Das alte Schulhaus

Am 27.10.1942 geschrieben von Peter Betka

Ich stehe vor der Dielentür eines mit Stroh gedeckten Hauses. Über der grün angestrichenen Dielentür steht mit weißer Schrift:

Dieses Haus soll Gott dein Tempel sein    Anno     1842

Ich betrete die Lehmdiele. Rechts von mir ein kleiner Schweinestall, links von mir ein kleiner kümmerlicher Kuhstall für etwa 4 Kühe. Jetzt gehe ich über die kurze Diele in die frühere Lehrerwohnung. Links von mir ist die Stube, vor mir die Schlafstube und rechts von mir eine kleine Küche, die ich soeben betreten habe. Nun gehe ich in den Garten. Mein Blick schweift umher. Der ältere Bau hat Fachwerk. Ich gehe ein wenig weiter. Jetzt geht´s die umgebaute Klasse. Links die Stube und rechts ist die Küche. In dieser Klasse waren ungefähr 40-80 Schüler. In der Klasse waren vier große Fenster, von denen eines zugemauert ist. Das alte Schulhaus wurde in der Inflation von Christoph Lohmann für den Wert von 2 Tonnen Roggen gekauft.

unterschrieben von Peter Betka

 

Dieses Bild wurde im Jahr 2021 von Ingrid Martens bei Aufräumarbeiten gefunden und zur Verfügung gestellt. Es zeigt den Lehrer Thomsen mit seinen Schülern vor der Dielentür der alten Schule. Unter den Schülern befindet sich wohl auch der Opa von Ingrid´s bereits verstorbenen Mann Hans Heinrich. Sein Opa, Hans Martens, wurde 1874 geboren. Somit müßte das Foto in den 1880er Jahren aufgenommen worden sein. Lehrer Thomsen trat 1881 seinen Dienst in Beringstedt an.

Schulfotoalt 1.1 für website

 

...

 

 

Ein ebenfall heute nicht mehr vorhandenes Gebäude war die Kate auf dem Hof Schrum (später Seemann):

Schrums Kate     Hof Thöm Wohlers Schrum Seemann für Website

Dieses Haus (Bild links) brannte 1926 ab. Davon berichtet dieser Aufsatz im Heimatbuch 1, geschrieben von Alma Beenk (damals Schulmädchen):

Unser Wohnungsbrand

Schon 3 1/2 Jahre hatten wir in der Kate von Schrum gewohnt. So war denn auch der 12. Januar herangekommen. Wir saßen des Abends gemütlich beisammen in der Werkstatt. Die Uhr war eben sieben. Weil ich so müde war, wollte ich gerade ins Bett gehen. Auf einmal ertönte der Ruf: „Feuer, Feuer, Feuer!“ Erschrocken eilten meine Eltern hinaus. Weil meine Schwester Keuchhusten hatte, mußten wir drinnen bleiben. Keiner wußte, daß es unsere Wohnung war. Da niemand wieder hereinkam, wurde ich ängstlich und ging, mit meiner Schwester auf dem Arm, auch hinaus. Leider mußte ich wahrnehmen, daß es unsere Wohnung doch war. Auf dem Boden knisterte es. Es brannte aber immer noch nicht. Nur der ganze Boden war voll Rauch. Ich mußte mit meiner Schwester zu meinen Großeltern, konnte aber vor Schreck kaum gehen. Ich zitterte an allen Gliedern. Einige heiße Tränen rollten über meine Wangen. In wenigen Minuten waren viele Leute von nah und fern herbeigeeilt. Bei meiner Tante beobachtete ich, wie viele fleißige Hände sich regten, unser Mobiliar zu retten. In einer Stunde war fast alles gerettet und in alle Nachbarhäuser gebracht. Auch ich mußte einige Sachen mit wegschaffen, konnte aber nicht viel tragen, so zitterte ich. Das meiste Mobiliar wurde gerettet. Nur mehrere wertvolle Sachen, die sich auf dem Boden befanden wurden ein Raub der Flammen. Die hellen Flammen schlugen zum Himmel. Die Feuerwehren beschützten die Nachbarhäuser. Die roten Feuerfunken flogen nach Norden. Der Wind lag ruhig. Wäre der Wind heftiger gewesen und hätte nach Süden gestanden, wären mehrere Strohdachhäuser in Gefahr gewesen. Mehrmals fielen krachend die brennenden Balken in die öde Wohnung. Der Schornstein stand nur noch einsam und verlassen da. Er wurde dann mit einem heftigen Krach runtergestürzt. Der Brand ging halb vorüber. Ich merkte nichts mehr von Müdigkeit. Um elf ging ich ins Bett. Zuerst konnte ich nicht einschlafen. Bei dem niedergebrannten Haus mußte die ganz Nacht mit Ablösung Wache gehalten werden. Am nächsten Morgen ging ich nicht zur Schule, denn ich hatte keine Bücher, auch hinderte die Arbeit davon; denn wir hatten alle Hände voll zu tun. Meine Bücher fand ich aber wieder. Um meine Bücher trug ich auch schon Sorge. Am Morgen ging ich einmal hin und besah mir die Brandstätte. Aber jämmerlich sah es hier aus. Mauern und Balken waren eingestürzt. Fenster und Türen waren ausge …? Die Briketts lagen noch heil auf der Diele. „Leergebrannt ist die Stätte. In den öden Fensterhöhlen wohnt das Grauen und des Himmels Wolken schauen hoch hinein.“ Die Speisekammer blieb unbeschädigt. Ich ging aber bald wieder nach Hause.

Durch dieses Unglück waren wir zuerst in bittere Not geraten und obdachlos geworden. Es war ungefähr eine Woche vorüber, da fanden wir durch manches Hin- und Herreden Unterkunft bei meinem Onkel. Nach einigen Wochen hatten wir die Not fast wieder überwunden. Bei diesem Brand vermutete man Brandstiftung.

                                           ...geschrieben von Alma Beenk, 26.1.1926

 

Hof Schrum   

Ein Bild aus dem Jahr 1957 zeigt den ehemaligen Hof Schrum mit der alten Scheune (später wg. Baufälligkeit abgerissen, auf dem Bild 2 oben, rechts vom Haus zu sehen) direkt an der Straße und mit dem neugebauten großen Viehstall am Haupthaus. Links neben diesem Stall stand einst die alte Kate.

 

...

 

Der Amselweg

Nördlich der Bahn gab es einst keine Häuser. Das erste Haus auf dem Saar war das Haus Nr. 18 (siehe 2. Karte weiter unten, rote Zahl, heute T. Gladisch, früher Heesch), gebaut zwischen 1850/60, an der Einmündung zum heutigen Amselweg.

Diese Karte von 1880 zeigt nur ein Haus nördlich der Bahnlinie an der heutigen Straße Saar. Straßennamen wurden erst 1980 festgelegt.

Ausschnitt 5

Das nächste Haus entstand um 1880 (siehe Karte nä. Bild, Nr. 27, rot geschrieben). Hier lebte die Familie Gier. Auf einer alten Postkarte wird es das Jägerhaus genannt (siehe Hausgeschichte Saar 21).

Dann folgten ab 1908 nach und nach alle anderen Häuser, wie sie auf dem folgenden Kartenausschnitt verzeichnet sind (die ganze Karte findet man im Flur der Mehrzweckhalle, Eingang Ost. Sie wurde 1996/97 von Erh. Marxen erstellt).

Saar Häuser 1960

Das etwas abseits, am Waldrand liegende Haus auf der westlichen Seite (hinter dem ersten Haus am Saar), heute Amselweg 1, wurde wahrscheinlich um 1923/24 herum gebaut von

Wilhelm Bremer. Er war Stellmacher und betrieb hier einen Holzhandel und eine Stellmacherei.

           Folgende Informationen hat Herr Pastor Rothe, Todenbüttel, aus den Kirchenbüchern herausgesucht:

Wilhelm Bremer   *1894 +1962       verheiratet mit        Anna Sophie *1896, in Beringstedt, geborene Kroll, gestorben 1991 in Beringstedt.

                              Sie wurde 95 Jahre alt und war die Tochter von Ernst und Trina Kroll, geborene Kock, ebenfalls in Beringstedt geboren.

    • Kroll, siehe Birkenweg 6. Der Vater -Maurer- baute dort das Haus in dem heute Annelene u Wulf Illing wohnen. 
    • Kock - wo wohnte ihre Familie ??? muss noch geklärt werden, falls möglich

 

 Diese alten Rechnungen fand Ingrid Martens bei der Durchsicht alter Unterlagen (2021) und stellte sie für die Chronik zur Verfügung:

Wilhelm Bremer Holzwaren u Stellmacherei Rg von Mai 1949 für website             Wilhelm Bremer Holzwaren u Stellmacherei Rg 1 von Dez 1951 für website              

 

In dieser Stellmacherei arbeitete Herr Kuchenbecker viele Jahre         (Zeitungsartikel suchen, der hierzu geschrieben wurde)

Neben der Stellmacherei hatte die Familie Bremer eine Nerzfarm und viele Hühner.

Nach dem Ableben von Herrn Bremer wurde ab 1967 auf seinem ehemaligen Grund und Boden ein Neubaugebiet erschlossen, sowie eine Straße gebaut. Diese heißt ab 1980 offiziell:    AMSELWEG

Zu den ersten Neubauten gehören:    

                         1968                                       Amselweg 10                                 Kaiser

                         1968/69                                  Amselweg  11                                Kröber                           

                         …                                           Amselweg   9                                 Klinger                                    

                         1969                                        Amselweg   7                                Kropius

                         …                                            Amselweg   5                               Rößler                                 

                         1968/69                                  Amselweg   2                                Lassen           (Käte Lassen war eine geborene Bremer)   Herr Lassen war viele Jahre zuständig für die                                                                                                                                                      Aufsicht im Freibad Beringstedt               

Vier Grundstücke blieben zunächst unbebaut. Diese wurden dann bevorzugt an kinderreiche Familien vergeben und 3 davon dann auch zügig bebaut:

                         1970                                       Amselweg  4                                Familie Heitmann    (13 Kinder. Sie wohnten hier gemeinsam mit den Eltern)

                                                                                                                            - später dann Eric Houtcouverture (Franzose) 

                         1970                                      Amselweg  6                                Familie Gröll             (8 Kinder)                          

                         1970                                       Amselweg  8                                Fam. Selnow           (8 Kinder)                         

Gut 20 Jahre später folgte dann der Neubau von:

                         1994                                       Amselweg    3                            Wöbcke                 Bevor dieser Neubau entstand, wurde das Grundstück von den Anwohnern gerne als Treffpunkt für ein Maifeuer genutzt (Info von Annelene Kröber)

Weitere gut 10 Jahre später kam ein weiterer Neubau hinzu

                         2006                                         Amselweg  1 c                          Breiholz

 

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DRK – Ortsverein              Beringstedt - Todenbüttel

-Bei diesem Bericht hat Renate Keller mit vielen Informationen und Bildern helfend beigetragen-

 

Bereits gleich nach dem 2. Weltkrieg hatte Wilma Illing den DRK-Suchdienst übernommen. Diese Arbeit gab es schon länger. Sie wurde von freiwilligen Helfern wahrgenommen sowie von Mitgliedern des Vaterländischen Frauenvereins. Hauptaufgabe war Hilfe für Flüchtlinge, die Unterkunft und Nahrung finden müssen.

1948  wurde von Wilma Illing ein sogenannter Stützpunkt ins Leben gerufen. Die Aufgabe war damals die Familienzusammenführung nach dem 2. Weltkrieg. Heimkehrerbetreuung, Umsiedlungshilfe und die Unterstützung alter, alleinstehender Menschen gehörten ebenfalls zu den Aufgaben. Auch eine provisorische Kleiderkammer wurde eingerichtet. Auf dem Gebiet des Jugendrotkreuzes fanden viele Aktionen statt.

Dann kam die Kinder-Landverschickung, die Sozialarbeit und die Mutter-Kind-Kuren dazu.

Später wurde dann noch die Seniorenarbeit (Besuche zu hohen Geburtstagen und Weihnachten) sowie das Blutspenden (2mal pro Jahr) die Hauptaufgaben. Dies geschah in Zusammenarbeit mit Todenbüttel und wurde wechselseitig in den Orten durchgeführt.

Gründungsmitglieder:     ??

2009 wurde das 50-jährige Jubiläum (eigentlich 51 Jahre) vom Ortsverein und das 30-jährige Jubiläum der DRK-Bereitschaft groß gefeiert in der Mehrzweckhalle in Beringstedt.

JubiläumsfeierDRK

 

Beim Amtsfeuerwerfest in Hohenwestedt

Beringstedter Feuerwehrgruppe 1 / 8                                  ( - mit der alten Spritze - )

FeuerwehrinHohenwestedt

Dieses Bild wurde von Renate u. Werner Keller zur Verfügung gestellt (2022).

 

von links:                   Hans Fischer                         Gruppenführer

                                  Adolf Keller

                                  Ehler Holm

dahinter                    Johann Schröder

... von den Anderen sind die Namen (noch) nicht bekannt, weil die Gesichter verdeckt sind.

... wann wurde das Bild aufgenommen ?

 

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Anne Marie Wieben, Berinstedt, 8.12.1936                              (Anmerkung: Max Göttsche, Lehrer in Beringstedt seit 1914, Anne Marie Wieben war 11 Jahre alt, als sie dies schrieb)

Am 2. Oktober 1936 hatte unser Lehrer 30-jähriges Jubiläum er war also 30 Jahre Lehrer. Morgens hatten wir einen Ausflug, als wir wieder zurück kamen machten wir eine Flaggenparade. Nach dem sind wir auf dem Schulhof photografiert von Lehrer Göttsches Tochter Helmi. Es ist unter einer Linde, unser Lehrer Göttsche steht mitten zwischen seinen Schülern. Ich liege auf der Erde, vorne an die letzte auf der ersten Seite.

30 jährigesJubiläumLehrerGöttsche 3 

 Ein Bild aus dem Album der Familie Wieben, zur Verfügung gestellt von Ute Bast, geb. Kröger,Tönning)

 

 

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Die Kate vom ehemaligen Hof Sachau

Haus Wittenberg

Dieses Bild ist ein kleiner Ausschnitt eines Luftbildes vom Hof Kühl (Alte Dorfstr. 3, zuvor Hof Sachau) aus den 1950er Jahren

Das Haus gehörte einst zum Hof Sachau (später Kühl). Der letzte Hofbesitzer aus der Sachau-Familie war

Markus Sachau

Er verstarb ohne leibliche Erben im Jahr 1929 und sein Hof ging in den Besitz von

Lene Sierk         (In der Marsch 7, Hof Ruge) über.

In der Dorf- und Schulchronik steht geschrieben:

1929                    Joh. Schröder zieht in das Sachau´sche Haus.

30.1.1930            Das Wetter war im Januar sehr milde. Bis jetzt sind einige Pferde den ganzen Winter draußen gewesen. Die größte Kälte war im Januar -3° C, jedoch hielt der                                      Frost nur 3-4 Tage an.

                           Johann Schröder wohnt jetzt in Sachau´s Kate.

27.9.1933           Roch Betka zog in Sachau´s Haus.

3.5.1934             Jonasson zog in Sachau´s Kate         (Die Oma von Alwine Klein, geb. Hartig, Alwine Hartig, war eine geborene Jonasson.)

 

1960     Das Altenteilerhaus vom Hof Sachau verkauft Frau Sierk 1960 an

                John Hilken

                …

als Besitzer folgt

…            Kurt Wittenberg

 

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Baujahr  unbekannt, wahrscheinlich zwischen 1900 und 1905

Steinbergstraße12

Wohnhaus der Familie Kühl (Bäckerei und Laden befanden sich im Nebenhaus, Steinbergstr. 10)

Bild unten: Alwine Kühl mit ihren Kindern:  Willi Kühl, Margareta *1907 (später Butenschön) und Else (später Kurdts)

 vor der Ladentür der Bäckerei im Nebenhaus    

Oma von Rolf Kühl Alwine sein Vater Willi und Schwestern Gret

       

Betka            Roch und Anna, geborene Hartig

                         Kinder:           August                                          - hat später eine Autowerkstatt in Niebüll

                                                  Rudi                                           - Friseur in Hademarschen

                                                  Peter                                         - Schneiderei in HH, als Rentner wohnt er in Ahrensburg

                                                  Alwine Marianne                       - gestorben mit 5 Jahren

 

   `Tante´ Betka (Anna) wurde 94 Jahre alt.

                                                 

  Roch und Anna Betka                    Alwine Betka für website               

 

Nächste Besitzer werden:                       Meissner

Neuer Besitzer wird                                 Christian Holst

 

                   Er vermietet das Haus, wohnt -privat- im Haus Steinbergstraße 18

 

 

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Beringstedter Heimatbuch 1, Seite 76 u 77

In die Tür einer alten, mit Stroh gedeckten Kate trete ich und gelange auf eine große Diele. Ein feiner grauer Rauchschleier umdringt mich. Wie ist das eine unangenehme Luft! Langsam gehe ich auf der allmählich dunkler werdenden Diele entlang und trete durch die Küchentür in die Küche. Aha! Die Hausfrau sitzt am rötlich bemalten offenen Herd und kocht die Abendsuppe. Auf dem Herde steht ein kleiner, eisener Dreifuß. Darunter flackert ein lustiges Feuer und auf dem Dreifuß steht ein schwarzer Kochtopf. Die hellen Feuerflammen schlagen gegen den Topf und es bildet sich Rauch. Dieser fliegt nach oben in einen Schwibbogen. Von hier geht er durch kleine, dreieckige Löcher nach der Diele. An der Decke der Diele hängen an einen Wiemen (*) viele Würste, Schinken und Speck. Langsam zieht der Rauch dazwischen durch und durch die Balkenluke auf dem Boden. Gerade über der Luke an einigen Wiemen hängen auch Würste und Schinken. Alle Bretter und Balken sind schwarz geräuchert. Auch sogar das Dachfenster ist vom Rauch angeschwärzt. Die Decken der Küche und der Diele und des Bodens sind so schwarz, als wenn sie angeteert wären. Weil es hier im Rauchhause nicht so freundlich aussieht, als in einem anderen Hause, möchte ich nicht gerne darin wohnen.

angefertigt am 27.4.1922 von Margarete Lamprecht

abgeschrieben von Alma Schröder

(*)  Wiemen  = Sitzstange für Hühner      und/oder      Lattengerüst zum Aufhängen von Fleisch (räuchern)

 

Eine dieser alten Räucherkaten lag `Am Wischhof´. Es stand zwischen dem Hof Schipmann und dem Hof von Ehler Holm (heute Detlef Holm):

Räucherkate Sievers 2 

Auf dem folgenden Bild sieht man die Speckseiten an der Decke hängen:

Herd Göät und Hörn

 

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Beim Nachstopfen der Schwellen

  • Aufsatz eines Beringstedter Schulkindes

Es war die rechte Zeit, daß die Eisenbahnstrecke zwischen Beringstedt und Beldorf erneuert wurde. Denn der stetig steigende Verkehr erforderte unbedingte Besserung des Schienenstranges. So wurde dann im Mai 1929 mit den Vorarbeiten begonnen. Im September wurde die Strecke provisorisch fertiggestellt.

Von Ferne schimmern die vereinzelten Lichter von Beringstedt gespensterhaft in den anbrechenden Tag hinein. Im Osten dringt das blutige Rot durch den fahlgrauen Wolkenschleier hindurch. In den moorigen Wiesen liegt der Nebel. Nichts als die plötzlich in der Ferne auftauchenden Lichter und das markerschütternde Pfeifen des Zuges erinnert an das Schwinden des Landfriedens. Allmählich weicht die Nacht. Auf dem Bahnhof stehen kräftige Gestalten in lebhaftem Gespräch beieinander. Ganz in der Nähe beginnt plötzlich ein nahendes Geknatter: Die Stopfmaschinen beginnen ihre Tätigkeit. Alles geht langsam der Arbeitsstätte zu. Angelangt wird sich der überflüssigen Kleidung entledigt. Die auf den Schwellenköpfen liegenden Krugg-Stopfmaschinen verursachen einen Höllenlärm, sodaß sich die Arbeiter, um sich verständigen zu können, der internationalen Zeichensprache bedienen müssen. Noch kann mit der Maschinenarbeit nicht begonnen werden, denn das hat die vorschriftsmäßige Tourenzahl 200 (in der Sekunde) noch nicht erreicht. Endlich nach langem, ungeduldigem Warten, wird das Zeichen zum Angangen gegeben. An jedem Stopfer reißen 2 Mann Bedienung die einzelnen Stopfkolben hoch, halten die Mündung vor die Schwelle und werfen ihr ganzen Körpergewicht auf den Apperat. Ein Zittern durchläuft den Körper. Mit dumpfem Gesichtsausdruck starren sie auf den Kolben, der sich an dem starren Ende der Schlauchleitungen blitzartig auf- und abbewegt. Den Arbeitern fröstelt, doch bald ist das Gefühl der Kälte verschwunden.

Der Posten im warmen, wollenen Mantel sieht frierend und gelangweilt den Arbeitern zu. Neben den Maschinen stehen die Kannen mit Brennstoff, womit die Tanks der Maschinen nachgefüllt werden. Kurz vor der Arbeitsstelle steht eine Sirene, bestehend aus einer Kohlensäureflasche mit Signalhorn. Ab und zu schaut der Arbeiter auf die Uhr, damit die Leute pünktlich vor ihrer anstrengenden Arbeit abgelöst werden. Jedesmal schauen ihn fragende Gesichter an.

So wird die neugelegte Strecke Beringstedt – Beldorf, damit die Züge hier sicher passieren können und die Strecke dauerhaft wird, nachgestopft.

gez.  Willi Pabelik

 

Hr Hadenfeldt und Arbeiter an den Schienen

Ganz links: H.D. Hadenfeldt. Er stattet den Arbeitern einen Besuch ab.

 

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Schießstand des Kriegervereins                       im Ellerrehm (Wald)

Am 12. Januar 1907 wurde hierorts ein Militärverein Beringstedt gegründet, dem sogleich 39 Mitglieder beitraten. Ich (Dorflehrer Thomsen ) wurde einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Gerne führe ich das Amt, das ich im Todenbüttler Kriegerverein 16 Jahre lang verwaltete, im neuen Beringstedter Militärverein weiter.

(Quelle: die erste Schulchronik 1884 – 1928)

Das Jahr 1912 brachte dem Ort wieder eine große Feier. Am 15. Juni erhielt der hiesige Militärverein eine neue zünftige Fahne. Die Einwohner B. hatten sich redlich Mühe gegeben, dem Orte ein festliches Gewand anzulegen. Eine große Zahl von Ehrenpforten war errichtet worden. Wohin das Auge blickte, flatterten die schwarz-weiß-roten Fahnen stolz im Winde. Am Vorabend des Festes fand ein Kommers statt, an dem auch der Ehrenvorsitzende Lehrer Thomsen aus Hüllerup teilnahm. Im Anschluß daran folgte ein Fackelzug durch den Ort. Leider trug die Witterung zur Erhöhung der Feststimmung nicht bei. Am Vorabend tobte ein fürchterlicher Sturm, dem die bei den beiden Gastwirtschaften errichteten Zelte kaum widerstehen konnten, und am Hauptfesttag entluden tiefdunkle Wolken ihren Inhalt in gar überreichem Maße. Trotzdem hatte sich eine große Menschenmenge eingefunden, um dem feierlichen Weiheakt auf Ruge´s Koppel (heute Schulberg) neben dem Schulplatz beizuwohnen. Herr Pastor Clausen Todenb. hielt einen Festgottesdienst ab, worauf Oberstleutnant Fellinger aus Rendsburg die Weiherede hielt. Während dieses Hauptaktes brach lachend die Sonne durch das Gewölk, um dann für den Rest des Tages hinter regenspendenden Wolken sich zu verstecken, wodurch der festliche Umzug durch den geschmückten Ort sehr beeinträchtigt wurde.

Im Vorstand im Kriegervereins war viele Jahre Johann Detlef Reimers (Am Wischhof 11) tätig. Er hatte beim Inf. Regmt. 85 in Rendsburg gedient. Er stirbt 1918.

1924 ließ der Kriegerverein das Ehrenmal zur Erinnerung der Toten des 1. Weltkriegs errichten.

Einträge in der Dorf- und Schulchronik (1929 – 1964):

Juni 1929

Das diesjährige Sommerfest des Kriegervereins verregnete zur Freude der Landleute, denn der Regen war sehr notwendig.

Am 9.7.1929 ereignete sich in unserem Dorfe ein großes Unglück. Ein Schüler machte folgen Bericht, der in der Dorf- und Schulchronik festgehalten wurde: Ehler Ruge ging mit seinem Freunde Dr. med. Struck zum Scheibenstand, um hier eine Flinte einzuschießen. Sie gingen unter munterem Gespräch hin. Wie sie beim Scheibenstand angelangt waren, verabredeten sie sich etwas. Ehler Ruge ging oben nach der Scheibe, um sie aufzustellen. Nun stellte Herr Ruge die Scheibe auf. Als sie noch nicht ordentlich stand, ging er hinter die Scheibe um sie an das Dach zu lehnen. Ob er vorher gewinkt hatte, ist nicht bekannt. Da gab Dr. Struck den Schuß ab und die Kugel traf Herrn Ruge in den Leib. Der Arzt lief nach Herrn Ruge. Als er das Unglück sah, lief er in das Dorf, zuerst nach K. Wieben, dann zu meinem Vater (Hans Wendell). Mein Vater lief gleich nach der Unglücksstelle. Herr Ruge hatte keine Schmerzen. Mein Vater hatte noch sehr lange mit ihm gesprochen. Einige Leute holten die Krankenbahre von der Bahn. Wie sie kamen, legten sie ihn hinein und trugen ihn aus der Kuhle. Oben war Dr. Struck schon mit den Verbandsstoffen und Herr Ruge wurde verbunden.  Vorher hatte er noch mit seinem Sohn Walter gesprochen und zu diesem gesagt: „Hole deine Mutter! Einen Augenblick darauf trugen ihn einige Männer nach Hause. Als sie bei Schütt waren, starb Herr Ruge. (gez. H. Wendell)

Am Sonntag, den 1.12.1929, fand in der Gastwirtschaft von Ww. Voß der diesjährige Kriegervereinsball statt.

12.5.1930      Der Schießstand des Kriegervereins wird der Vorschrift nach entsprechend ausgebaut.

Am Montag, den 25.5.1930 war in Beringstedt das Kriegerfest. Gleichzeitig wurde der neue Schießstand eingeweiht.

17.1.1931      Vom Kriegerverein wurde ein Deutscher Abend veranstaltet.

 

 

Vom dem ehemaligen Schießstand im Wald sind heute nur noch Ruinen übrig:

Schießstand Ruinen für website    ehemaliger Schießstand im Ellerrehm für website

Wenn man abwärts blickt, erkenn man noch schwach die Schießmulde zum tiefer liegenden Ziel. 

Schießstand Ruinen unterer Teil 2 für website  ... hier wurden die Zielscheiben aufgehängt, als die Mauern noch standen.

   

Der Kindergarten hat hier nun seinen Anlaufpunkt, wenn es für die Kinder heißt: Heute ist Waldtag! Dieser findet gewöhnlich einmal pro Woche statt.

 

 

...

                         Hof Timm 

Hof Wobig für website

 

1740      Jacob Timm

1797      Hans Timm         dieser kauft von   Paul Ohlen    das Haus mit Schmiede          und 14 Tonnen Land für 1750 Courant.

1820                                  am 7.2. stirbt der Witwer Hans Timm im Alter von 63 Jahren (demnach ist er 1757 geboren). Seine Frau Trina war eine geb. Otten und ist schon früh                                                      verstorben

                                               Kinder:                 Antje    verh. mit Hans Detlef Ploog in Beringstedt

                                                                           Samuel                *1792

                                                                           Hermann             *1796

                                                                           Hans                    *1800

                                                                           Lisbeth                 *1802   

                                                                               … zu diesem Zeitpunkt alle ledig

1853      Samuel Timm    *1829 +1918  

                                               1857 heiratet er Wiebke, geb. Harms (vom Hof Harms, In der Marsch 5)

                                               Er war von großer, imponierender Gestalt und freiwilliger Teilnehmer am Aufstand von 1848. Er kämpfte mit bei Fredericia und Idstedt.

Zum Besitz gehörte neben einer Altenteilerkate auch das spätere Haus Keller. (stimmt das ???)

            1888     heiraten Friedrich Heinrich Wilhelm Wieben *1860, Viehhändler und Schlachter in Beringstedt,

Sohn des Jasper Hinrich Wieben aus Hohenaspe, jetziger Käthner und Schlachter in Todenbüttel und der Metta Wilhelmine Maria, geb. Anders.

und Anna Wiebke, *1856 in     Beringstedt,

eheliche Tochter des Jürgen Horstmann (siehe Hausgeschichte Wischhof 13, heute Keller) daselbst und der Thrina, geb. Timm

 

Aus einer Seitenlinie der Fam. Timm kam der stark verkrüppelte frühere Dorflehrer Hinnerk Timm, der bei den Bauern reihum beköstigt wurde und im Armenhaus starb.

1876      Claus Holm        Gemäß einer Liste, die 1876 aufgeschrieben wurde von Jacob Ruge, gehört dieser Hof zu dieser Zeit Claus Holm

1886      Hans Timm         Der Sohn (?)  

              Jakob Timm       ist verheiratet mit Alwine. Sie haben keine Kinder.

 

Vor der Jahrhundertwende und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sprach es sich bei den Kinderlosen schnell herum, daß es in den Waisenheimen der Großstädte viele Voll- und Halbwaisen oder uneheliche, lästige Sprößlinge gab. Es war ja nun bestimmt kein verwerfliches Unterfangen, elternlose, uneheliche oder verstoßene Kinder, vorzugsweise Knaben, in einem bäuerlichen Haushalt aufzunehmen. Aber es muss gesagt werden, daß der humane Gedanke bei den Gasteltern nicht immer ausschlaggebend war. Ausnahmen hat es natürlich auch hier gegeben. Oft ging es aber darum, eine billige Arbeitskraft zu gewinnen. Außer für Kleidung und Nahrung erforderte die Aktion ein Kind aufzunehmen keine besonderen Ausgaben. Mit der Kleidung wurde ohnehin kein Aufwand getrieben, allenfalls gab es größere Ausgaben, wenn die Konfirmation anstand. Schuhwerk war kaum nötig, denn von Mai bis Oktober liefen die Kinder barfuß und im Winter trug man Strümpfe und Holzpantoffeln. Bei der Nahrung kam es an den Bauerntischen auf einen Esser mehr am Tisch niemals an. Die Beschäftigung dieser Kinder war problemlos. Man brauchte Hütejungen, Pferdejungen, im Sommer Hilfe bei der Ernte von Heu, Getreide, Kartoffeln, Rüben, im Winter beim Dreschen, Häckseln, Viehfüttern, Melken und Ausmisten. Auf diese Weise konnten die Ausgaben für Knechte oder Tagelöhner eingespart oder doch wesentlich gemindert werden. Es war höchst einfach an eine solche billige Arbeitskraft heranzukommen. Die Bauern wandten sich an den Lehrer Johann Lipp in Seefeld (im Ruhestand war er in Beringstedt ansässig) und dieser hatte die Verbindung nach Kiel usw. und importierte diese Jungen schnellstens. Nur der gesetzliche vorgeschriebene Schulbesuch war für die Gasteltern eine lästige Beigabe; aber auch dieses Hindernis ließ sich -im Sommer- leicht überwinden. Sie wurden vom Schulunterricht dispensiert und brauchten im Sommerhalbjahr die Schule nur am Mittwoch und Sonnabend vormittags besuchen. Das Dispensieren vom Schulbesuch hatte einen doppelten Vorteil: Einmal wurde die von den Jungen geforderte Arbeitsleistung nicht durch den werktäglichen Schulbesuch und den Hausaufgaben beeinträchtigt, zweitens blieb das Schulwissen der dispersierten Jungen nur sehr lückenhaft, eher dürftig. Die Folge war, daß sie nach der Schulentlassung nur selten eine Lehrstelle fanden und damit zwangsläufig der Landwirtschaft als Arbeitskraft erhalten blieben. Allerdings gab es auch vereinzelt Ausnahmen. Einer davon war Alfred Mahl, Jahrgang 1896, und bei Hans Timm als Gastkind aufgenommen worden. Er war mittelgroß aber ausgesprochen kräftig. Das Lernen fiel im leicht und das Schulwissen fiel ihm nur so zu. Trotz der harten Arbeit auf dem Hof Timm hatte er eine ausgeprägte schöne Handschrift. Bei allen Lehrern blieb er unangefochten Klassenerster. In einer besinnlichen Stunde erzählte er uns, daß er praktisch keine Eltern mehr habe. Sein Vater habe in seinem Beisein bei einem heftigen ehelichen Streit mit der brennenden Petroliumlampe nach seiner Mutter geworfen, wobei die Mutter umgekommen sei. Sein Vater wurde zu vielen Jahren Gefängnis verurteilt und so sei er ins Waisenhaus gekommen und von dort durch den Lehrer Lipp an das kinderlose Ehepaar Timm nach Beringstedt vermittelt worden.

Nach seiner Schulentlassung ging Alfred Mahl zu einer Unteroffiziersvorschule (nach Jülich oder Annaberg im Erzgebirge). Während des 1. Weltkrieges war er bei der Feld-Gendarmerie. Danach ging er zur Polizei und stieg hier bald zum Polizeimeister und Revierführer auf. Als solchen traf ihn mein Bruder Willy später in Halle (Saale). Alfred Mahl soll nach dem 2. Weltkrieg noch einmal besuchsweise in Beringstedt gewesen sein.

Aufgeschrieben von Otto Bolln *1900 in Beringstedt und -in seiner Kindheit- Nachbar zum Hof Timm.

In einer Liste erwähnt Otto Bolln weitere Gastkinder, die in Beringstedt untergekommen sind. Auf die Vollständigkeit dieser Liste erhebt er jedoch keinen Anspruch, wie er selber schreibt:

                                Carl Dahm                                              bei Samuel Timm

                                Adolf Krause                                           bei Claus Martens

                                Hermann Krause                                    desgl.

                                Wilhelm Sebra (Hermann)                     bei Hinrich Holm

                                ….   Beuck                                             bei Jürgen Bruhn

                                ….  Prüss                                               desgl.

                                ….  Lehmkuhl                                        bei Jürgen Hadenfeldt

                                Hans Eckmann                                      bei Wohlers – Schrum

                                Johannes Eckmann                              Jacob Harms

                                Carl Christiansen                                   bei Hinrich Holm

                                Jürgen Ahrens                                        bei Claus Martens

                                Alfred Mahl                                             bei Hans Timm

                                Hans Turowski                                        desgl. (nach Alfred Mahl)

                                Karl Bugdahn                                         bei Heinrich Schrum

 

In die Dorf- und Schulchronik wird im Jahr 1929 folgender Eintrag geschrieben:

Am 21.1.1929 ab 12 Uhr mittags verkaufte Landmann Hans Timm, hier, das meiste lebende und tote Inventar öffentlich an den Meistbietenden. Die Preise waren hoch. Die beste Kuh kostete 685 M., zwei Pferde 550 M., 100  (altes Zeichen für Pfund = 0,5 kg) Runkelrüben 0,90 M., 100 (Pfund) Häcksel 6,50 M. Milchgig 540 M.

Am 16.12.1929 feierten die Eheleute Timm das Fest der silbernen Hochzeit.

Zum Hof von Hans Timm (Seegen 2) gehörte einst eine -nicht mehr vorhandene- Strohdach-Kate. Diese Kate wird erwähnt in einem Bericht von Otto Bolln über den Tagelöhner Christian Passig. Er schreibt:

Ein Original eigener Art war der Tagelöhner Christian Passig, der in Hans Timm´s Strohdachkate (nicht mehr vorhanden) wohnte. Er war von imponierender Gestalt, mit riesigen Händen und ebensolchen Körperkräften. Stets ging er ohne Kopfbedeckung, was außer ihm niemand im Dorf tat. Sicher war er ein guter und wohl auch fleißiger Arbeiter, der nie Ermüdungserscheinungen zeigte. Er und seine Frau Lena, kurz „Kröschan und Lena“ genannt, hatten beide eine Abneigung gegen übermäßigen Waschwasserverbrauch. Wenn sie im Sommer am Abend staubig und verschwitzt vom Felde heimkehrten, dann wuschen sie sich nicht mit der Begründung, dass sie am nächsten Tag ja doch wieder staubig und verdreckt sein würden. Spülte dann bei der Ernte der Schweiß Rillen ins Gesicht, dann kam darunter die weiße Haut zu Tage. Krischan und Lena waren dann gestreift. Uns Kindern erschien die Logik der Passigs bezüglich des Nichtwaschens am Abend umwerfend, aber wir drangen bei unseren Müttern nicht durch, wenn wir es mit der passigschen Logik auch einmal versuchten. Wir mieden aber das Haus Passig, aus Furcht, dort einmal essen zu müssen, denn das Ehepaar Passig war kinderlos und meinte es sicher recht gut, wenn sie einmal uns Nachbarkinder füttern wollten. Christian Passig hatte einen unbändigen Appetit und die Frauen der Bauern fürchteten ihn als Esser, denn als Tagelöhner hatte er Anrecht auf Beköstigung oder auf einen höheren Tagelohn. Man sagte, dass er 50 Pförtchen auf einmal aß und ich selbst war Zeuge, als er bei Timms am Ostersonnabend (dann gab es Eier satt) 14 gekochte Eier vertilgte ohne Anzeichen einer annähernden Sättigung. Er rülpste dann nur ein- oder zweimal und später ließ er dann auch andernorts Töne frei, die weithin vernehmbar waren. Krischan und Lena waren ganz unbedarfte Leute. Lesen, Schreiben und Rechnen war nicht ihre Sache. Johann Schooster (er wohnte gegenüber in dem kleinen Haus, das zum Hof Wendell gehört) verstand es immer wieder Krischan etwas glaubhaft einzureden, was sich hinterher als derber Spaß oder als raffiniert angelegte Falle herausstellte, in die Krischan blindlings und gutgläubig hineintappte. So versprach Johann Schooster (er hieß eigentlich Schneider mit Nachnamen und war Schuhmacher) dem Krischan 5 Mark, wenn er ihm auf dem Moor 3000 Soden Torf an einem Tag graben würde. Das war für ihn eine Leichtigkeit und im Schweiße seines Angesichts schaffte er an einem Sonntag die Soden an Luft und Sonne. Johann Schooster aber zählte nach und stellte dann nur 2910 Soden fest. Krischan hatte eben seine Not mit den Zahlen in höheren Regionen. Johann Schooster sagte, Krischan habe die Bedingungen nicht erfüllt und er würde ihm nur 3 Mark (der übliche Tageslohn) zahlen und das gab es dann auch nicht in Bargeld, sondern dafür sohlte er ihm Stiefel mit minderwertigem Sohlleder. Das war sicherlich nicht die ganz stubenreine Art, die gutmütige Art dieser Leute auszunutzen. Aber solche derben Späße, von denen es noch viele zu berichten gäbe, waren an der Tagesordnung im Dorf.

Auf dieser alten Karte, veröffentlicht 1880, ist die Kate eingezeichnet: Dorfmitte mit Kate beim Hof Timm

1964      Alwine Timm     geb. Hein, Witwe, wird Besitzerin dieser Hofstelle.

                                               (Sie ist verwandt mit Dora Lütje, geb. Bolln, Mückenhörn 9.)

                Der Hof wird verkauft an

1968      Knuth       Volker und Gesje            Er ist Kaufmann. Seine Eltern besitzen einen Laden in Itzehoe. Er und seine Frau, `Kiki´ genannt, nehmen 2 Pflegekinder auf und                                                                                    haben eine leibliche Tochter.

                                                                        Das Haus wird neu eingedeckt.

Nächste Besitzer werden

                Wobig                  …

 Hof Timm Seegen 2     Google Maps 2021

 

 

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Johann Schneider             ein Beringstedter Original

genannt „Johann Schooster“. Er war im fränkischen Marktbreit geboren und als wandernder Schuhmachergeselle in Beringstedt hängengeblieben. Er heiratete -wohl nicht ganz freiwillig- eine Tochter des Dorfes: Anna, geb. Sievers. In dem Haus an der Straße nach Seefeld, das jetzt dem Bauern Wendell gehört, richtete er eine Schusterei ein. Klein und dick von Gestalt und nie ohne Schürze, wie sie die Schuhmacher trugen. Ihn zierte ein in der Mitte geteilter Vollbart. Immer versuchte er jeden Gesprächspartner „auf den Arm zu nehmen“. Meistens bemerkten die Betroffenen erst später, daß sie einer Lügengeschichte aufgesessen waren. Es gab zahlreiche solche Anekdoten und Lügengeschichten. Neben der Schusterei hatte er die Feuerspritze zu betreuen und das Feuerhorn zu blasen und er hatte den Schlüssel zum Spritzenhaus in Verwahrung. Claus und Georg, seine beiden Söhne (beide im 1. Weltkrieg gefallen), hatten wenig Freiheit. Waren sie einmal nicht beim Haus und wurde der eine oder beide gebraucht, dann stellte sich „Johann Schooster“ vor die Tür und pfiff durchdringend auf einem Kofferschlüssel, weithin hörbar. Georg und Claus mußten dann alles stehen und liegen lassen und nach Hause galoppieren, sonst gab es Schläge mit dem Spannriemen. Der größte Teil seiner Kundschaft war in Seefeld zu Hause. Für den Weg dahin benutzte er ein Fahrrad. Hinter dem Fahrrad hatte er einen kleinen Handwagen mit einem Tau verbunden, in dem er alles was sich so zu befördern ergab, transportierte: Ferkel, Kleinkinder, Rübenpflanzen, Sohlleder, Hühnerfutter, auch Äpfel und Birnen. Bevor er abfuhr hieß es stets: „Georg, Claus, putzt mir mal das Rad!“. Er sprach ein Gemisch aus Hochdeutsch, Plattdeutsch und Fränkischem. Auch wenn sonntags ausgefahren wurde, geschah dies per Rad und immer mit dem hinter seinem Fahrrad rasselnden Handwagen und so waren sie immer schon von weitem wahrzunehmen. Während des ersten Weltkrieges wurde viel „schwarz“ gebuttert, denn Butterfässer der alten Art gab es noch überall. Ein Beringstedter ging oft zu Fuß nach Seefeld, um dort Butter zu holen. Johann Schooster wußte dies und nötigte den betreffenden herein, wenn er zurückkam. In der Schusterstube verwickelte er ihn in ein langes Gespräch und nötigte ihn neben den Ofen, den er gewaltig nachheizte. Immer wenn es dem Wanderer zu heiß wurde, nötigte er ihn wieder zum Hinsetzen und heizte nach, bis dem Besucher die Butter in der Tasche schmolz.

Bei den Gesprächen am „Buschdiemen“ waren solche und ähnliche Geschichten immer wieder Gesprächsthema.

(Dieser Bericht wurde verfaßt von Otto Boll *1900 in Beringstedt, Mückenhörn 9)

In der Familie Wendell hieß das kleine Häuschen noch lange: die Schusterkate, obwohl die Bewohner Schneider hießen.

 

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Von Holz- und Waldwirtschaft

geschrieben von Otto Bolln (geb. 1900 in Beringstedt):

Im Gegensatz zu dem Lande Dithmarschen war Holstein reich mit Waldbeständen gesegnet.

Der sogenannte „Rendsburger Wald“ reichte einstmals von Jevenstedt bis vor die Tore Beringstedt.

Heute ist von ihm nur noch der kümmerliche Rest in Form des Forstes Barlohe (auch Haaler Gehege genannt) vorhanden. Rodungen, Waldbrände, unvernünftiges Abholzen, Windeinbrüche, das Köhlern und der stetige Bedarf an Bau- und Brennholz ließen den Bestand an brauchbarem Nutzholz schnell zusammenschmelzen. Schon im späten Mittelalter kamen den Verantwortlichen starke Bedenken. Im 17. Jahrhundert wurde daher verordnet, daß jedes junge Paar je nach Vermögen 2 bis 20 junge Bäume pflanzen mußte. Erst wenn dies nachgewiesen war, gab es die Heiratserlaubnis. Es mußten gepflanzt werden von

                                                         wohlhabenden Brautleuten                      Eichen und Obstbäume

                                                         mäßig begüterten Brautleuten                 Buchen

                                                         weniger begüterten Brautleuten              Kiefern und Erlen

Für die jungen Brautleute war der Ort der Anpflanzung genau vorgeschrieben.

 

Für Holzdiebe gab es harte Strafen, so z.B. beim Amt Rendsburg im Jahr 1731 für Holzdiebstahl das Spießrutenlaufen oder 8 -10 Tage Fronarbeit als Karrengeher, oft aber auch den Pranger (Kaak).

Nach Aufhebung dieses Zwanges wurde das Anpflanzen von Bäumen auch im 18. Und 19. Jahr-hundert noch beibehalten. So hat auch unser Großvater Hans Bolln, geb. 1811 in Reher, als er 1841 nach Beringstedt kam, noch Eichen und Kastanien um das Haus (Mückenhörn 9, siehe Bilder unten) herum gepflanzt, die z. T. auch heute noch erhalten sind.

In diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen, daß die eigentlichen Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Kiefern) erst verhältnismäßig spät in Holstein heimisch geworden sind. Die ersten Nadelhölzer sind 1595 in Breitenburg, wahrscheinlich auf Veranlassung der Rantzau´s, angebaut und dann verbreitet worden.

Zum Thema Wald- und Forstwirtschaft ist dann auch noch das „Borken“ zu erwähnen, das in meinem ersten Lebensjahrzehnt auch bei uns zu Hause noch gebräuchlich war, heute aber schon längst vergessen ist. Es handelt sich dabei um die Gewinnung von Eichenborke zur Lohgerberei. Sobald im Frühjahr die Eichen grünten und der Saft stieg, wurden in den Knicks und Kratts Eichenknüppel geschlagen und nach Hause geschafft. Auf dem Haushof wurde die Eichenrinde mit der stumpfen Beilseite losgeklopft und dann in möglichst großen Stücken abgeschält. Diese Rindenstücke wurden aufgestapelt, an der Luft getrocknet und dann gebündelt und schließlich zur Verladung an die Gerbereien abgeliefert, die die Lohe selbst herstellten. Beim Borken mußte die ganze Familie helfen und der scharfe aber keineswegs unangenehme Geruch haftete dann noch lange an Kleidung und Geräten. Größere Bauern zerschnitten die getrocknete Rinde noch mit dem Häckselschneider und ließen die Borke dann in den Lohmühlen mahlen und in Säcke füllen. Dieses Lohgerbermittel wurde gut bezahlt. Mit der Einfuhr von Quebracho aus Südamerika hielt dieser schlagartig auf. 1924 wurde im waldreichen Aukrug noch geborkt, denn im ersten Weltkrieg und später auch im zweiten Weltkrieg mußte wieder auf die Lohgerberei mit Eichenborke zurückgegriffen werden. In Ermangelung von Eichenrinde nahm man auch auf andere Baumrinden (z.B. Fichten) als Gerbemittel.

Mit den zurückgebliebenen blanken Eichenknüppel wurde der Backofen geheizt, weil damit eine besonders langanhaltende Hitze erzeugt werden konnte.

HausDoraLütjeMückenhörn   Mückenhörn9

Dieses Haus wurde 1998 wegen Baufälligkeit abgerissen. Es entstand ein Neubau.

 

 

...

Der Ellerrehm

so wird das Waldstück genannt, nordwestlich der Bahnlinie gelegen.

Ellerrehm Ausschnitt   Weg zum Festplatz Bild 1 für website

Wenn man hinter dem Raiffeisenturm fast parallel zur Bahnstrecke, den kleinen Fußweg durch den Wald entlang geht, kommt man nach ca. 50 Metern zu einer Stelle wo einst ein Festplatz für die Dorfgemeinschaft war.

ehemaliger Festplatz für website

Heute (2021) ist kaum mehr zu erkennen, dass hier einst ein Festplatz mitten in der Natur war. Die hier heute wachsenden Kiefern standen damals in der Nachkriegszeit noch nicht hier.

Auf einer erhöhten Stelle im lichten, von alten Bäumen beschattetem Waldstück fand jedes Jahr zu Pfingsten ein Sängerfest statt, veranstaltet vom Beringstedter Männerchor. Hierzu wurden auch 2 – 3 andere Chöre eingeladen. Die anschließende, abendliche Tanzveranstaltung wurde in der Bahnhofsgaststätte Ott oder in Schümann´s (später Lenschow´s) Gasthof abgehalten.

Friedenstraße 19

Stammstelle Hadenfeldt mit Brauhaus  Hadenfeldt der andere 

  

Zu dieser Zeit gab es auf dem Hof Hadenfeldt ein Brauhaus. Das Brauhaus wurde im Jahr 1914 vom Chronisten der Familie Hadenfeldt noch gesehen. Es war jedoch längst nicht mehr in Gebrauch und wurde als Abstellraum genutzt. Als 1921 der Hof teilweise umgebaut und erweitert wurde, wurde es abgerissen. Das Bier aus dieser Brauerei wurde damals bis nach Meldorf/Dithmarschen geliefert. Die Frau des nachfolgenden Hans Hadenfeldt stammt vermutlich aus Dithmarschen.

Hans Hadenfeldt                 *1662    er heiratet            Trinke(ihr Familiennahme ist leider unleserlich).

Sohn:     Hans Detlef          *1707   

Hans Detlef Hadenfeldt     *1707    heiratet                 Antje,     geb. Grabben aus Siezbüttel

                                               Söhne:   Claus      *1744

                                                               Hans       *1755    +1835, Hufner in Lütjenwestedt

                                               Tochter (?)                            Sie heiratet Eggert Holm aus Nienbüttel

Claus Hadenfeldt                *1744    + 5. Juni 1794      wurde 1765 Besitzer des Hofes       er heiratete

        in 1. Ehe                Wiebke Ott, Maisborstel   + 10.01.1777

                      2 Töchter:             Antje                     *17.12.1767         sie heiratet Ehler Holm

                                                   Margaretha            *03.03.1774         bleibt ledig           + 1808

                               Zweite Ehe mit     Antje      geb. Rohwer aus Breiholz

                                6 Kinder:               Claus                      *14.08.1780         heiratet 1807 Trina, die Tochter des Dingvogts

                                                               Jürgen                 *04.05.1783        +1865 82 Jahre alt, war 11 Jahre Soldat. Seine Nachkommen sind ausgewandert.            

                                                               Hans                       *31.05.1785         3. Hofstelle Hadenfeldt (Friedenstr. 16 -Solterbeck-)  1808 verh. mit Elsche Karstens 

                                                               Eva                      *08.12.1787         heiratet Samuel Ott, stirbt früh

                                                               Wiebke                 *10.10.1791         bleibt unverheiratet

                  Trina                    *05.11.1794         heiratet Cl. Treede aus Todenbüttel. Sie hatten eine Landstelle in Gokels, 1842

               

Bus-Haltestellen

 

1929

Seit dem 15.12.1929 fuhr ein Autobus von der neuen Linie Wilster – Legan  durch unser Dorf. Haltestellen sind bei Ott (Bahnhofs-Gaststätte, Saar 53) und Ralfs (Seegensgang 15).

 

Ein Schulaufsatz, geschrieben am 04.01.1946

Eine Fahrt mit dem Autobus

In der Nacht ist ein ziemlich starker Frost eingetreten. Dazu weht am andern Morgen ein eisiger Wind von Norden her über die kahlen Felder. Ich habe in der unweit entfernten Stadt einige notwendige Dinge auszurichten. Schon rechtzeitig mache ich mich auf den Weg. Bei Ruge ist die Haltestelle.Ich bin nicht die Erste, die auf den guten Bus wartet. Es stehen schon vier Personen mehr da. Eine ganze Weile habe ich so stillgestanden. Das gefällt den Füßen nicht, sie werden mir allmählich kalt. Ich gehe immer auf und ab und hin und her. „Och“, denke ich „heute bei so einer Bärenkälte wird der Bus wohl nicht so voll sein!“ Endlich kommt Bewegung in die Leute, die sich noch um einige gemehrt haben. „Kommt er?“ Ja, hurra, er kommt, unser guter Bus! Dieser Autobus fährt auf der Strecke Rendsburg – Hademarschen. Quiekend hält er still. Die Tür wird aufgeschoben. Und zu meiner großen Enttäuschung, alles ist überfüllt, die Leute stehen Kopf an Kopf. „Mensch, man vorwärts, ich will auch doch noch mit!“, denke ich, ….. hier endet die Seite ….

Viele Jahre lang gab es in der Friedenstraße 3, direkt an der Stallwand der Familie Trede, eine Bushaltestelle. Sie diente ab 1972 auch als Haltestelle für den Schulbus zur Dörfer-Gemeinschafts-Schule nach Todenbüttel.

 Bushaltestelle bei Trede 1   Bushaltestelle bei Trede     

Die Schul-Linden

Schule 01   Schule Schulberg 3

1905 wurden die Schul-Linden vor dem neuen Schulgebäude auf den Schulberg gepflanzt.

Ausschnitt einer Postkarte von 1907 (siehe Bild oben links und rechts später)

Auf dem Vorplatz der Schule war der Pausenhof. Frau Illing übt mit den Kindern einen Tanz. Im Hintergrund (Bild rechts) sieht man die Linden, die hier einst am Schulberg gestanden haben.

   Schule 02    Diareihe 6 007 2

Eintrag in der Dorf- und Schulchronik am 15.3.1944:                        Mehr Licht!

An der Südseite unseres Spielplatzes standen 8 Linden. Sie waren schon recht hoch und nahmen uns viel Licht. Mitunter mußten wir während der Schulzeit mitten im Sommer elektrisches Licht andrehen. In dieser Kriegszeit müssen wir aber Strom sparen. Am Dienstag d.W. wurden von einem Arbeiter und von einem gefangenen Russen jede zweite Linde gefällt. Eine fallende Linde hing sich in einer Stehenden auf. Diese zogen die Knaben mit einem Tau herunter. Ein heftiger Westwind half tüchtig. Die stehenden Linden wurden scharf ausgeputzt. Jetzt dringt wieder viel Licht in unsere Klasse.

Die Konfirmations Birken auf dem Schulberg

Fundzettel Birkenpflanzung für website

 

Als im Jahr 2011 die Gemeindewohnung neben der Feuerwehr aufgelöst und umgebaut wurde (zuletzt vermietet an Lothar Meller, davor an Kurt und Maria Köhler, heute Schulungsraum), fand man nach dem Herausnehmen des Fußbodens im Sandboden eine Flasche mit einem alten Schriftstück   aus dem Jahr 1936.   Darauf steht handgeschrieben mit Bleistift:

 

    (2)        Diese Birken wurden am 16. März 1936 von den Konfirmanden:

                                               Karl-Heinz Keller

                                               Ehler Holm

                                               Hans Detlef Ruge        gepflanzt

 

 

Flurkarte Beringsstedt 1024

Originalkarte in PDF zum Ausdrucken

 

Luftbild Beringstedt für website

...


 

Baugenehmigung für das Meiereigebäude in Beringstedt im Jahr 1887

Dieses alte Dokument ist ein Dachboden-Fundstück, das im Herbst 2020 im Haus Steinbergstraße 7 entdeckt wurde, als das Dach des Hauses neu eingedeckt werden sollte.

Genossenschaft 1887 A für website  Genossenschaft 1887 B für website

 

Übersetzung:

Königliche Regierung

   Aktenzeichen

Auf Ansuchen ertheilen wir Ihnen, vorbehältlich etwaiger Privatrechte dritter, die polizeiliche Erlaubniß, nach Maßgabe der hier angehefteten und angesiegelten Projektstücke und genau:

  1. deß Situationsplans
  2. der Handzeichnung mit Baubeschreibung
  3. der Kesselzeichnung
  4. der Kesselbeschreibung

einen Dampfkessel anzulegen.

                Wir bedingen hierbei jedoch, daß

  1. die hinsichtlich der Aufstellung von Dampfkesseln bestehenden Bestimmungen, in Sonderheit die Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 29. Mai 1871 / 18. Juli 1883 betreffen muß, die allgemeinen polizeilichen Bestimmungen über die Anlegung von Dampfkesseln, beachtet werden.
  2. die Normierung der Belastung des Sicherheitsventils behalten bleibt.
  3. der Betrieb der Anlage nicht eher begonnen wird, bis dieselbe durch den mit der Kessel__?__tions beauftragten Sachverständigen (erwiedert) und auf Grund der Bescheinigung desselben über die vorschriftsmäßige Ausführung die schriftliche Erlaubniß zur Inbetriebsetzung von der Polizeibehörde ertheilt worden ist.
  4. Durch Einrichtung der Feuerungsanlage oder dabei anzuwendende mechanische Vorrichtung, sowie durch Anwendung geeigneten Brennmaterials und durch langsame Bewartung auf eine möglichst vollständige Verbrennung des Rauches hingewirkt wird.
  5. Diese Urkunde sorgfältig aufbewahrt wird, ein Zerreißen derselben oder das Abtrennen von Projektstücken aber der Polizeibehörde das Recht verleiht, den Betrieb der Anlage ohne Weiteres zu zu inhibieren

Schleswig, den 17ten Mai 1887

Siegel

Königliche Regierung

Abtheilung des Inneren

(Unterschrift)

An

den Vorstand der

Genossenschafts Meierei

z. H. des Herren Hans Lucht

zu

Beringstedt

Kreis Rendsburg

 

 

Bei dieser Übersetzung im Nov. 2020 waren die Kenntnisse von Frau W. Küpers, beim Lesen der alten deutschen Schrift, sehr hilfreich.

 

Weitere Anlagen zu diesem Schriftstück:

Handzeichnung Meiereigelände 2 für website   Bauzeichnung Meierei für website

Dampfkessel Zeichnung 1 für website Dampfkessel Zeichnung 2 2 für website

 

... und die Genehmigung der Königlichen Gewerbe Inspektion zu Neumünster

Königliche Gewerbe Inspektion 2 für website

 

Die Baubeschreibung der unter Punkt 2 genannten Anlage: Handzeichnung mit Baubeschreibung, ist leider nicht mehr lesbar, sowie auch die Kesselbeschreibung (Punkt 4).

Link zur Meiereigenossenschaft


 

...

 

Die ersten Autos in Beringstedt waren

im Jahr 1929   gemäß der alten Dorf- u. Schulchronik waren dies :

 

Steyr                                        Besitzer: H. D. Hadenfeldt

N.S.U.                                       Besitzer: H. Harms

Opel -Bennabor-                      Besitzer:  K. Sievers

Opel -Bennabor-                      Besitzer:  K. Sievers

Brennabor                                Besitzer: Doktor Struck

Opel                                          Besitzer: Dallmeier

 

 Diese Dorf- und Schulchronik schrieb der damalige Dorflehrer (Max Göttsche) gemeinsam mit seinen älteren Schülern. Auch folgender Eintrag findet sich hier:

 

15.2.1930

In unserem Ort haben folgende Einwohner einen Radioapparat:

Hans Biß, Hans Dallmeyer, Ww Ruge, Johannes Dallmeyer, Hans Timm, Hans Sievers, Wilhelm Ralfs, Johannes Kracht, Wilhelm Jaap, Peter Sievers, Robert Pabelik, Fritz Harms, Hans Looft, Markus Rubien, Hinrich Voß (Ostermühlen), Schule

 

1954 gab es den ersten Fernseher im Dorf bei Kurt und Ilka Meier (Steinbergstr. 17). Die Übertragung der Fußball-Weltmeisterschaft war in diesem Jahr ein großes Ereignis und im Haus Meier war jeder verfügbare Platz belegt mit begeisterten Zuschauern.

Ebenfalls 1954 (im Juli) bekamen Hans Hadenfeldt und Ernst Butenschön einen Mähdrescher, der mit dem Trecker gezogen wurde. Dies ist der erste Mähdrescher in unserem Dorfe. Info aus der Dorf- und Schulchronik, der folgende Bilder beigefügt wurden:

Dreschmaschine 1955 Erster Einsatz 3   Dreschmaschine 1955 Erster Einsatz 6

 

...

 

Tanzschule mit Herrn Klaus Ruge

Wer kannte ihn nicht (?!) den Tanzlehrer Herrn Ruge. Er brachte den Kindern in den umliegenden Dörfern das Tanzen bei. Los ging´s mit "Hacke, Spitze, eins zwei drei..." bis hin zur Polonaise und dem "Langsamen Walzer" für die Fortgeschrittenen. Die Tanzkurse wurden in den jeweiligen Dorf-Gaststätten abgehalten. Ich selbst (Rita Bokelmann, geb. Heldt, aus Reher, Jahrgang 1962) habe in meiner Kindheit mindestens 3 x einen Tanzkurz bei ihm absolviert. Wenn der Tanzkurz zuende war -ich denke es waren 8 - 10 Übungsnachmittage-, dann kam zum Abschluß der Abschlußball. Hierzu waren alle Dorfbewohner eingeladen und alle Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten konnten den Fortschritt der Tanzschüler bewundern. Auch an die Kostüme für den "Bauerntanz" oder den "Minuett"-Tanz können sich sicherlich viele noch erinnern. Diese Kostüme waren Eigentum des Tanzlehrers und gingen mit zu den jeweiligen Abschlußbällenin den Dörfern, wo die Kinder sie dann anzogen und das Gelernte vortrugen. Wie hier bei diesen Bildern aus den Jahren 1957 und ´58 (zur Verfügung gestellt im Jahr 2017 von Rolf Ehlers -Sohn vom Dorflehrer-) :

1957 Abtanzball Annegret Wendell u Rolf Ehlers              1958 Abtanzball Minuettformation

Annegret Wendell und Rolf Ehlers. 1957                                            .... ? ...

 

Das folgende Bild wurde im Jahr 2019 von Werner Kremke zur Verfügung gestellt (Kontakt über Peter Zech, Birkenweg) :                                        welches Jahr war das ???

Tanzschule

von links stehend:    Lydia Wigand, Hinrich Trede, Helga Reese, Edwin Finkbeiner, Hilda Groht, Günter Adomat

sitzend:                   Liselotte Becker, Heinrich Büßen, Katharina Sieberkrob, Wulf Illing, Gisela Adomat, Max Walter Voß,

                               Frieda Brandenburger, Hans Peter Lembrediki

vorne:                      Frieda Schröder, Katharine Angrick, Helga Huckhagel, Hermann Voß, Ursula Ungeram, Werner Kremke

Girlande Vogelschießen

 

1890

wird in der alten Schulchronik, angelegt von Lehrer Thomsen, zum ersten mal das

„Fest des Vogelschießens und Eierlaufens

erwähnt, das dann wohl alljährlich stattfand.

Am 1.7.1938 wurde folgendes in der Dorf- und Schulchronik aufgeschrieben:  Am 28. Juni fand unser Schulfest statt. Die großen Mädchen sammelten 133 Mark. Es begann um 1/2 8 Uhr. Die Knaben der I. Klasse mußten schießen und die Mädchen Fischestechen. Die Knaben der II. Klasse mußten mit Ringen nach einem Brett werfen, worauf Nägel befestigt waren und die Mädchen 6 Bälle in den Korb werfen, Die eingepackten Geschenke wurden in der Schule verteilt. 27 Erholungskinder aus dem Rheinland nahmen dran teil. Diese erhielten von der N.S.V. Geschenke. Das Tanzen wurde unterbrochen durch Reigen der J. M., durch Spiele und Deklamationen der II. Klasse und das Geigen, Flöten und Singen der I. Klasse. Schluß der Feier war um 9 Uhr 15 (abends). König der I. Klasse war Wilhelm Schröder und Königin Ilse Lüders, von der zweiten Klasse Hellmuth Behrens und Elfriede Bruhn. (später Krey)

 

Erst viele Jahre später -nach dem 2. Weltkrieg- wird wieder ein Kinderfest in der Schulchronik erwähnt:               

Schuljahr 1956/57   Auf einer Elternversammlung (am 16.5.) wurde beschlossen, das Vogelschießen jeweils Mittwoch vor Himmelfahrt abzuhalten. Es fand in der üblichen Form am 1./2. Juni mit Tanz auf beiden Sälen statt. 

Ab 1952 gibt es Bilder zu diesem Ereignis,

gesammelt und beschriftet in einem Fotoalbum, das sich im Beringstedter Archiv befindet:

1952 Dornröschenwagen König Rainer Wasmund mit Zylinder              Vogelschießen Umzug mit Kutsche

Der Dornröschenwagen fährt durchs Dorf.

Hinten mit schwarzem Zylinder der König: Rainer Wasmund

 

1952 Königin Gerda Hinz König Adolf Trede

1952      Königin: Gerda Hinz, König: Adolf Trede

werden in einer Kutsche von Heinz Breiholz durchs Dorf gefahren. Neben ihm seine Söhne: Jürgen und Hans-Peter.

 

1953 Vogelschießen Umzug

Umzug mit Königskutsche und Musikkapelle, hier: Saar

Die Dorfkapelle   Ha Si Vo Pa

Im Jahr 1929 veranstaltete die hiesige Musikkapelle einen Öffentlichen Ball in der Gastwirtschaft bei Ww Voß. So notiert und festgehalten von den Schreibern der Dorf- und Schulchronik.

Ein Bild aus der Vorkriegszeit, zur Verfügung gestellt (im Jahr 2020) von Max Walter Voß (Sohn von Eduard), aufgenommen vor der Haustür des Eckhauses, Im Eck 4.

 

Musikkapelle HaSiVoPa

Mitwirkende waren:   von links

August Sievers mit Geige Im Eck   (Maler, Onkel von Annelene Kröber)
Ernst Hadenfeldt Akkordeon Saar 8  (Tischler, Vater von Claus Hadenfeldt)
Eduard Voß ebenfalls Geige Steinbergstr. 6  (Vater von Max Walter Voß)
Willi Pahl Schlagzeug Im Eck 4  (siehe Bild oben, vor seiner Haustür)

 

10.11.1929 Am Sonntagabend veranstaltete die hiesige Musikkapelle einen öffentlichen Ball bei Ww Voß. 


 


 

Alte Flurnamen    in der Gemarkung Beringstedt nach Herkunft oder Deutung

Plattdeutsche Bezeichnungen (übliche Allgemeinsprache seinerzeit in Norddeutschland) und ihre Deutung entsprechend der Auflistung von Flurnamen, bevor eine Aufkoppelung (namentliche Benennung und Eintragung der Eigentümer) stattfand und im Kataster aufgelistet wurden.

Das Vermessen (verkoppeln) nahmen meistens orts- und z.T. auch sprachkundige landfremde Land- und Feldmesser vor. Dabei wurden die ursprünglich nieder- oder plattdeutschen Flurnamen zum großen Teil ins Hochdeutsche übertragen und dabei vielfach so entstellt, dass die ursprüngliche Bedeutung verlorenging. Dasselbe wiederholte sich in den Jahren 1868 bis 1872, nachdem Holstein preussisch geworden war und die Flurkarten und Erdbücher neu herausgegeben wurden, wobei eine große Zahl von Flurnamen überhaupt verschwanden in den Büchern. Im Volksmund blieben sie aber zum Teil noch erhalten.

Wer die nachfolgende Liste mit alten Flurnamen erstellt hat wurde leider nicht festgehalten. Es muss jedoch jemand gewesen sein, der sich intensiv damit beschäftigt hat. Evtl. ein Dorflehrer (?). Es war auf jeden Fall jemand, der mit Claus Daniel Hadenfeldt gesprochen hat. 

Anmerkung von Herrn Herbert Jürß:       

  1. In Beringstedt waren keine fremden Vermesser.
  2. In den Jahren 1868 bis 1872 sind Flurnamen in den Flurkarten verschwunden          

 

Abkürzungen:   Fkt = Flurkarten von B., ON = Ortsnamen, PN = Personennamen, FN = Flurname

Allgemeines:      Ackerland            hoch gelegen, ackerfähig, trocken, fruchtbar.  Esch, Kamp, Rüm (dänisch auch Römm), Lann, Feld, Stücken, Spann,                                                                                 Koppel, Ohe, Ohrt, Tange, Geest (oder Gaste)

                       Wasser oder Feuchtgebiete        Segn, Soll, Saal, Siek, Sichten, Vie oder Veh, Born, Furt, Fohrt, Weddel, Wedel, Hue, Pott, Diek, Rönne

                       Wiesenland        Mede, Meewisch, Vie, Vieh, Feh, Feen, Ohe, Aue

                       Heide                Heide, Heid, Vierth oder Viert

                       Waldbestand    Wohld, Hölln, Holln, Holt, Hassel, Hagen, Horst, Loh, Hesel, Heise, Struck, Busch, Staf, Bast, Brook, Raa, Ratjen, Rehm, Stubben, Kolln                                                    Kahln, Kohlstä, Ek, Bök, Eller, Weten Wetjen, Dorn, Dör

Auflistung nach Alphabet:

 Aaskuhl            Nicht in der Fkt. Kuhle, Grube, in die man verendetes Vieh (Aas) vergrub. Auch Schindacker genannt.

-Es gab ja noch keine Viehverwertungsanlagen-.

 

Aukamp            Äcker/Felder an der Todenbütteler/Osterstedter Au. Der Name wurde auch auf die Sumpfwaldungen ausgedehnt.

Breeloh             oder Bredloh = Bre = breed = breit,         loh oder lo = Waldstück

Breehorn           wie vor, jedoch horn = Ecke, Winkel, Halbinsel

Bumborn           oder Boomborn/Buumborn = Baum. Nicht in der Fkt. Dieser Begriff kommt in Holstein zu jener Zeit häufig vor. Mehrere Deutungen sind möglich:

  1.                Boom, Buum = Baum
  2.                Bonde oder Bunde = Bauer oder Hufner, der seine Stelle mit vollem Eigentumsrecht besitzt. Bondenfreie Bauern (aus dem Dän.) auch in Holstein häufig, z.B. Bondenschaften, Bondenholt, Bondenkoppel
  3.                Buurn = der Bauernschaft gehörig, sehr häufig als FN in Verbindung mit hof, holm, feld, graben, rade, bek, koppel, pool, knüll. Also Buurnborn = der Bauernschaft gehörender Born = Brunnen, Quelle, Viehtränke

Bärkamp          oder Perkamp. Mit den Bären hat der Name nachweislich nichts zu tun. Deshalb wohl eher Pferdekamp, da gegenüberliegendes Gelände Swienskamp (Schweinekamp) heißt. In der Fkt ist der Name aber mit Bergkamp ausgewiesen, obwohl von der umliegenden Gegend kaum von einer Anhöhe oder gar einem Berg die Rede sein kann. Es sei denn, dass das sanfte Absinken des Geländes zur FohrsAu als Berg angesehen wird. Kamp, hierunter versteht man auch die unter allen Dorfbewohnern verteilten schmale Ackerstreifen, vielleicht vormals auch gemeinsamer Hufnerbesitz. Diese könnten durchaus einmal zusammengehört haben und wurden bei Vererbung aufgeteilt.

Bisprak             Fehlt in der Fkt. Bis 1799 gab es das Beispruchsrecht, was so viel heißt wie Vorkaufsrecht. Jedoch ist es ein allgemeiner Begriff und keinem Flurstück zugehörig.

Börgerwisch      Bürgerwiese

Brakloh              richtig wohl Braakloh

  1.                 Braak =Brache, gepflügtes aber nicht bestelltes Feld, das sich regenerieren soll und deshalb vorübergehend brach gelegen hat.
  2.                 Braak=Flachsbreche

                           Beide Deutungen sind möglich.    Loh =  altes indogerman. Wort: loh, lo, loo = Waldlichtung oder freier Platz im oder am Walde

                           Braakloh sehr zahlreich in ON und FN

Butterborn         hat sicher nichts mit Butter zu tun, wohl aber mit gutem Boden oder mit „buten“ = außen (vgl auch büters =äußerst). Born = Quelle

Brink                     erscheint nicht als FN. Kommt nur in Holstein vor. Brink = erhöhter Grasplatz, auch Dorf- und Spielplatz, vgl auch Brinksitter für Kätner.

Boartenkrog      nach C.D. Hadenfeldt Bortenkrog. Deutung nicht möglich, möglich ist aber

                                Bor         =             Erhöhung zwischen zwei Wasserläufen, Landzunge

                                kroog    =             richtig eigentlich `krooch´ = Ecke, Biegung, Winkel, Bucht

                                Kein Zusammenhang mit Kroog = Krug = Topf oder Gastwirtschaft, mit diesen nur deutlich gleich. Kroog und Krooch sonst im Niedersächsischen nicht bekannt.

Badkuul             Nicht in der Flurkarte. Statt kuul auch kuhl = genügend tiefe Stelle zum Baden oder Viehtränken in einem Wasserlauf.

Dreeangel          vereinzelt auch Triangel = unbebauter dreieckiger Platz oder Rasen im Dorf, auch unbebaut auf dem Acker.

Dehlen               so in der Fkt, richtig wäre `Deelen´. Deel = Anteil und Landteil. Häufig als ON und FN Deeln bei Wedel, Bredendehl, Ackersdehl, Dehlwisch, Breedde

Diekkoppel        wörtlich übersetzt = Teichweide, eine Verbindung mit Deich scheidet aus.

                                Diek = Teich. Für Teich gab es viele Namen z.B.: Soll, Wehl, Pool, Kolk, Huhl, Born, Dränk, Graff, Blenk, Siel

Ellerrehm           richtig Ellerrem. Eller = Erle (Schwarzerle), rem = schmaler Gehölzstreifen in der Feldmark. rem oder rehm = immer Rand, Einfassung (Rahmen)

Beringstedter Einwohner, die sehr alt geworden sind:

Die Notiz (Kopie) fand ich in den von Herbert Jürß gesammelten Unterlagen. Sie stammt von Herrn Otto Bolln 

99 Jahre Sieberkrob a

99 Jahre Sieberkrob b

Diese Anzeige mit der dazu geschriebenen Aussage hat mich inspiriert weiterzuforschen, welche Beringstedter Bürger ebenfalls sehr alt geworden sind.

Bisher bin ich auf folgende Daten gestoßen:

Hans Hadenfeldt                   *1784 +1874            90 Jahre                   Friedenstraße 19

Hans Christian Wendell         *1814 +1902           88 Jahre                   Eichenweg 3

Hans Hadenfeldt                   *1811 +1907            96 Jahre                    Friedenstraße 19

Oma Wieben                         *1856 + 1948          92 Jahre                    Hof Wieben, Mückenhörn

Claus Ott                               *1867 +1957            90 Jahre                   heute Hof Trede/Goerzen

Hinrich Sieberkrob                *1869 +1968            99 Jahre                    Saar

Ausschnitt 7

 

An der Beringstedter Bahnlinie gab es einst  sechs oder sieben  Bahnübergänge. Heute sind es noch  vier.

Von Westen kommend sind es gewesen:

1. Reiherstieg, Brücke über die Bahnlinie hin zur Wischkoppel (Fischteiche). Die Brücke wurde 1939 abgebrochen.

2. In der Verlängerung vom Mückenhörn (Spurbahn) hinüber zur heutigen Sandkuhle im Holsten

3. Mückenhörn - Holsten

4. Steinbergstraße - Saar   im Dorf beim Bahnhof

5. Osterhof, beim Hof Trede

6. zwischen Osterhof und Osterbrook, dieser ist auf der alten Karte von 1965 verzeichnet. Ob es ihn wirklich gab ? Auf der oberen Kart: nein, auf der unteren Karte: ja

7. Osterbrook, Specht (Bärentreff, Lager und online-Handel für Gummibärchen und mehr)

 

Nach der Flurbereinigung wurden die drei (rot markierten) Übergänge überflüssig, weil die Landflächen der einzelnen Höfe zusammengelegt wurden, was dazu führte, dass einige Feldwege aufgelöst wurden und/oder heute anders verlaufen. Dies ist sichtbar auf der alten Karte (Stand 1965) im Flur der Mehrzweckhalle. Die alten Übergänge sind hier noch alle eingezeichnet und somit für uns heute nachvollziehbar festgehalten worden.

Übergänge Bahn 2

 

Wie in vielen Dörfern der Umgebung so gab es auch in Beringstedt Storchennester.

Früher brüteten alljährlich 3, 4 oder auch 5 Storchenpaare in Beringstedt. Fast alle Reetdächer der größeren Bauernhäuser trugen ein Storchennest, wenn es auch vielleicht nicht alle Jahre besetzt war. Es gab sie bei: 

           H. D. Hadenfeldt  Friedenstraße 19

           Markus Sachau     Alte Dorfstr. 3

           Hinr. Holm           Alte Dorfstraße (nicht mehr vorhanden)

           Claus Martens       In der Marsch 3

           Claus Ott              Friedenstr. 3

           Joh. Wendell         Eichenweg 3

           Ehler Holm            Wischhof

           Heinr. Wieben       Mückenhörn 2

           Hans Timm           Seegen 

In einem Bericht über den Hof Martens (In der Marsch 3) erzählt Otto Bolln -in seinen schriftlichen Aufzeichnungen seines Geburtsortes Beringstedt- von einem Storchennest, das auf der Giebelspitze des alten Bauernhauses Martens gewesen sein soll. Dieses Gebäude war lt. Balkeninschschrift im Jahr 1776 erbaut worden. (Bereits 36 Jahre früher wird im Jahr 1740 ein Jasper Veers als Besitzer dieser Hufe genannt. Seine Tochter Trien heiratet im Jahr 1769 Claus Martens. Demnach stand hier bereits vorher auch schon ein altes Haus, dass dann erneuert wurde oder 1776  umgebaut  bzw erweitert wurde).

Auf der Giebelspitze des -in alter holsteinischer Bauweise- errichteten Hauses hatten bereits sehr viele Storchgenerationen genistet und das Nest immer weiter ausgebaut. Am Ende soll es so riesig gewesen sein, dass das Dach förmlich unter ihm zusammenzubrechen drohte.

(Diese dürfte wohl eher daran gelegen haben, dass die Balken des Daches morsch wurden, denn dieser Hof gehört zu den ältesten in Beringstedt und war auch mit einer der größten Höfe im Dorf. Außerdem kannte der Berichterstatter, Otto Bolln, diese Geschichte auch nur vom hörensagen und das Gerede der Leute entspricht nicht unbedingt der ganzen Wahrheit. -Anmerkung der Schreiberin dieses Berichts-).

Viele Wagenfuhren sollen für den Abtransport des Nestes nötig gewesen sein.

Im Jahr 1903 wurde ein neues Wohngebäude am heutigen Standort errichtet und bezogen, so wie es hier auf dem Bild (hinter dem Baum) erkennbar ist. Danach ist somit das alte Wohngebäude abgerissen worden, was dann im Zusammenhang mit der Abfuhr des alten Storchennestes steht. (Das erklärt dann auch die vielen Wagenfuhren!)

  Stall Martens    

Bild: Das alte Stallgebäude vom Hof Martens in der alten damaligen Bauweise und mit Reet gedeckt. In dieser Art war wohl auch das alte Wohngebäude Baujahr 1776 gebaut. Ein Bild vom alten Wohnhaus existiert leider nicht.

Nach dem Abriss des alten Hauses soll sich das Storchenpaar zum Nachbarn Hinrichs (In der Marsch 1) hin verzogen haben. Oder es gab dort bereits ein weiteres, was auch möglich ist.

Das am längsten erhaltene Nest gab es auf dem Reetdach des Hofes Kühl (Alte Dorfstr. 3, bis 1948 Hof Sachau)wie auf folgendem Bild erkennbar ist.

 P1010369 2                                  

Im Rendsburger Tageblatt erscheint im Juli 1950 dieser kleine Artikel:  Storchennest fiel vom Dach. ge Beringstedt. Unser einziges Storchennest im Dorfe auf dem Hause des Bauern Willy Kühl, wurde beim letzten Sturm vom Dach geweht. Die Jungen, die gleichzeitig mit herunterkamen, blieben wie durch ein Wunder am Leben. Ängstlich umkreiste das alte Storchenpaar das am Boden liegende Nest mit den Sprößlingen. Durch Menschenhände wurde mittels eines Wagenrades auf dem alten Platz ein neues Nest geformt. Die Jungen, die sich in dem neuen Nest auch wohl zu fühlen scheinen, werden weiterhin von den Alten versorgt. (die Kleinbuchstaben ge am Anfang des Berichtes weisen daraufhin, dass dieser Artikel von Anni Greve geschrieben wurde).

 

1968 wurde das Gebäude um- und ausgebaut. Das letzte Storchennest von Beringstedt mußte weichen und wurde in einer groß angelegten Aktion an eine andere Stelle verlegt. Diese Aktion sorgte für viel Wirbel, da ein eigens hierfür bereitgestellter Helikopter bei der Umsetzung dieses Vorhabens half.

   Storchennest Aufbau  Hubschrauber    

Diese neue Nistmöglichkeit wurde von den Störchen angenommen und haben einige Jahre hier genistet und ihre Jungen großgezogen. Es wurde sogar eine Dokumentation über die Beringstedter Störche gedreht. Eine DVD hierüber befindet sich im Besitz von Rolf Kühl.

Ab ca. 1980 blieb das Nest jedoch leer. Es wurde zwar der ein oder andere Storch gesehen, der hier gelandet ist, es fand sich jedoch kein Pärchen das hier nisten wollte.

2010 wurde das Nest bei einem Sturm heruntergefegt.

Storchennest bei P Breiholz

 

   

 

    2011 wurde der Standort für ein neues Nest abermals verlegt in den Wiesengrund zu H. P. Breiholz.

    Trotz viel Hoffen hat sich hier bisher kein neues Storchenpaar eingefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Frühjahr 2019 landet ein Storch auf dem Nest und wartet auf eine Gefährtin. Diese findet sich jedoch nicht ein und so gibt er sein Vorhaben auf und zieht weiter. In der Hoffnung, dass sich dieses im Frühjahr 2020 wiederholt, werden Birkenzweige gesammelt (6 Bündel). Diese bindet Siegfried Hinz zu einem Kranz, der dann auf dem Storchennest angebracht wird. Da sich die Storchenpopulation (dank Bergenhusen) in den letzten Jahren erholt hat und in Todenbüttel ein Storchenpaar erfolgreich seine Jungen aufgezogen hat, stehen die Chancen gut für ein Beringstedter Storchenpaar. Toi, toi, toi....

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margarethenschrank 01Der Margarethen-Schrank                (im Versammlungsraum, Schulberg)

Fast jeder kennt ihn und läuft achtlos an ihm vorbei. Er steht in der Ecke im Vorraum zum Versammlungsraum auf dem Schulberg und heute werden Tischdecken, Kerzen, Dekomaterial und ähnliches darin aufbewahrt. Doch was hatte er einst für einen Zweck? Das wissen eigentlich nur noch die Älteren in unserer Gemeinde:

margarethenschrank 04Die 22-jährige Tochter Margarethe des Angeliter Bauern Johannes Jacobsen erkrankte an Tuberkulose. Der pflegende Vater versprach seiner Tochter am Krankenbett „etwas zu tun für Kranke und Leidende“. Er hatte nur diese eine Tochter. Sie starb 1883. Am 27. Dez. 1893 wäre der 32. Geburtstag von Margarethe gewesen. Zu diesem Anlass rief der Vater eine private Wohlfahrtseinrichtung ins Leben:

Die Margarethenspende, einen Schrank mit Pflegeartikeln, die Bedürftigen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Denn zu damaliger Zeit konnte sich ein Tagelöhner mit einem Tageslohn von 1,80 Mark einen Arztbesuch für 4 Mark nicht leisten. Knechte und Tagelöhner waren zu der Zeit nicht krankenversichert. Die Idee des Vaters hatte Erfolg und die Schränke wurden in ganz Schleswig-Holstein verbreitet und selbst bis nach Übersee. Rund 760 solcher Schränke wurden gebaut, von denen ca. 60 Stück überlebt haben.

margarethenschrank 02In der Mitte:  Ein Bild von MargaretheDarunter ein Schließfach, mit einem Schlitz darüber für Geldspenden, die dieser hilfreichen Sache zu Gute kamen.

Zur Ausstattung dieses Schranks gehörten: 

Zinkwannen, wasserfeste Bettunterlagen, Spritzen, emaillierte Steckbecken mit Deckel, Urinflaschen, Schnabeltassen bis hin zu Pinzetten und einfachen Scheren, sowie Heftpflaster, Mull- und Brandbinden. Auch Krücken gehörten zur Ausstattung.

Die Ausleihen aus dem Schrank waren grundsätzlich kostenlos und wurden im „Ausleihbuch“ vermerkt. Wer es sich leisten konnte spendete für die Nutzung.

Diese Informationen entstammen einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 2009, über einen dieser hilfreichen Schränke, der sich in Gnutz befindet. Geschrieben von Sabine Sopha.

margarethenschrank 03 inhaltUnser Beringstedter Exemplar war bereits 1914 im Besitz der Gemeinde, wann genau er nach Beringstedt kam ist heute nicht mehr bekannt. Die war wahrscheinlich bereits früher, denn 1914 übergab Wiebke Timm (Seegen 2) ihn an die Krankenschwester Käthe. Als Schwester Käthe nach dem Krieg wegzog, kam er in ein Zimmer bei Grete Hadenfeldt (heute Annes Kate, Hof Solterbeck). 1929 hatte der Beringstedter Frauenverein hierfür die Verantwortung. Drei Jahrzehnte lang wartete und verwaltete Frau Hadenfeldt ihn, bis sie schwer krank wurde.

1947    Mit Hilfe einer Spende der Freiwilligen Feuerwehr Beringstedt, aus einem Erlös einer Tombola, wurde er wieder mit neuen Geräten aufgefüllt. Auch andere Bürger spendeten Geld hierfür.

Dann wurde er von Frau Köhler in die Obhut vom DRK-Ortsverein übernommen, um in Krankheitsfällen auf seine Ausrüstung zurück zu greifen.

Wilma Illing 2   Wilma Illing (siehe Bild links) war viele Jahre Vorsitzende beim Deutschen Rote Kreuz - Ortsverein und dies war nur eines ihrer vielen Ehrenämter. Sie sorgte dafür, dass der Schrank zum Schulberg kam, als das neue Feuerwehr-Gerätehaus mit dem neuen Gemeindezentrum auf dem Schulberg fertiggestellt war.

 

 

 (Dies war in den 1970er Jahren, genaueres zum neuen Gemeindezentrum folgt später) Seitdem steht der Schrank nun hier. Wer die Schranktüren öffnet findet auch dort - auf der Innenseite der Schranktür- die Geschichte vom Margarethenschrank.

 

 

 

 

Bauernvogte, Gemeindevorsteher und Bürgermeister

Archiv Beringstedt - Diese Aufstellung stammt aus den Unterlagen, die Herbert Jürß zusammengestellt und vervollständigt hat, auch mit Bildern:

1737                      Ties Carsten                                 Bauernvogt

1741                      Carsten Holtorf                                dto.

1742                      Jürgen Ott                                         dto.

                            …muss noch weiter recherchiert werden …. falls möglich !!!

1846                      Johann Soeth                                    dto.

1855                      Brand                                                  dto.

1869 – 1876       Hans Boie                                     Gemeindevorsteher

1876 – 1884       Jürgen Bruhn                                    dto.

1884 – 1890       Hinrich Holm                                    dto.

1890 – 1899       Johann Wendell                              dto.

1899 – 1919       Ehler Holm jun.                               dto.

1919 – 1920       Jürgen Hadenfeldt                          dto.

1920 – 1927       Otto Rosenkranz                             dto.

1927 – 1928       Gustav Möller                                  als stellv. Gemeindevorsteher

1928 – 1945      Wilhelm Thöm                                 bis 1935 Gemeindevorsteher, dann Bürgermeister

1945                    Willi Oelke, Puls                              vom 20.12. bis 28.12.1945 als Bürgermeister eingesetzt von der engl. Militärregierung

1945 – 1951       Hans Harms                                Bürgermeister

1951 – 1969       Hermann Greve                              dto.

1969 – 1977       Hans Wendell                                  dto.

1977 – 1997       Herbert Jürß                                    dto.

Liebe Beringstedter Mitbürger,

mein Name ist Rita Bokelmann. Ich möchte hier auf der Beringstedter Homepage die Arbeit unseres leider verstorbenen Ehrenbürgers und Altbürgermeister Herbert Jürß fortsetzen und eine Beringstedter Chronik erstellen, digital. Ihr werdet also hier von Zeit zu Zeit Beiträge und Fotos aus der Vergangenheit finden.

Im Herbst 2016 bin ich mit dieser Arbeit angefangen und habe auch schon mit einigen älteren Mitbürgern unserer Gemeinde gesprochen und Material gesammelt, bevorzugt alte Bilder und Informationen darüber, wer wann wo gewohnt und gewirkt hat. 

Falls Ihr, liebe Beringstedter oder außerhalb wohnende ehemalige Beringstedter, Lust und Interesse habt mich bei meinem Vorhaben zu unterstützen, so wäre ich hierfür sehr dankbar. Schaut doch mal in Eure Fotosammlungen oder Archive, ob es noch "Schätze" gibt, die hierfür geeingnet wären.

Vielen Dank und bis bald

Rita Bokelmann

Kontakt: Tel. 1643, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder Handy 01578 8921037 (whatsapp)

 

Zwei Mädels auf dem Fahrrad.

Zwei Maedels mit dem Rad

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Fotos entstanden vor 1910 in der Friedensallee vor dem Hof Ott (später Rosenkranz, dann Trede, heute Goerzen). Höchstwahrscheinlich sind es die beiden Schwestern Wiebke und Anna Ott, Töchter des Claus Ott, auch `Groot Claas´ genannt. Im Hintergrund des Bildes erkennt man den Wieben-Hof.

In der heutigen Friedenstraße. 

Im Hindergrund zu sehen (Bild 2) der Gasthof Schümann (Fürst, dann Schrum, dann Lenschow). Auf der rechten Seite der reetgedeckte Schuppen vom Hof Seemann (früher Schrum / Thöm / Wohlers). Er wurde später abgerissen. Auf der linken Seite das Grundstück Ruge. Das Eckhaus mit Laden wurde 1911 gebaut.

 Modisch Schick und selbstbewußt…

Zwei Maedels auf dem Rad

Leider kann sich heute niemand mehr daran erinnern, wer die Beiden sind. Sie stammen aber eindeutig aus Beringstedt. Die Fotos sind vor 1910 entstanden, denn die Flurkarte zeigt zu dieser Zeit noch kein Wohnhaus auf dem Dreieck Seegen – Friedenstr. - Eichenweg.

Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von H. P. Breiholz

Unsere Schule (fertiggestellt 1901)

Schule 01      

Schulberg 3

Das Gebäude wurde vom Bauunternehmer Evers errichtet. (Steinbergstr. 13, John, Grewe)

Im Heimatbuch wird berichtet das im Jahr 1920 in der neuen zweiklassigen Schule 92 Kinder unterrichtet wurden.

Die erste Beschulung in Beringstedt fand bereits seit 1695 statt. Da die Kinder im Sommer auf den Feldern helfen mussten, fand der Unterricht nur in den Wintermonaten statt.

Bevor das Gebäude auf dem Schulberg errichtet wurde gingen die Kinder in der Alten Dorfstraße 5 zur Schule. (das weiße Haus hinter dem Hof Kühl, wenn man von der Friedenstrasse kommt)

Neben dem Schulunterricht betrieben die Lehrer auch Landwirtschaft. Die Kühe standen an ihren hölzernen Krippen in der Diele des Schulhauses.

Schule 02 Schule 03 Schule 04

Schule von 1901 bis 1972, danach gehen die Schulkinder in die Dörfergemeinschaftsschule nach Todenbüttel.

Lehrer waren:   Hauptlehrer Thomsen (1881), Max Göttsche, Wächtler, Roske, Ehlers.

 

(Genaue Liste folgt noch) … und weitere Fakten                          ...siehe Rubrik Schule...