn für einen Tischler, allein fürs Bretter hobeln und anfertigen 27.000 Mark. Als dann die Goldmark eingeführt wurde änderten sich die Zahlen. Jetzt bekommt ein Erwachsener 70 Mark Sterbegeld, von 6-16 Jahren 45 Mark und von 1-6 Jahren 25 Mark. So helfen sich gegenseitig die Leute. Seit dem 3. Februar 1933 heißt es nicht mehr Sterbekasse sondern „Sterbeunterstützungskasse“.

Hier ein weiterer Bericht bis zur Auflösung, erzählt und aufgeschrieben im Januar 2019 von Gertrud Keller (87 Jahre alt). Sie hat den obigen Bericht aus der alten deutschen Schrift übersetzt und folgende Informationen hinzugefügt:

Später war der Name „Wohltätigkeitsverein“.

Bis zur Auflösung hat der Verein noch weitere Währungen überlebt: An die genannte "Goldmark" reihen sich die  RM Reichsmark, die DM Deutsche Mark und der jetzige Euro. Die Satzung von 1923 ist noch erhalten und liegt den Protokollen, diese befinden sich im Archiv unserer Gemeinde, Hier liegen sämtliche historische Schriften. In der nachfolgenden Zeit ist das Sterbegeld von einem Kassierer, der in den Satzungen vorgeschrieben ist, gesammelt worden. Nach einem Sterbefall wurde immer im Voraus für den nächsten Trauerfall gesammelt, so daß immer ein Betrag sofort zur Verfügung stand um den Verstorbenen würdevoll zu bestatten. Dies war vor allem nach dem 2. Weltkrieg eine schwierige Zeit, denn manchem fehlten einfach die Möglichkeiten (Geld), um wenigstens Holz für einen Sarg kaufen zu können. Durch eine Mitgliedschaft im Wohltätigkeitsverein konnte hier Hilfe geleistet werden. Es fehlte in der Nachkriegszeit in vielen Familien an so vielen Dingen. Allein schon die beengten Wohnverhältnisse in dieser Zeit sind für uns heute (2019) kaum vorstellbar.

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Dingtvogte in Beringstedt

Von den Dingvögten

Dingvogtstelle Hadenfeldt

-Abgeschrieben aus den Aufzeichnungen von Herbert Jürß-

In Beringstedt gab es die sogenannte Dingvogtstelle (jetzt Friedenstraße 19-23). Diese war zugleich die Stammstelle der Familie Hadenfeldt. Der Name Hadenfeldt trat erstmalig 1576 auf (Familienchronik Hadenfeldt, Seite 70) soll aber viel älter sein, denn 1447 und 1470 wird ein Hadenfeldt genannt als Mitglieder der Itzehoer Liebfrauengilde. Diese Gilde war eine Notgemeinschaft auf Gegenseitigkeit bei Feuer, Wasser, Tod und Erkrankung. Der Verfasser der Familienchronik (von 1922) kommt zu dem Schluß, dass der Ursprung seiner Familie wohl in Beringstedt liegt. Bei seiner weitreichenden Suche in vielen Kirchenbüchern und weiteren Archiven, auch über die Landesgrenzen hinaus, hat er keine weiteren Hinweise gefunden die Rückschlüsse zur Herkunft seines Familiennamens ergeben könnten.

Schon von alters her waren die Hadenfeldts Kirchengeschworene, Kirchenbevollmächtigte und Dingvögte im Kirchspiel Schenefeld. Letzteres Amt soll in der Familie erblich gewesen sein (Familienchronik Hadenfeldt, Seite 16 / laut Dr. Volquart Pauls eine lange Abhandlung in der Zeitschrift für schleswig-holsteinische-lauenburgische Geschichte Band 43 Seite 58ff geschrieben) Die Familie Hadenfeldt gehörte im 18. Jahrhundert zu den angesehensten und begütertsten Bauern des Amtes Rendsburg.

1695 wurde der Stammhof zwischen den Brüdern Hans *1662 und Claus *1664 geteilt, wie sich aus dem Memorial des Kirchspielvogts Timm in Schenefeld vom 19. Febr. 1695 ergibt (Chronik Hadenfeldt Seite 17). Die bei der Teilung gepflanzte Ulme war über 302 Jahre ein Wahrzeichen von Beringstedt und hat als Ulmenblatt einen Platz auf dem Beringstedter Wappen erhalten.

Die Dingvögte waren von allen Steuern und Abgaben, ferner Fuhrleistungen, Hand- und Spanndienstleistungen und von Einquartierungen befreit. Kontribution (Kirchensteuern) mußten jedoch gezahlt werden.

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Die Meierei von Beringstedt

Die  alte Meierei von Beringstedt in der Friedenstaße

 alte Meierei 2

 Kühl Meierei Ansicht Nord

Meiereigenossenschaft Beringstedt

81 Jahre lang gab es in Beringstedt eine Meierei. Im Februar 1887 wurde von den Gründungsvätern der Bau einer Meierei beschlossen und diese ging dann 1888 in Betrieb. Dies war damals ein bedeutungsvoller Fortschritt gegenüber der bis dahin üblichen Milchverarbeitung auf jedem einzelnen landwirtschaftlichen Hof.

Gründungsmitglieder waren:    

Hans Lucht, Johann Wendell, Samuel Timm, Hinrich Holm und Hans Hadenfeldt

Der Butterhändler Stoffer (Christoffer) lieferte die hier produzierte Butter mit seinem Pferdefuhrwerk bis nach Hamburg. Hier bekam er die besten Preise für seine Ware bezahlt.

Die Leistungsfähigkeit steigerte sich von                  300 192 Liter im Jahr 1888

auf                                                                                        1 600 000 Liter im Jahr 1968

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Margarethenschrank

margarethenschrank 01Der Margarethen-Schrank                (im Versammlungsraum, Schulberg)

Fast jeder kennt ihn und läuft achtlos an ihm vorbei. Er steht in der Ecke im Vorraum zum Versammlungsraum auf dem Schulberg und heute werden Tischdecken, Kerzen, Dekomaterial und ähnliches darin aufbewahrt. Doch was hatte er einst für einen Zweck? Das wissen eigentlich nur noch die Älteren in unserer Gemeinde:

margarethenschrank 04Die 22-jährige Tochter Margarethe des Angeliter Bauern Johannes Jacobsen erkrankte an Tuberkulose. Der pflegende Vater versprach seiner Tochter am Krankenbett „etwas zu tun für Kranke und Leidende“. Er hatte nur diese eine Tochter. Sie starb 1883. Am 27. Dez. 1893 wäre der 32. Geburtstag von Margarethe gewesen. Zu diesem Anlass rief der Vater eine private Wohlfahrtseinrichtung ins Leben:

Die Margarethenspende, einen Schrank mit Pflegeartikeln, die Bedürftigen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Denn zu damaliger Zeit konnte sich ein Tagelöhner mit einem Tageslohn von 1,80 Mark einen Arztbesuch für 4 Mark nicht leisten. Knechte und Tagelöhner waren zu der Zeit nicht krankenversichert. Die Idee des Vaters hatte Erfolg und die Schränke wurden in ganz Schleswig-Holstein verbreitet und selbst bis nach Übersee. Rund 760 solcher Schränke wurden gebaut, von denen ca. 60 Stück überlebt haben.

margarethenschrank 02In der Mitte:  Ein Bild von MargaretheDarunter ein Schließfach, mit einem Schlitz darüber für Geldspenden, die dieser hilfreichen Sache zu Gute kamen.

Zur Ausstattung dieses Schranks gehörten:  Zinkwannen, wasserfeste Bettunterlagen, Spritzen, emaillierte Steckbecken mit Deckel, Urinflaschen, Schnabeltassen bis hin zu Pinzetten und einfachen Scheren, sowie Heftpflaster, Mull- und Brandbinden. Auch Krücken gehörten zur Ausstattung.

Die Ausleihen aus dem Schrank waren grundsätzlich kostenlos und wurden im „Ausleihbuch“ vermerkt. Wer es sich leisten konnte spendete für die Nutzung.

Diese Informationen entstammen einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 2009, über einen dieser hilfreichen Schränke, der sich in Gnutz befindet. Geschrieben von Sabine Sopha.

margarethenschrank 03 inhaltUnser Beringstedter Exemplar stand einst im Haus Friedenstraße 14 bei Grete Hadenfeldt (heute Anne Solterbeck). Wilma Illing war viele Jahre Vorsitzende beim Deutschen Roten Kreuz und dies war nur eines ihrer vielen Ehrenämter. Sie sorgte damals dafür, dass dieser Schrank in das neue Gemeindezentrum von Beringstedt -auf den Schulberg- kommt. (Dies war in den 1970er Jahren, genaueres zum neuen Gemeindezentrum folgt später) Wer die Schranktüren öffnet findet auch dort - auf der Innenseite der Schranktür- die Geschichte vom Margarethenschrank.

 

Bürgermeister u. Bauernvogte

Bauernvogte, Gemeindevorsteher und Bürgermeister

Archiv Beringstedt - Diese Aufstellung stammt aus den Unterlagen, die Herbert Jürß zusammengestellt und vervollständigt hat.

1737                      Ties Carsten                                 Bauernvogt

1741                      Carsten Holtorf                                dto.

1742                      Jürgen Ott                                         dto.

                            …muss noch weiter recherchiert werden …. falls möglich !!!

1846                      Johann Soeth                                    dto.

1855                      Brand                                                  dto.

1869 – 1876       Hans Boie                                     Gemeindevorsteher

1876 – 1884       Jürgen Bruhn                                    dto.

1884 – 1890       Hinrich Holm                                    dto.

1890 – 1899       Johann Wendell                              dto.

1899 – 1919       Ehler Holm jun.                               dto.

1919 – 1920       Jürgen Hadenfeldt                          dto.

1920 – 1927       Otto Rosenkranz                             dto.

1927 – 1928       Gustav Möller                                  als stellv. Gemeindevorsteher

1928 – 1945      Wilhelm Thöm                                 bis 1935 Gemeindevorsteher, dann Bürgermeister

1945                    Willi Oelke, Puls                              vom 20.12. bis 28.12.1945 als Bürgermeister                                                                                                               eingesetzt von der engl. Militärregierung

1945 – 1951       Hans Harms                                Bürgermeister

1951 – 1969       Hermann Greve                              dto.

1969 – 1977       Hans Wendell                                  dto.

1977 – 1997       Herbert Jürß                                    dto.

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Beringstedter Originale

Der letzte Land- und Hofarbeiten in Beringstedt war

Hubert Lassahn.

Er verbrachte sein ganzes Arbeitsleben auf dem Hof Martens.

Nach dem 2. Weltkrieg im Jahr 1946 kam der damals fast 16-jährige  Hubert Lassahn  *1930, als `Jungknecht´ auf den Hof Martens. Er stammte aus Hinterpommern und war als Flüchtling gemeinsam mit seiner Schwester Christel (später Poschmann) und dem Bruder Erwin (er ging später nach Amerika) nach Beringstedt gekommen. Sie wurden erst einmal auf dem Hof Wendell untergebracht. Christel blieb auf dem Hof Wendell und arbeitete dort als Haushaltshilfe, der Bruder blieb auch erst einmal dort, er ging ja noch zur Schule. Hubert wurde als Hofarbeiter vorstellig bei Opa Hans Martens. Dieser meinte, dass eigentlich niemand gebraucht werde! Wenn er jedoch mit Pferden umgehen könne, dürfe er bleiben. Vor Pferden hatte Hubert zwar mächtig Respekt, aber er blieb und war bis zu seinem Lebensende Hof- und Landarbeiter bei Familie Martens. Er hatte im Haus sein eigenes Zimmer und somit auch Familienanschluß. Im Jahr 1971 feierte er sein 25-jähriges Jubiläum und im Jahr 1986 bekam Hubert eine Urkunde für 40-jährige Betriebszugehörigkeit auf dem Hof Martens überreicht vom Landrat Bellmann in Rendsburg.

1993 fanden die beiden Jungs Carsten (6 J.) und Jan B. (9 J.) Hubert leblos neben einem Wagen liegend. Hubert wurde 63 Jahre alt. 

Häuser im Seegen

Seegen 3

Baumgarten Lingner0001

Dieses Bild wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn und Frau Baumgart und Langner

Es ist das einzige Haus in Beringstedt, in dem es noch Alkoven (Schrankbetten) gibt. Sie werden jedoch nicht mehr genutzt und dienen heute als Schrank.

Erbaut um 1795

Einige der zum Bau dieses Hauses genutzten Materialien (hauptsächlich die alten Eichenbalken) stammen von einem seinerzeit abgebrannten Haus aus Haale. Da nicht alles bei diesem Brand beschädigt wurde, kamen die alten Eichenbalken nach Beringstedt, womit dann dieses Haus erbaut wurde.

Köster                  ist erster Besitzer. Seine Tochter heiratet den Tischlermeister

Hinrich Pahl       genannt wurde er `Meister Pohl´. Dann folgte

Heinrich Pahl    Er war Bahnwärter. Seine Frau hieß Wiebke.

Das Reetdach wurde seinerzeit durch ein Blechdach ersetzt.

1972     kaufte Familie Wendell dieses Haus

1979     kauften die Berliner Familien Baumgart und Langner diese Kate.

Bei der Renovierung wurde der alte Charme des Hauses -so gut es ging- erhalten. Es gibt noch die im Original erhaltenen Alkoven, sowie die niedrigen alten Innentüren und im Stallbereich einen Teil vom alten Fußboden. Beim Kauf gab es in der Diele noch den alten Lehmboden, der dann jedoch aus energetischen Gründen gefliest wurde, da dieser Bereich heute als Aufenthalts- und Essraum genutzt wird. Links neben der Dielentür befand sich früher der Ziegenstall. Ein Badezimmer gab es damals nicht. Im Hinterhof stand ein Häuschen mit Herz, wie früher allgemein üblich.

Als dieses Haus seinerzeit zum Verkauf stand, gab es einen Interessenten der meinte: "Das reißen wir alles ab und bauen dann neu !". Dies war jedoch nicht im Sinne von Herrn Wendell und somit kam dieser Interessent für ihn nicht in Frage. Die jetzigen 2 Besitzer jedoch hatten genau nach solch einem Projekt gesucht, um es für sich als Ferien- und Wochenendhaus auszubauen und zu nutzen.

Heute nicht mehr vorhandene Häuser von Beringstedt

Mückenhörn

Mückenhörn9

Dieses Bild wurde von Familie Illing zur Verfügung gestellt.

Erbaut wurde dieses Haus im Jahr 1751 . Es stand 247 Jahre im Mückenhörn, bis es 1998 durch einen Neubau ersetzt wurde

Bis ca. 1810 fand hier der erste Schulunterricht statt. Dieser wurde nur in den Wintermonaten von den Kindern besucht und dies auch nicht regelmäßig, oft nur sehr wenig oder gar nicht. Kinderarbeit war noch allgemein üblich und die Eltern sahen oft auch die Notwendigkeit für einen Schulbesuch ihrer Kinder nicht gegeben, da es Geld kostete und Zuhause jede Hand gebraucht wurde. Die Kinder lernten im Alltag ganz nebenbei alles was sie für´s Landleben benötigten. Siehe hierzu: Die Geschichte der alten Schule.

Als Eigentümer und Bewohner werden genannt:

1800                Hans Lucht und Hans Alpen

1827                Franz Hein, Kätner

1851                Hans Bolln                       Weber und Kätner aus Reher

1879                Eggert Bolln                    Weber, Kätner und Chausseewärter

Es ist das Geburtshaus von Dora Lütje, geb. Bolln, und ihrem Bruder Otto Bolln *1900 +1994. Er hat diese Informationen zu seinem Elternhaus aufgeschrieben. Er war BahnAmtmann bei der Bundesbahnanstalt in Hamburg und wohnte in der Griegstr. 32, 2000 Hamburg 50. Durch seine Aufzeichnungen über die einzelnen Höfe und Katen in Beringstedt und seine Bewohner können wir heute die Geschichte vieler Häuser und Höfe von Beringstedt nachvollziehen, denn bis auf die Familienchronik Hadenfeldt gab es hierüber nur wenig. Als passionierter Bahner hat er auch die Geschichte vom Beringstedter Bahnhof aufgeschrieben.

Es gab auch noch die Geschwister: Hans, Jürgen und Willi

 1939                Hans Lütje                       *1908 + 1984 und Dorothea Lütje *1893 + 1989, geb. Bolln.

Hans Lütje war als Postbote in Beringstedt allseits beliebt. Er ließ sich gerne zu einem Schnack aufhalten und diente so nebenbei dafür, den eintönigen Tagesablauf einiger Mitbürger aufzuhellen, indem er sich mit ihnen unterhielt und mancheiner so die neuesten Begebenheiten und Nachrichten vom Dorfgeschehen erfuhren.

Steinbergstrasse 1 Knuth Postbote H. Lütje  

Erste Schule  und seine Frau bei der Gartenarbeit.

Hans und Dora Lütje

Wassergenossenschaft

Die Beringstedter Wassergenossenschaft

Am 23. März 1914 haben 36 Beringstedter Bürger den weitsichtigen Entschluss gefasst, eine zentrale Wasserversorgung aufzubauen. Sie gründeten eine Genossenschaft und wählten einen

Vorstand:                                 Heinrich Wieben, Eggert Lucht, J. Harms

einen Aufsichtsrat:                   Ehler Holm, Hans Detlef Ruge, Heinrich Schrum

sowie einen stellvertretenden

Aufsichtsrat:                             Otto Rosenkranz, Hans Jakob Timm, Hans Wendell

und ein Schiedsgericht:           Ehler Voß, Hermann Voß, Hans Greve

Noch im selben Jahr wurde mit dem Bau begonnen.

Firma Sievers und Steffen bohrte den Brunnen.

Das Rohrleitungsnetz wurde von den beiden Beringstedter Schmiedemeistern Greve und Wensien, der Wasserturm vom Maurermeister Heinrich Evers errichtet.

Die Erstellungskosten beliefen sich auf gut 17.000,-- Mark (Kaiserzeit), die fast ausschließlich über Kredit finanziert wurden. 

Wasserturm und Windrad         Wilhelm Krogh 1935 beim Windrad am Wasserturm

Die obigen Bilder hat Waltraut Küpers zur Verfügung gestellt. Auf dem rechten Bild ist ihr Opa, Wilhelm Krogh, zu sehen in den 1930er Jahren, wahrscheinlich bei Reparatur- oder Wartungsarbeiten am Windrand. Er war Mechaniker. Das linke Bild zeigt den Wasserturm fotografiert aus dem Gartens der Fam. Krogh, Schulberg 6.

Bei dem Luftbild aus den 1950er Jahren ist das Windrad bereits demontiert.

Schulberg Wasserturm       

1952               wurde die Wasserturbine von Wind auf Elektroantrieb umgestellt. Ein Jahr später hat man das Windrad (ein Wahrzeichen Beringstedts) abgerissen.

1963               hat man eine Druckkessel-Anlage errichtet.

1964               Erst jetzt (50 Jahre nach Gründung) bekam man von der Bahn die Erlaubnis, die Trasse zu unterführen und auch den nördlichen Teil des Dorfes mit Wasser zu versorgen.

1975               wurde der Wasserturm abgerissen. Diese Arbeit übernahm Max Walter Voß….

Anfang der 1980er Jahre stellte sich heraus, dass der Nitratgehalt im Wasser zu hoch war. Vorstand und Aufsichtsrat planten mit einem Investitionsvolumen von 230.000,-- DM eine neue Pumpstation. Durch eine Umlage der 217 Mitglieder von je 900,-- DM im Jahr 1986 konnte dies finanziert werden.

Das Wasser wurde nicht mehr wie sonst aus 27 Metern, sondern wird jetzt aus 180 Metern Tiefe aus zwei Brunnen gefördert.

2014               feierte die Wassergenossenschaft ihr 100jähriges Bestehen.

Heute nicht mehr vorhandene Häuser von Beringstedt

Im Eck

stand bis 1924/25 dieses Haus

Klein1

Hier wohnten Peter und Alwine Hartig. Es wurde wegen Baufälligkeit abgerissen.

Im Jahr 1946 hat der Maler August Sievers dieses Ölbild angefertigt nach Vorlage eines alten Fotos.

Freiwillige Feuerwehr Beringstedt

5.       Fahrzeug

2017   Die Feuerwehr erhält ein neues Einsatz-Fahrzeug     RD – FB 1922

Das neue Fahrzeug

Freiwillige Feuerwehr Beringstedt

4.       Fahrzeug

1993 bekam die Freiwillige Feuerwehr Beringstedt dieses Fahrzeug von der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Feuerwehrauto 1999 2

Der alte Ford Transit kam in `Rente´ als die Gemeinde dieses neue Fahrzeug kaufte. 

Geräte und Fahrzeuge FF Beringstedt

3.       Unimog   T.LF 8/18

Ankunft des neuen Fahrzeuges im Jahr 1982 (Unimog)

-Abschrift aus dem Protokoll-

Beringstedt, den 11.11.1982

Nach mehreren Vorgesprächen hat die Wehr, unter dem Wehrführer Hans Fischer, sich entschlossen einen TLF 8/18 zu kaufen. Hierzu wurde auch der Kreisbrandmeister Jörn Böttcher zur Beratung herangezogen.

Das neue Fahrzeug sollte im Jahr 1982 in der 49. Woche geliefert werden.

Fahrzeug gekauft 1982

Am 09.12.1982 war es nun soweit. Vom Wehrführer wurden bestimmt das Fahrzeug zu holen: Jürgen Ohrt, Rolf Kühl und Peter Zech. Es wurde aus Gingen an der Brenz von der Firma Ziegler geholt. Am 11.12.1982 abends 21:00 Uhr waren sie mit dem Fahrzeug in der Garage in Beringstedt.

Am 18.12.1982  10:00 Uhr antreten der Wehr, anschließend offizielle Übergabe durch den Kreisbrandmeister. Umzug durch das Dorf mit der Feuerwehrkapelle Hohenwestedt. 12:00 Uhr Erbsensuppe essen. 15:00 Uhr Kaffeetrinken mit geladenen Gästen aus den umliegenden Dörfern. Das Fahrzeug konnte am Nachmittag von der Bevölkerung besichtigt werden. Abends um 20:00 Uhr war öffentlicher Feuerwehrball.

Der Wehrführer                                                                             Der Schriftführer

Gez. Hans Fischer                                                                           gez. Peter Zech

Geräte und Fahrzeuge FF Beringstedt

Oldtimer Ford Transit

Er ist nun schon 54 Jahre alt (2018) und diente bis 1993 -fast 30 Jahre- lang der Freiwilligen Feuerwehr Beringstedt als Einsatzfahrzeug. Danach wurde er von der Interessengemeinschaft, die mittlerweile auch schon 25 Jahre besteht, leidenschaftlich gehegt und gepflegt. Auf Oldtimer-Treffen bekommt er regelmäßg Pokale und Auszeichnungen.

2.       Ford Transit T.S.F.    -heute Oldtimer-

Am 07.08.1964 hat die Gemeinde der Feuerwehr ein neues Fahrzeug, einen Ford Transit, zur Verfügung gestellt. Es wurde von der Firma Kraft, Rendsburg, geliefert. Dieses Fahrzeug wurde noch mit einer 6-Volt-Anlage ausgestattet.

Der Kauf betrug 1964 ca. 9.000,-- DM für das Fahrzeug und ca. 4.500,-- DM für die Ausrüstung.

Da man viel Ärger hatte mit dem Anspringen, wurde 1989 auf 12-Volt umgebaut. An diesem Umbau waren Max Hermann Greve, Jürgen Ohrt, Hans Detlef Voss und Peter Zech beteiligt. Alle elektrischen Teile, Leitungen und Leuchtmittel etc. mußten für dieses Umbau ersetzt werden. Max Hermann Greve arbeitete zu dieser Zeit bei Bosch in Itzehoe und hatte somit die Möglichkeit sämtliche hierfür benötigten Teile hierfür zu besorgen. Jürgen Ohrt und Hans Detlef Voss hatten beruflich die nötigen Kenntnisse für diesen Umbau, der einen ganzen Tag dauerte. Ab diesem Zeitpunkt hatte man keine Schwierigkeiten mit dem Anspringen.

Im November 1993 wurde es durch ein neues Fahrzeug ersetzt und ab 1994 hat eine Interessengemeinschaft das Fahrzeug übernommen. Im Frühjahr 1998 restaurierten junge Feuerwehrkameraden in mühevoller Arbeit dieses Auto in einen sehr guten originalen Zustand. Der Arbeitsaufwand betrug ca. 280 Stunden und rund 6.000,-- DM. Den weiteren Erhalt dieses schönen Fahrzeugs wird durch die Interessengemeinschaft finanziert.

Die Pumpe in dem Fahrzeug ist eine Magirus Deutz mit VW Industriemotor.

Interessengemeinschaft Ford Transit

-aufgeschrieben im Mai 2017 von Peter Zech-

siehe hierzu auch den Bericht zum Anhänger TSA

Die TS Pumpe, Baujahr 1958, von Ostermühlen Fa. Lück, ist am 10.4.2017 von der Interessengemeinschaft abgeholt worden. Sie gilt als Geschenk und wird von dieser aufgearbeitet. Die Bedingungen sind, dass sie im Besitz der Interessengemeinschaft bleiben muß und nicht verkauft werden darf.

Die Pumpe wurde als Ersatz 1955 vom Kreisfeuerwehrverband für die Wehr zur Verfügung gestellt. Der Grund war, dass die vorhandene Pumpe aus dem T.S.A bei einem Einsatz in Puls kaputt ging. Sie konnte nicht vor Ort repariert werden und mußte für längere Zeit ins Werk geschickt werden. Durch den Kauf eines neuen T.S. Feuerwehrautos mit moderner Pumpe, wurde die alte nicht mehr gebraucht. Sie wurde aus Platzmangel nach Ostermühlen gebracht. So wurde nie an den Kreisfeuerwehrverband zurückgegeben und ging in den Besitz von H. O. Voss über (damaliger Besitzer des Hofs Ostermühlen).

Geräte und Fahrzeuge FF Beringstedt

Anhänger TSA von 1943 

Die heute (2018) bereits 75 Jahre alte Spritze könnte im Notfall aushelfen, sie ist voll funktionsfähig.

1.       T.S.A  Anhänger von 1943                                                                                                                              

Heute ist der restaurierte Anhänger vorübergehend untergestellt bei Gerda Greve.

Aufgeschrieben von Peter Zech im August 2018:

Bis zum 21.05.1945 kann man den Einsatz der alten T.S.F. aus dem Protokollbuch nachvollziehen. In der Zeit bis 1954 ist in das Protokollbuch nichts eingetragen worden. Der damalige Schriftführer, Willi Schipmann, hat das Geschehen in sein schwarzes Notizbuch geschrieben und wollte es mir (Peter Z.) irgendwann zur Verfügung stellen. Dann verstarb er ganz plötzlich und das schwarze Notizbuch ist leider nicht wieder aufgetaucht.

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Freiwillige Feuerwehr Beringstedt

Freiwillige Feuerwehr Beringstedt

Im Jahr 1922 wurde in Beringstedt die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Gründungsmitglieder waren:

Otto Rosenkranz, Martin Kröger, Ehler Ruge, Hans D. Hadenfeldt, Claus Wensien, Karl Rohwäder, Claus Martens, Ernst Butenschön, Johannes Dallmeyer, Max Bruhn, Hans Kaltenbach, H. Gosch, Claus Hinrichs, Claus Ruge, Johann Schröder, Hans. H. Trede, Hans Harms, Hans Holm, Johannes Fischer, Markus Rubien, Paul Gier, Eggert Mehrens, Claus H. Hadenfeldt, Reimer Rubien, Friedrich Keller, Claus Holm, Claus Voss, Hans Wendell, Johann Sievers, Hermann Kaltenbach, Karl Wieben, Johannes Kracht.

Als Gerätehaus diente ein kleines Gebäude auf dem Dreieck im Eichenweg/Friedenstraße (ungefähr dort wo heute die Bushaltestelle für den Schulbus ist). Später wurde hier umgebaut, weil sich eine Gefriergenossenschaft gegründet hatte und hier ein Gefrierhaus eingerichtet wurde. Die Feuerwehrgeräte mußten weichen und wurden im Blechschuppen hinter der alten Meierei (heute Auto Riese) untergebracht bis das neue Feuerwehrgerätehaus auf dem Schulberg gebaut wurde.

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Heute nicht mehr vorhandene Häuser von Beringstedt

Bei den älteren Ur-Beringstedtern ist dieses Haus mit der Bezeichnung `Petersburg´ noch ein Begriff. 

1910     Peter Sievers wird als Bewohner dieses Hauses genannt. Seine Tochter hieß Magda, später verheiratete Jeske.

Wann es erbaut wurde und von wem, diese Frage muß noch geklärt werden, falls sich hierfür noch Angaben und Unterlagen finden lassen.

Es stand in der Nähe der Teichwirtschaft (Wischkoppel), fast an der Bahnlinie. Vor der Flurbereinigung gab es vom Reiherstieg zur Wischkoppel/Holsten einen Bahnübergang. Kurz dahinter befand sich dieses Gebäude nördlich der Bahn. Dieses Flurstück wurde seinerzeit auch Wulfskroog genannt.

Alwine Klein kann sich daran erinnern, dass sie in ihrer Kindheit (in den 1950er Jahren) bei den Ruinen dieses Hauses gespielt hat, obwohl es von den Eltern und dem Dorflehrer verboten worden war sich hier aufzuhalten. Es wohnte ja auch schon längst niemand mehr dort und es war schon sehr verfallen. Später lag hier nur noch ein Haufen Steine und Schotter. Von den Beringstedter Kindern wurde es damals das Hexenhaus genannt. Heute ist von diesem Gebäude nichts mehr übrig und nichts, außer dieser Geschichte erinnert daran, dass es dieses Haus einmal gegeben hat. -Siehe gelb markierten Bereich-

 Standort vom alten Haus

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt von der Flurkarte, die Erhard Marxen gezeichnet hat. Die komplette Ansicht dieser Karte hängt im Flur zur Mehrzweckhalle (Eingang vom Sportplatz).

Die alte Räucherkate im Wischhof

Die alte Räucherkate

Räucherkate Sievers 2

Dieses Bild wurde von Annelene und Wulf Illing zur Verfügung gestellt.

Angaben über das Baujahr (vermutlich weit vor 1800) werden nicht genannt. Dieses Haus gehörte sicherlich mit zu den ältesten Häusern in Beringstedt.

1800     Harder Hadenfeldt         geboren 1774 in Oersdorf, wird als Besitzer genannt.

                                                         Seine Nachfolger sind:

                Hinrich Greve                   Er ist Schmied und verkauft das Haus an

                Johann Sievers                Tagelöhner. Danach folgt

                Reimer Sievers                Er ist Schneider von Beruf und blieb kinderlos.

 

Ab ca. 1949 oder `50 wohnte hier für ca. 10 Jahre die Familie Solterbeck (15 Kinder). Sie bauten 1959 ein Haus in der Hermannstraße.

1961    wird das Haus von Familie Schipmann aufgekauft und später wegen Baufälligkeit abgerissen.

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