Haus        Saar 1

Haus Saar 1 für website      Haus Saar 1 für website Bild 2´

Dieses Haus wurde nach der Währungsreform kurz vor 1930 gebaut vom Maurermeister

Hans Sievers     Seine finanzielle Lage war durch die Währungsreform in Bedrängnis geraten und so baute er von den übrig gebliebenen Mitteln dieses Haus für sich und seine Familie, Ehefrau und 2 Söhne, Ede und Heinrich.

Nächster Besitzer wurde

Lindemann        Vater und Sohn wohnten hier für einige Zeit.

Dann folgte als Besitzer:

Niesewind         aus Jevenstedt

 

Das Haus wurde vermietet:

Mieter waren:      Fam. Graf

                dann      Kock

 

Als Besitzer folgte:

Hocke                  Er kam aus Verden, war hier bei der Bundeswehr in Kiel stationiert.

                               Seine Erben haben scheinbar kein Interesse an diesem Gebäude. Es verfällt zusehends (2019)

 

2020     kauft Heiko Wendell-Andresen dieses Haus

 

Da es gut 20 Jahre nicht bewohnt wurde ist es heute sehr aufwendig einen bewohnbaren Zustand wieder herzustellen. Es ist somit weiterhin unbewohnt und diente 2021 der Freiwilligen Feuerwehr als Übungsgelegenheit für einen Probealarm: Einsatz mit Atemschutz-Maske und Gerät.

 

...

Erbaut 1880

 

Aufnahme von 1899 beschnitten 4

Es ist das älteste Haus auf dem hohen Saar. Gemäß einer alten Karte -veröffentlicht 1880-, war das Land zuvor unbebaut.

Nur das Haus Nr. 38, an der Ecke zum heutigen Amselweg, ist älter und war damals das einzige Haus auf dem Saar, nördlich der Bahn. Auch im Pfennigkrug hat bereits ein Haus gestanden.

Ausschnitt 9

Auf einer alten Postkarte von 1905 wurde das Haus als Jägerhaus benannt:

Postkarte von 1905 für website

 

Soweit bekannt ist, wohnten hier:

 

Paul Gier und Frau Dora.              Er war Fleischbeschauer

Paul Gier

Frau Pogede, Anne Marie *192(?) +1998, geb. Gier

                Als Mieter:

Jürgen Sievers und Frau Jutta (Jürgen S. ist der Sohn von August Sievers -Maler-, Im Eck).

2 Kinder: Sandra u. Jörg

 

Kleist, Gerd und Elke     Sie kauften das Haus und bevor sie einziehen wird

1999     das Haus komplett entkernt und saniert.

Kleist, Andreas und Diana           wohnen seit 2010 in diesem Haus.

                In Hademarschen betreiben sie das Senioren- und Pflegeheim `Op den Botterbarg´.

 

...

 

Saar 41                                           

 

Saar 41

-        Erbaut um ca. 1900 oder früher.

Bis 1951 heißt der Besitzer Hinrich Ehlers. Er ist Dachdecker.

Die nächste Besitzerin heißt: Grete Voß (geb. Martens). Sie wohnt hier bis 1995.

1997 wird das Haus verkauft an die Balletlehrerin Jungklaus. Sie wohnt hier ca. 10 Jahre.

2007/08 heißt der neue Besitzer Kevin Block. Er richtet hier ein Büro für die gegenüberliegende Tiefbaufirma ein.

 

 

 

 

 

Schulberg 4

                  ...ein Bild von 1980

     Schulberg 4    Schulberg 4 24 12 1913

1910     erbaut von Carl Heinrichs (lt. Bauzeichnung). Er arbeitete bei der Bahn, Bahnhof Beringstedt.

 

1929     kaufte Otto Butenschön das Haus. Er war Herren-Friseur und hatte im hinteren Teil vom Haus ein Friseurzimmer eingerichtet, der einen eigenen Eingang hatte. Dieser befand sich auf der Westseite, wie hier auf dem Bild zu sehen ist.   Frisör Schulberg 4

Annemarie Butenschön, geborene Krogh (aus dem Nachbarhaus Schulberg 6) war mit dem Friseur Otto Butenschön verheiratet. In den 1960er Jahren sind sie wohl umgezogen, denn da wohnte die Familie Evers (später Todenbüttel) im Erdgeschoß zur Miete.

                Das Haus hat im DG eine Einliegerwohnung, die wohl stets vermietet war.

…            in der Zeit nach 1945 wohnte hier als Mieterin Frau Hedwig Suffa-Paulus *1900. Sie stammte aus Königsberg - Maraunenhof (Ostpreußen) und in Palmnicken (Ostpreußen). Sie kam vermutlich als Flüchtling mit ihren Kindern nach Beringstedt.

Diese Information erzählte mir meine Nachbarin Waltraut Küpers. Ihre Mutter war damals mit Frau Suffa-Paulus befreundet. Waltraut Küpers fand in ihren Unterlagen ein alte Grußkarte von 1962. Hier schreibt Frau Hedwig Suffa-Paulus einen Genesungsgruß an Frau Elsa Küpers. Frau S.-P. wohnte da bereits in Freiburg (im Breisgau, Baden Würtemberg) Frau Suffa-Paulus starb am 24.12.1988 (lt. Internetrecherche -im Jahr 2018-, leben die Söhne Werner und Walter wohl noch in Freiburg)

…            Familie Lehmann. Sie wohnten zuvor im Haus Krogh/Küpers nebenan, wo sie in der Nachkriegszeit vorerst untergekommen waren.

…            Fam. Evers mit 4 Kindern, im EG als Mieter im EG (in den 1960ern).

…            im Dachgeschoß wohnte Georg Ludwig (Schorsch genannt). Er war Schneider und viele Jahre            Mitglied im Beringstedter Gesangverein.

1982    kauften Heiko und Rita Bokelmann das Haus von Frau Hedwig Breust. 

 Bokelmann  aufgenommen 2018

 

 

...

 

 

 

Schulberg 6                                                

Neubau 1913   Schulberg 6      Schulberg 6 Südseite

Diese Bilder wurden 2020 von Waltraud Küpers zur Verfügung gestellt.

 

Bis zum Hausbau im Jahr 1913 war diese Landfläche unbebaut und gehörte zum Hof Schrum (später Seemann). Der Opa von Claus H. Seemann (Heinrich Schrum) verkaufte seinerzeit dieses Bauland

1913                Maler Früchtenich baute hier ein Haus und bewohnte es bis ca. 1929, dann wurde es verkauft.

- gemäß Eintrag vom 20.1.1929 in der Dorf- und Schulchronik, verkaufte der Bahnarbeiter Liedtke dieses Haus an:

1929               Wilhelm Krogh, *1887 in Seefeld, +1944 beim Bombenangriff in NMS

                         verheiratet mit Anna Maria *1892 +1966, geb. Reese aus Nienborstel

                         Kinder:       Karoline Elsabe                *1918 +1989

                                               Annemarie                   *1919          Sie wohnte später im Haus nebenan, Schulberg 4, verheiratete Butenschön (Frisör).

                                               Wilfriede                      *1921 +2000

                                               Erna Helene                  *1922

 

In der Dorf- und Schulchronik findet sich folgender Eintrag am 1.5.1929: Der Schuster Schlüter aus Warringholz hat in Kroghs Haus eine Schuhmacherei eröffnet. Desweiteren findet sich ein Eintrag am 18.2.1930: Der Schuhmacher Reimer Schlüter, der bis jetzt bei Krogh eine Stube im Kellergeschoß gemietet hatte, verlagert seine Werkstatt nach Hans Rubien.

 

1934 schrieb die 3. Tochter Wilfriede mit 13 Jahren folgende Lebensläufe ihrer Eltern:

für website Lebenslauf Wilhelm Krogh Seite 1   für wegsite Lebenslauf Wilhelm Krogh Seite 1 unten   für website Lebenslauf Wilhelm Krogh Seite 2    für website Lebenslauf Frau Krogh  

  

Die obigen Texte, über das Leben ihrer Großeltern, hat Waltraud Küpers im Jahr 2020 übersetzt aus dem Süterlin in die lateinische Schrift. Er lautet:

 

Mein Vaters Lebenslauf                        1934

Mein Vater wurde am 20.03.1887 in Seefeld geboren. In dem jetzigen Münz-schen Hause. Am 1.4.1888 zogen seine Eltern nach Hanerau. Mit vier Jahren kam er in die Volksschule in Hanerau bei dem alten Lehrer Horn.

Mit 5 Jahren mußte er die Schule wegen Neubesetzung der Lehrerstelle verlassen. Bus zu ungefähr 6 Jahren von 1894 an wohnten dann seine Eltern in Hademarschen. Sein Vater hieß Andreas Krogh, seine Mutter Elsabe Evers. Er heißt Wilhelm. Er ging dann in Hademarschen zur Schule. Im Jahre 1902 wurde er dann konfirmiert. In seiner Schulzeit baute er Schiffe mit Maschinen, Saugpumpen, Druckpumpen, Feuerwehrspritzen und machte Schnitzereien.

Vom 12. bis zum 16 ½. Lebensjahr diente er beim Bauern. Hat dann später Schuhmacher gelernt. Als Trimmer zur See gefahren nach Holland, England, Algier, Tunis, Messina auf Sizilien, Triest in Österreich, Fiume in Ungarn, Venedig, Arkona und Bari in Italien. Er sah auch den feuerspeienden Berg Ätna qualmen. Auch große Erdrutsche auf griechischen Inseln. An der Küste von Tunis am Mittelmeer sah er Fremdenlegionäre. Im Mittelländischen Meer sah er Walfische, Haifische und fliegende Fische, Tümmler hat er auf dem Ozean gesehen.

Später war er Chausseearbeiter, Straßenpflasterer, Teerer, Dachdecker, machte Abbrucharbeiten, war Elektriker, Hoteldiener, war in großen und kleinen Hotels. Er diente bei den schwarzen Husaren in Braunschweig. Im Kriege war er erst bei der Infanterie, dann als Motorradfahrer beim Marinekorps in Flandern.

1917 und 1918 war er in der mechanischen Werkstatt auf der Vulkanwerft in Hamburg als Schleifer, Bohrer an kleinen und großen Bohrmaschinen tätig.

1917 wurde er am 13. Mai verheiratet in Hanerau. Im Dezember 1918 wurde er selbständiger Schumacher bis 1924.

1920 kaufte er sich ein altes Haus in Hanerau, baute dies im Jahre 1921 und 1922 um. Die Zimmererarbeiten sowie die Dacharbeiten machte er selbst.

Am 2.8.24 fiel ihm morgens um 4 Uhr eine eiserne Harke in den Hinterkopf, schlug mit seiner Spitze die Schädeldecke durch und brachte ihm eine 6wöchige Geisteskrankheit. Danach hat er bis jetzt Fischhandel betrieben. Das Haus in Hanerau hat er verkauft und hat sich in Beringstedt im Jahre 1929 wieder angekauft.

Er ist Erfinder und hat deutsches Reichspatent auf Schwungradmagnet sowie D.R:G.M. auf Dachrohrbelag. Er baute eine Flugtretmaschine schon im Jahre 1913. Setzt Kachelöfen und Herde auf. Baut sich jetzt sogar noch im 48. Lebensjahr ein Auto.

Er rettete im Jahre 1904 auf eigene schwere Lebensgefahr bei Beldorf im Kaiser-Wilhelm-Kanal seinen Freund. Rettete später noch einen Knaben lebend und einen Knaben holte er tot aus dem Wasser in Hanerau.

1934 geschrieben von Wilfriede Krogh, die dritte Tochter.

In der ersten Schulchronik, Seite 76, steht geschrieben:

1911    Im Laufe des Sommers wurde der große, stattliche Neubau des H. D. Ruge´schen Geweses fertiggestellt. Überhaupt zeigte sich in diesem Sommer am hiesigen Orte eine sehr rege Bautätigkeit. Mehrere neue große und kleine Bauten entstanden, teils an der Chaussee, die nach Seefeld, teils an der Chaussee, die nach Todenbüttel führt, so daß Beringstedt und Todenbüttel in absehbarer Zeit sich berühren werden.

Zu diesen gehörte auch das Haus Seegen 21,

Google maps 2022 Seegen 23211917   google maps 2022

 

gebaut von             

Hans Hinrich Voß      *1881 in Osterstedt       verheiratet mit    Magdalena Catharina *1882, geb. Pahl

Sie ist die Tochter vom Tischler Pahl und dessen Ehefrau Lena, geb. Köster (siehe Hausgeschichte: Seegen 3)

Er ist der Sohn von Hans Voß, Osterstedt, und seiner Frau Katharina, geb. Rohwer.

Er ist Arbeiter und stirbt 1938 in Kiel

Sohn:

Wilhelm Hermann Voß              *1912    Bahnarbeiter     (deshalb allgemein Bahn-Voß genannt)

verheiratet mit Anna Margaretha, *1917 geb. Mumm in Puls

Sie haben 3 Kinder:         Margarethe, Hans Wilhelm und Claus

Seegen 21 Oma und Enkelin Oma und Enkelin, dahinter das Haus Seegen 21

Das obige Bild wurde 2023 zur Verfügung gestellt von Claus Voß, Seegensgang 1.

                            

Als Besitzer folgt:

Hans Wilhelm Voß    *1952                    er heiratet               Angelika, geb. Saalfeld

                Kinder:                 Anke     *1984,   und   Carsten *…

                   Der Vater stirbt früh

  

...                

Seegen 3

Baumgarten Lingner0001

Dieses Bild wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn und Frau Baumgart und Langner

Es ist das einzige Haus in Beringstedt, in dem es noch Alkoven (Schrankbetten) gibt. Sie werden jedoch nicht mehr genutzt und dienen heute als Schrank.

Erbaut um 1795

Einige der zum Bau dieses Hauses genutzten Materialien (hauptsächlich die alten Eichenbalken) stammen von einem seinerzeit abgebrannten Haus aus Haale. Da nicht alles bei diesem Brand beschädigt wurde, kamen die alten Eichenbalken nach Beringstedt, womit dann dieses Haus erbaut wurde.

Köster                  ist erster Besitzer. Seine Tochter heiratet den Tischlermeister

Hinrich Pahl       genannt wurde er `Meister Pohl´. Dann folgte

Heinrich Pahl    Er war Bahnwärter. Seine Frau hieß Wiebke.

Das Reetdach wurde seinerzeit durch ein Blechdach ersetzt.

1972     kaufte Familie Wendell dieses Haus

1979     kauften die Berliner Familien Baumgart und Langner diese Kate.

Bei der Renovierung wurde der alte Charme des Hauses -so gut es ging- erhalten. Es gibt noch die im Original erhaltenen Alkoven, sowie die niedrigen alten Innentüren und im Stallbereich einen Teil vom alten Fußboden. Beim Kauf gab es in der Diele noch den alten Lehmboden, der dann jedoch aus energetischen Gründen gefliest wurde, da dieser Bereich heute als Aufenthalts- und Essraum genutzt wird. Links neben der Dielentür befand sich früher der Ziegenstall. Ein Badezimmer gab es damals nicht. Im Hinterhof stand ein Häuschen mit Herz, wie früher allgemein üblich.

Als dieses Haus seinerzeit zum Verkauf stand, gab es einen Interessenten der meinte: "Das reißen wir alles ab und bauen dann neu !". Dies war jedoch nicht im Sinne von Herrn Wendell und somit kam dieser Interessent für ihn nicht in Frage. Die jetzigen 2 Besitzer jedoch hatten genau nach solch einem Projekt gesucht, um es für sich als Ferien- und Wochenendhaus auszubauen und zu nutzen.

Geschichte vom Haus Seegensgang 15

 

Jan u Thea Loop Seegensgang 15

Erbaut wurde das Haus vor 1900 (genaueres ist nicht bekannt) von der Familie Hadenfeldt

Es war reetgedeckt und Anfangs wohnte hier

Abel Hadenfeldt          *1838       Sie ist die älteste Tochter von Hans Hadenfeldt *1810 und der Antje Hadenfeldt, *1818, geborenene Hadenfeldt.

Abel Hadenfeld blieb ledig und pflegte ihre Eltern, wie es hieß, mit ganzer Hingabe.

 -Nach einer späteren Erzählung, ging sie deshalb wohl täglich den heutige Seegensgang. Dieser Weg bekam seinen offiziellen Namen jedoch erst im Jahr 1980. Davor war dieser unbefestigte schmale Weg die kürzeste Verbindung zu ihrem Elternhaus (Friedenstr. 19). Da Abel, wie erwähnt, ihre Eltern gepflegt hat und somit wohl täglich hier entlang ging, wurde dieser Gang im Volksmund `Abelsgang´ genannt, was für ihre Eltern wohl auch ein Seegen gewesen ist.-

Nach ihrem Ableben wurde ihr 20 Jahre jüngerer Bruder

Jürgen Hadenfeldt      (Jörn Affteker genannt, siehe Hofgeschichte Friedenstraße 16)   Besitzer dieses Hauses.

                                Der Besitz ging dann (wahrscheinlich 1915) über an seine Tochter

Marie *1895     verheiratet mit    Wilhelm Ralfs, *1890, aus Christinental

                Tochter:                Magdalena Catharina *23.12.1915

 

Im Oktober 1921 wird der Bau eines neuen Wirtschaftsgebäudes vollendet. Das Material kaufte er von einem Abbruch in Seefeld

Am 1. 8. 1951 schlug bei einem Gewitter der Blitz in das Wirtschaftsgebäude. Stall und Scheune wurden ein Raub der Flammen. (Info aus der Dorf- und Schulchronik)

Stall und Scheune wurden wieder aufgebaut.

Haus Rahlfs 2

  Jan u Thea Loop                            

Ausschnitt einer Flurkarte (Stand 1961), erstellt von Erhard. Marxen in den Jahren 1996/97:

  Kartenausschnitt Haus Ralfs           

                                                           

                                            Als Besitzerin folgt die Tochter

Magdalena Catharina * 1915 verheiratet mit Reimers, Henning

                                               Der Sohn   (Sein Bruder ist der Besitzer vom Ponyhof Reimers, Todenbüttel)

Peter Reimers               verkaufte das Haus an

… Jakobs                      Elektriker in Todenbüttel. Dieser wiederum verkaufte 1996 an

Jan und Thea Loop      die bis heute hier wohnen.

 

 

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Baujahr  unbekannt, wahrscheinlich zwischen 1900 und 1905

Steinbergstraße12

Wohnhaus der Familie Kühl (Bäckerei und Laden befanden sich im Nebenhaus, Steinbergstr. 10)

Bild unten: Alwine Kühl mit ihren Kindern:  Willi Kühl, Margareta *1907 (später Butenschön) und Else (später Kurdts)

 vor der Ladentür der Bäckerei im Nebenhaus    

Oma von Rolf Kühl Alwine sein Vater Willi und Schwestern Gret

       

Betka            Roch und Anna, geborene Hartig

                         Kinder:           August                                          - hat später eine Autowerkstatt in Niebüll

                                                  Rudi                                           - Friseur in Hademarschen

                                                  Peter                                         - Schneiderei in HH, als Rentner wohnt er in Ahrensburg

                                                  Alwine Marianne                       - gestorben mit 5 Jahren

 

   `Tante´ Betka (Anna) wurde 94 Jahre alt.

                                                 

  Roch und Anna Betka                    Alwine Betka für website               

 

Nächste Besitzer werden:                       Meissner

Neuer Besitzer wird                                 Christian Holst

 

                   Er vermietet das Haus, wohnt -privat- im Haus Steinbergstraße 18

 

 

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Posthaus Jürgen Hadenfeldt

Dieses Bild wurde von Annelene Kröber, geb. Sievers, zur Verfügung gestellt.

Erbaut zwischen 1956 und 1960

Jürgen Hadenfeldt      verh. mit             Tine (Katharine Wiebke), geb. Sieberkrob

*1924   +1999                                                              *1934 +2002 in Beringstedt

Sohn von: Catharina Hadenfeldt *1893, verheiratet mit Johannes (Hannes) Hadenfeldt, aus Mörel

(Seine Mutter erhängte sich Im Jahr ´58 o ´59 in der Nähe von Oldenborstel), siehe Hofgeschichte Solterbeck

 

Der Kriegsverletzte Jürgen Hadenfeldt richtet in seinem Haus eine Poststube ein, die er verwaltet. Zuvor war die Poststelle im Haus nebenan, Steinbergstraße 1 (bei Uhrmacher Knuth).

Steinbergstrasse 1 Postbote Lütje

Gleich zu Beginn des 2. WK wurde Jürgen Hadenfeldt eingezogen und schwer verwundet. Er verlor ein Bein und kam als Kreigsversehrter wieder nach Beringstedt. Er heiratete und baute dann hier für seine Familie ein Haus

                Kinder:                 Birgit (*1961)  und  Hannelore (*1955)

Dieses Bild aus dem Jahr 1962 mit dem Haus von Jürgen Hadenfeldt im Hintergrund. An der Hauswand das Postschild.

Marlene

Es wurde von Marlene Sievers zur Verfügung gestellt (2022):

Angelika Ruge, Ilse Schipmann und Marlene Sievers

 

Nächste Besitzer werden:

Jens und Anke Böttcher

Sie wohnten zuvor in der ehemaligen Lehrerwohnung im DG, Schulberg 3. Einige Jahren zuvor verbrachten sie in Indien, Nähe Neu Dehli, ca. 7-8 Jahre, wo Jens Böttcher an einer Deutschen Schule Unterricht erteilte.

Am Haus wird auf der Ostseite angebaut.

Im Alter ziehen sie in die Mietwohnung bei J.u.G. Ohrt, Steinbergstraße 1

2020     verkauft an

 

 

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Steinbergstraße 1                      Erbaut ca. 1900 (evtl. früher, genaues ist nicht bekannt)

Gemäß einer alten Postkarte von 1907 gab es um diese Zeit eine Bäckerei (Voss) und ein Café (Ruge) in Beringstedt.

 Alte Postkarte von 1907 fertig 1

Dem Schild neben der rechten Tür kann man entnehmen, dass ein gewisser Johs. Ruge der Inhaber dieses Geschäfts ist. Ob er der Besitzer oder Mieter dieser Hausseite ist bleibt Spekulation, könnte aber sein. Es gab noch einen 2. Haus-Eingang.

 Steinbergstraße 1 Postkarte von 1907

Februar 1930   Eintrag in der Dorf- und Schulchronik:

In der vorigen Woche kaufte Uhrmacher Markus Rubien das Haus, in welchem er seit längerer Zeit zur Miete wohnte, von Frau Ww Voß, hier.

Demnach war die Witwe Voß zu dieser Zeit die Besitzerin.

Markus Rubien ist der Sohn von Christian Rubien (Im Eck 1). Sein Bruder Reimer Rubien hatte dort eine Tischlerei, wie bereits zuvor der Vater Christian Rubien.

In diesem Uhrmacher-Geschäft konnte man neben Uhren, Schmuck und Porzellan auch Fahrräder kaufen.

Seine Frau Christine Knuth (geborene Jensen) heiratete in 2. Ehe den Uhrmacher Knuth

Nach dem 2. Weltkrieg gab es hier neben dem Uhrmacher eine Post-Agentur, die der Kriegsversehrte Jürgen Hadenfeldt verwaltete.

Steinbergstr.     Steinbergstrasse 1 Knuth

                             vorne: Polizist Petsch und Postbote Hans Lütje.

 

 

Im Frühjahr 1979 verkauf Hugo Knuth dieses Haus an

G. u. J.  Ohrt   Nach einigen Renovierungsarbeiten ziehen sie hier im Januar 1980 ein.

 

 

...

 

Steinbergstaße 11                

Posthaus       Postkarten 2 4

Erster Bewohner dieses Hauses, erbaut ca. 1910

In diesem Haus befand sich einst die Postagentur von Beringstedt.      PostAgentur 1905 Die alte Haustür, die auf diesem Bild zu sehen ist, befindet sich heute noch im Besitz von Wulf Illing. Er hat sie in seiner Terrassenecke verbaut.

Die erste Postagentur übernahm Herr Nupnau im Mai 1897. Der Briefträger war Herr Popp. Er brachte die Post nach Seefeld, Puls und Ostermühlen. Herr Nuppnau war für Beringstedt zuständig. Einige Jahre später kam Herr Schlömer als Briefträger hinzu. Ab dann hatte Herr Nuppnau nur die Post-Agentur zu betreuen. Nach 23 Jahren (1920) übergab er diese Aufgabe an Herrn R. Schmidt, der bis 1929 hier tätig war. Dann folgte Joh. Ehlers.

Am 25.4.1929 zog der frühere Postagent R. Schmidt in die frühere Altenteilerkate von Cl. Voß (heute Norbert Heuck, Friedenstr.8, davor wohnte dort der Schuster W. Hinrichs, Quelle: Dorf- u. Schulchronik)

ab 1929 übernimmt Joh. Ehlers mit Frau Margarethe, geb. Ott (Bahnhofs-Gaststätte) die Postagentur

    Am 1.5.1929 übernahm Sparkassenrendant Joh. Ehlers die Postagentur. (Quelle: Dorf- u. Schulchronik)

    Am 1.10.1929 vermählte sich der Postagent Joh. Ehlers mit Margarethe Ott.

Ebenfalls in diesem Haus wohnten hier zur Miete:

         Johannes Behrens und Frau Alwine, mit ihren Söhnen Walter und Helmut. Sie hatten ein Zimmer im DG. Der Rest war Dachboden.

      Zwei weitere Söhne: Hans und Richard fielen im 2. Weltkrieg.

         Herr Behrens war von 1945-46 Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Beringstedt.

Da er `nur´ einfacher Arbeiter war, er aber in seiner Funktion als Feuerwehrchef das Sagen hatte, wollten die `hohen´ Herren der Bauernschaft seinen Anweisungen oft nicht folgen. Deshalb degradierte er einige in ihrem Rang bei der Feuerwehr, wozu er zwar das Recht hatte, was aber dazu führte, dass er nur ein Jahr Wehrführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Beringstedt blieb.

       Auch Oma Behrens wohnte ebenfalls mit im Haus. Sie bekam das kleine Zimmer, dass einst als        Poststube diente. Die Poststelle war bereits ins Haus Steinbergstraße 1 verlegt worden.

Nach dem Krieg sind in diesem Haus viele Flüchtlinge untergekommen.

Zu diesen gehörte auch die Familie Illing, Walter u. Wilma. Sie wohnten zunächst bei Tante Dora, Mückenhörn 9, und fanden dann im Haus Steinbergstr. 11 eine neue Bleibe. Sie bekamen im DG ein Wohnzimmer, rechts (kleines Fenster) befand sich das Schlafzimmer und links (kleines Fenster) war die Küche. Der älteste Sohn Walter schlief im Etagenbett oben, seine Brüder Wilfried und Wulf im unteren Teil. Es gab keine Matratzen, dafür gefüllte Strohsäcke als Unterlage, die ab und an neu befüllt wurden. Die Eltern hatten ein etwas breiteres Bett, in dem auch die Tochter mit schlief. Und dann gab es noch ein Kinder-Gitterbett. Als die Tochter älter wurde, bekam sie einen Schlafplatz auf dem Sofa im Wohnzimmer. Da sie morgens früh geweckt wurde, weil die Eltern aufstanden, ging sie dann noch für kurze Zeit ins Elternbett, dass noch schön warm war. Die Kinder mußten im Winter solange im Bett liegen bleiben, bis der Bollerofen eingeheizt war und es etwas wärmer wurde. Es gab zwar einen Ausguß in der kleinen Küche, Frischwasser mußte jedoch oft von unten heraufgeholt werden, weil der damalige Wasserdruck vom Wasserturm auf dem Schulberg nicht bis ins OG reichte. Hinter dem Haus gab es ein Plumsklo (Haus mit Herz).  Diese Erinnerungen erzählten Wulf Illing, sein Bruder Wilfried sowie deren Schweste im Jahr 2022 bei einem Treffen im Birkenweg. Auch die folgenden Info´s zur Hausgeschichte entstammen diesen Erinnerungen)

Nachdem Oma Behrens verstarb, bekam Fam. Janz ihr kleines Zimmer. Mutter, Oma, Sohn Harry und 2 Mädchen, Ulla und Edeltraut wohnten nun hier. Sie kauften später das Haus auf dem Saar, Nr. 34 (später Putzke)      

Als viele der Beringstedter Flüchtlingsfamilien ins Rheinland zogen und auch Familie Behrens nach NMS zog, folgten:    Frau Schlegel mit Mutter und Sohn Oskar.

Als Eigentümer folgten Wilma und Walter Illing mit ihren Kindern.

Walter Illing       *1911 in Kiel          Er machte seine Lehre in einer Meierei. 1928 kam er zur Reichsmarine und wurde Funker. Beim Sport (THW) lernt er Wilma kennen und sie heiraten 1935. Versetzungsbedingt ziehen sie zum Seefliegerhorst nach Kamp in Pommern und anschließend nach Pillau-Neutief in Ostpreußen, wo Wilma im Lazarett tätig war. Walter wurde Nachrichtenoffizier und Kompaniechef. Sie hatten inzwischen 4 Söhne und eine Tochter bekommen.

Steinbergstraße 17

  Bruhn Meyer Pohlmann Wendrich    Baujahr 1912

   Bruhn Meyer Pohlmann Wendrich3

Diese Bilder wurden (2019) zur Verfügung gestellt von Anke Biguss., Hwst. Es ist ihr Elternhaus.

Bild 2: Beim Nachbarhaus sieht man noch den hohen Schornstein der Bäckerei von Max und Anne Voß. Er war berühmt für seine leckeren Cremeschnitten.

Anmerkung zum Nachbarhaus Bäcker Voß: Ich (Rita Bokelmann) kann mich an ein Gespräch erinnern, in dem die Tochter von Max und Anne Voß (Ulla J.) erzählte, dass sie in Kindheitstagen, gemeinsam mit anderen Jugendlichen, im Winter in der Backstube oft für ein Theaterstück geübt haben, weil es dort immer schön warm war.

Das Haus wurde 1912 erbaut vom Ehepaar Bruhn. Er war Seefahrer. Sie vermieteten ab ca. 1939/40 einen Teil des Hauses (Dachgeschoss) an das junge Ehepaar Kurt und Ilka Meier.

Kurt Meier (*1909 +1996) arbeitete bei einer Bank in Itzehoe (Sude) und lernte hier seine Frau Ilka (*1912 +2000, geb. Stolley) kennen. Sie arbeitete ebenfalls in Itzehoe bei einer Familie als Haushaltshilfe, `in Stellung´ wie es genannt wurde und für junge Frauen allgemein üblich war. Ihr Vater, Rudolf Stolley war Bahnhofsvorsteher am Beringstedter Bahnhof. Kurt und Ilka heiraten 1939. Sie erwarten ihr 1. Kind, Helga. Im Krieg war Kurt Meier in Norwegen stationiert. Wenn er Heimaturlaub bekam, den er -wie er selber einmal sagte- „aus familientechnischen Gründen beantragte“, führte dies dazu, dass 1941 und ´42 die Kinder Horst und Anke geboren wurden.

Haus Osterwald

Behrens Hinrich

Gebaut im Jahr 1958  für

Anna Behrens *1921 +2014, Tochter von Hinrich (Maurer, er arbeitet bei Fa. Schütt) und Anna Behrens. Sie wohnte zuvor im Haus der Eltern, Wiesengrund 4.

Anne´s Tochter Karin (später Tuga, ihr leiblicher Vater hieß Hubert Otto) wird 1941 im Haus der Großeltern, Wiesengrund 4, geboren.

Karin Tuga, geb. Behrens, erzählt (im Feb. 2019) folgende Geschichte aus ihrer Kindheit:

Sie war 7 Jahre alt und wurde im April 1948 in Beringstedt eingeschult. Ihre Mutter arbeitete in Hohenwestedt (Ziegelei) als sie mit ihrer Freundin am Bahnübergang spielte und beim Klettern herunterfiel. Hierbei verletzte sie sich schwer am Kopf. Eine Freundin ihrer Mutter brachte sie zu Dr. Wasmund. Dieser hatte seine Praxis zu dieser Zeit auf dem Hof Voss (Friedenstr. 17, später Pausen/Poggensee). Da der Doktor nicht im Haus war (Hausbesuche über Land) wurde sie erst einmal auf ein Bett/Sofa gelegt. Bis der Doktor kam und die Mutter informiert ist vergeht einige Zeit. Es wird lediglich der Kopf ein wenig hin und her gedreht, damit Blut abfließen kann. Der Mutter werden keine Hoffnung gemacht und ihr wird gesagt, dass ihre Tochter wohl sterben würde - Schädelbasisbruch und hoher Blutverlust. „Dann nehme ich sie mit nach Hause, damit sie dort sterben kann“ beschloss sie (sie wohnte zu dieser Zeit noch bei ihren Eltern im Haus Wiesengrund 4). Am nächsten Tag kam Karin ins Krankenhaus, weil sie nicht gestorben war. Auch dort hatte man wohl keine Hoffnung, denn Karin wurde wiederum nur in eine Kammer gelegt, unternommen wurde weiter nichts. Sie kann sich erinnern, dass sie die ganze Nacht wach gelegen hat. Als am nächsten Morgen eine Schwester ins Zimmer kommt um nachzusehen, meinte diese nur kurz: „Die lebt ja immer noch!“  Da endlich werden Maßnahmen eingeleitet und sie wird versorgt und gesundgepflegt. Ein Wunder, dass sie das überlebt hat!

So kam es, dass sie im nächsten Jahr erneut eingeschult wurde.

Ganz links im Bild: Karin Behrens bei ihrer Einschulung 1948 bei Lehrer Grigo, 3. Dorflehrer in Beringstedt

 Schule 1948 oder 49

Im Erwachsenenalter zieht Karin mit ihrem Mann ins Rheinland. Im Rentenalter kehren sie zurück nach Schleswig-Holstein und wohnen in Hohenwestedt, Glüsing. Ihre Mutter:

Anne, geb. Behrens, heiratet Wilhelm Osterwald (*1918 +2001) Er hat nur einen Arm und bringt seinen Sohn Egon mit in die Ehe. Sie bekommen noch einen gemeinsamen Sohn: Udo

Somit sind es 3 Kinder, die in dieser Familie aufwachsen: Karin *1941, Egon und Udo

Hier auf dem Bild zu sehen:   Udo, als kleiner Junge mit seinem Bruder Egon

 Peter Büßen mit seinem Milchwagen 2

und dem Nachbarjungen Hartmut Hinz, dessen Mutter Herta Hinz und Peter Büßen mit seinem Milchwagen. Das Bild wurde von Siegfried Hinz zur Verfügung gestellt. Im Hintergrund links die alte Dorfschule (bis 1900) und rechts der alte Hof Kröger/Breiholz. Alte Dorfstraße Ecke Wiesengrund.

 

Wiesengrund1Martens

Udo Osterwald                 wird neuer Besitzer des Hauses.

Das Haus wird verkauft an   ……  ??

1978  wohnt dort Martha Martens       (Tochter:    ?,   Enkelin: Inga)

 

Otto Bolln (*1900 in Beringstedt) schreibt folgendes (wahrscheinlich 1978) ergänzend zu einem Artikel vom 24. Dezember 1977, erschienen im Bauernblatt:

Zu dem vorstehend genannten Artikel im Bauernblatt muss es mir gestattet sein, einige Anmerkungen zu machen. Ich bin zwar kein Wissenschaftler, aber vielleicht sind meine Bemerkungen geeignet, das Bild etwas zu ergänzen, die Angaben abzurunden oder gar etwas zu vertiefen. Großflächig gesehen, sind die Angaben in dem genannten Artikel richtig.

Doch zuvor etwas über den Namen „Wischkoppel“. In der Flurkarte der Gemeinde Beringstedt ist der Flurname „Wischkoppel“ m. W. nicht verzeichnet. Das allein wäre kein Argument gegen die gewählte Bezeichnung, denn es gibt in der Gemarkung Beringstedt zahlreiche Flurnamen, die in der Flurkarte nicht verzeichnet sind.

                Wisch    = niederdeutsch Wiese, allgemeine Bezeichnung für nutzbares feuchtes Grasland, das zweimal jährlich für die Heugewinnung gemäht, weniger aber als Viehweide genutzt wurde. Viele Wiesen (Wischen) machten den Reichtum eines Dorfes aus und die Wiesen waren bei der Verkoppelung Ende des 18. Jahrhunderts ein bestimmender Wertmaßstab.

                Koppel = niederdeutsch ein mit Wällen, Knicks oder Zäunen eingefriedetes Landstück, das als Ackerland genutzt wurde, aber wenn es brachlag auch als Viehweide. Die Bezeichnung „Koppel“ findet sich erstmalig in einer Urkunde aus dem Jahre 1258.

Ganz genau betrachtet schließen sich also die Bezeichnungen „Wisch“ und „Koppel“ gegenseitig aus. Unter den vielen hundert Flurnamen der Dörfer Beringstedt, Reher und der fünf Dörfer des Aukrugs kommt die Bezeichnung „Wischkoppel“ darum auch nicht vor, wohl aber zahlreiche andere Zusammensetzungen wie z. B. Moorwisch, Steenwisch, Lüttwisch, Grootwisch, Holtwisch oder Scheeperskoppel, Holtkoppel, Lüttkoppel und Buschkoppel, aber keine Wischkoppel. Allerdings gibt es die Bezeichnung „Wischhof“ für ein nahe beim Haus gelegenes Gelände.

Birkenweg 10                    Hof Hans-Jakob Holm

 

--- zur Vorgeschichte siehe:  Dampfsägerei   in der Rubrik: Gewerbe in Beringstedt---

Dieses Haus hat ein Schiefer-Dach und nicht wie damals üblich Reetdach.

Hans Jakob Holm   Hof Jakob Holm

Vorbesitzer:           Schlachter Peter Sievers          dieser verkauft 1920 an

 

Hans Detlef Holm        *1894 +1934      Sohn des Landmannes Ehler Holm *1862, Altenteiler in Beringstedt, gestorben 1928.

verheiratet 1920 mit Greta, geb. Harms (eigentlich Anna Margaretha Elsabe, kurz Greta genannt)

                    (Sie ist die Schwester zu Hans Harms, In der Marsch 5, Eltern: Jakob Harms und Frau Frauke, geb. Kock aus Maisborstel)

Durch diese Heirat wurde in Beringstedt eine neue Hofstelle geschaffen. Von den Eltern bekam das junge Ehepaar Ländereien überschrieben, um hier wirtschaften zu können.

1920      Hans Holm ließ ein Wirtschaftsgebäude neben dem von Schlachter Sievers gekauften Haus errichten. Die Ländereien bekommt er von der Harms´schen und Holm´schen Stelle. (Info aus der ersten Schulchronik 1884-1928)

             Kinder:          Anne                                     *1920    später verheiratet mit Bäcker Alfred Schlüter (Saar 23)

                                      Magarethe                         *1922    später verheiratete Wensien (Schmiede)

                                      Cäcilia Katarina                 *1926    …

                                      Hans Jakob Ehler Holm *1927    verh. mit Käte

                                     

Hans Detlef Holm stirbt früh im Alter von 40 Jahren an Darmtuberkulose.

altes Dampfsägewerk

Hans Jakob Ehler Holm *1927 +1999      verheiratet mit Käthe *1927, geborene …   aus Haale

                Kinder: 3

Ab 1974 pachtet er einen 2. Hof: Am Wischhof 7, von seinem Cousin Ehler Holm dazu und kauft diesen ein paar Jahre später. Auf diesem Hof übernimmt 1986 sein

Sohn Hans Detlef Holm die Verantwortung.

Käte Holm lebt einige Jahre allein in dem großen Resthof, bis dieser 2006 verkauft wird.

Für Käthe Holm wird neben dem Altenteilerhaus (Am Wischhof 5) vom Hof, Am Wischhof 7, ein neues Haus gebaut (Am Wischhof 3) in dem sie auch heute noch wohnt. Sie bastelt sehr gerne und vertreibt sich mit dem Herstellen diverser Holzfiguren ihre Zeit. Hierfür wurde eigens ein Bastel-Zimmer geschaffen, in dem ihre Arbeiten zu bewundern sind. Ab und an verkauft sie diese auch bei in Beringstedt organisierten Floh- und Weihnachtsmärkten.

Im April 2018 erzählt sie im Alter von stolzen 91 Jahren ihre Fluchtgeschichte:

Eigentlich stamme ich ja von hier und bin trotzdem ein Flüchtling. Ich wurde 1927 in Haale geboren. Mein Vater war Förster und wurde von hier nach Polen versetzt. So kam es, dass wir 1945 aus Polen fliehen mußten.

Vom Lager in Prenzlau (Berlin) aus haben wir, 4 weitere Mädels und ich, uns mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht nach Schleswig-Holstein. Haale war unser Ziel, da ich dort Verwandtschaft hatte. Die Schwester meines Vaters wohnte dort. Als Verpflegung hatten wir einen Schinken aus der Versorgungskammer des Lagers dabei. Der Weg führte uns nach Nordwesten über Güstrow und an der Ostsee entlang nach Lübeck, dann über Segeberg bis nach Haale.  5 Tagen waren wir mit dem Rad unterwegs, sind jedoch nur zu Dritt angekommen, weil zwei Mädels sich unterwegs absetzten, da sie ein anderes Ziel hatten. Wir schliefen unter freiem Himmel, unter anderem an einer Rübenmiete, obwohl es Anfang Mai nachts noch empfindlich kalt wurde. Die Fahrräder banden wir zuvor an unsere Füße, damit wir es merkten, falls sich jemand daran zu schaffen machen wollte. Unterwegs sahen wir viele Menschen, meistens alte Männer und Frauen auf ihren Karren. Auch Tote haben wir am Wegesrand gesehen. Man ist einfach über sie hinweggestiegen und hat sich weiter nichts dabei gedacht. Heute fragt man sich, wie verroht der Mensch doch werden kann, wenn er dabei ist sein eigenes Leben in Sicherheit zu bringen. Bei Güstrow kam es zu einem Zwischenfall. Das Fahrrad eines der Mädchen wurde von einem Panzer überrollt und war nicht mehr zu gebrauchen. Wir machten uns Gedanken, wie es nun weitergehen sollte. Dann nahm sie das kaputte Rad, brachte es zu einem Stall, stellte es dort hinein und kam zurück mit einem anderen Rad. Sie hatte es einfach `umgetauscht´ (gestohlen). Dies war ein Moment wofür ich mich später geschämt habe. Wir fuhren dann weiter und machten lange Zeit keine Pause! Vor Lübeck sagte man uns: Fahrt dort nicht hin, dort sind die Engländer! Nun, wir taten es dennoch und sahen auch die Tommies mit ihren Gewehren. Mit einem unguten Gefühl fuhren wir an ihnen vorbei und zu unserem Glück ließen sie uns unbehelligt passieren. In Segeberg hatten wir das Glück in einer Gartenhütte schlafen zu dürfen. Nachdem wir zuvor gefragt hatten wurde es uns erlaubt. Am Abend brachte uns die Hausfrau sogar noch gebratene Pfannkuchen. Es war das beste Essen in dieser Zeit und sie schmeckten so gut, dass ich mich heute noch genau daran erinnern kann. 2 Jahre später bin ich dann noch einmal nach Segeberg gefahren. Ich wollte mich bedanken, fand jedoch das Haus nicht wieder.

Ich kann mich erinnern, dass in Haale noch Panzersperren gebaut wurden als wir dort ankamen, obwohl doch der Krieg eigentlich zu Ende war. Heute fragt man sich, warum es so war.

2006     wird der Resthof verkauft an:    Gabriele Wulff und ihren Sohn. Sie stirbt 2021 an Krebs.

 

...

Hof Bruhn / Krey

 

Abgeschrieben aus den Aufzeichnungen, die Otto Bolln zusammengestellt hat und (2019) ergänzt mit Fakten und Bildern aus dem Besitz von Elfriede Krey.

1602      Wittmaack                          als Vollhufe aufgeführt

1744      Claus Ott                            

Auf einer Liste, die 1876 von Jacob Ruge zusammengestellt wurde, sind alle Höfe und deren Besitzer aufgeführt, wie sie 1876 Bestand hatten und wer 130 Jahre zuvor der Hofbesitzer war. Hier taucht für diesen Hof der Name Claus Ott auf.  

1800      Jürgen Wittmaack           wird als Besitzer genannt. Dieser hatte keine männlichen Nachkommem. Seine Tochter heiratet

1840      Clas Bruhn                       aus Lütjenwestedt. Er wird als großer Sänger beschrieben und soll mit   seiner Stimme das Herz der Tochter und den Hof ersungen haben.

  • Durch den Bahnbau in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts war der Zipfel einer Wiese abgetrennt worden. Auf diesem Wiesenstück sprudelte eine ergiebige Quelle und bewirkte einen üppigen Grasbewuchs. Dieser Teil ging in den Besitz des Schuhmachers Carl Keller über, weil die Rechnungen für Neuanfertigungen und Reparatur von Schuhwerk längere Zeit nicht bezahlt wurde. Um den ständig mahnenden Schuster zufriedenzustellen wurde er mit dem für die Familie Bruhn ohnehin unwichtigen Wiesenstück entschädigt. So konnte Schuster Keller von nun an dort seine Ziegen weiden lassen oder Heu für den Winter einbringen.

1870      Jürgen Bruhn                     *1840 heiratet Katarin *1843, geb. Vollert aus Embühren.

                                                               Kinder:    Heinrich *1870, Markus *1877, und ...??

1874 ist der Besitz Bruhn lt. Klassensteuer-Rolle mit 4000 Taler verschuldet. Gläubiger waren Eggert Bruhn und dessen Vater, die damals also offenbar noch nicht abgefunden worden waren. Etwas später werden die Schulden mit 5080 Taler beziffert. Die Gläubiger sind zwar nicht genannt, es ist aber anzunehmen, dass es sich ebenfalls um noch nicht abgefundene Familienmitglieder handelte. Es war seinerzeit üblich solche Verpflichtungen in den Büchern bestehen zu lassen – aus steuerlichen Gründen.

  • Durch den Bahnbau in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts war der Zipfel einer Wiese abgetrennt worden. Auf diesem Wiesenstück sprudelte eine ergiebige Quelle und bewirkte einen üppigen Grasbewuchs. Dieser Teil ging in den Besitz des Schuhmachers Carl Keller über, weil die Rechnungen für Neuanfertigungen und Reparatur von Schuhwerk längere Zeit nicht bezahlt wurde. Um den ständig mahnenden Schuster zufriedenzustellen wurde er mit dem für die Familie Bruhn ohnehin unwichtigen Wiesenstück entschädigt. So konnte Schuster Keller von nun an dort seine Ziegen weiden lassen und auch noch Heu für den Winter einbringen.

Zu dieser Zeit lebten hier 5 Personen mit dem Namen Bruhn.

Dieses Bild ist ein Ausschnitt vom Luftbild des Nachbarhofs Martens, welches Ingrid Martens zur Verfügung gestellt hat.

 Hof Harms Timm 

Als Hofbesitzer sind bekannt:

Hans Riecken    Er hatte keine männlichen Erben. Die Tochter Abel heiratete (1809) Claus Hadenfeldt (*1780). Ihre Schwester heiratete den Bauernsohn

Hans Harms       aus Wapelfeld. Dieser wurde so in Beringstedt ansässig. Der Sohn

Hans Harms       *1822 + 1907, heiratet (1858) in Schenefeld seine Anna *1827 aus

Wapelfeld, geb. Rohwedder

Im Jahr 1869 gibt es auf dem Hof Harms an Viehbestand:  5 Pferde, 9 Kühe, 6 Schafe und 4 Schweine

Im Jahr 1874 wird der Besitz als Halbhufe genannt. Zum Haushalt gehörten 6 Personen. Knechte sind Johann Timm und Johann Greve. Magd ist Wiebke Rathje.

Hans Harms und Frau Anna.pg   Anna und Hans Harms

Im Jahr 1870 ist der Hof 150 Jahre alt

(Baujahr somit also ca. 1720).

                         Hof Timm 

Hof Wobig für website

 

1740      Jacob Timm

1797      Hans Timm         dieser kauft von   Paul Ohlen    das Haus mit Schmiede          und 14 Tonnen Land für 1750 Courant.

1820                                  am 7.2. stirbt der Witwer Hans Timm im Alter von 63 Jahren (demnach ist er 1757 geboren). Seine Frau Trina war eine geb. Otten und ist schon früh                                                      verstorben

                                               Kinder:                 Antje    verh. mit Hans Detlef Ploog in Beringstedt

                                                                           Samuel                *1792

                                                                           Hermann             *1796

                                                                           Hans                    *1800

                                                                           Lisbeth                 *1802   

                                                                               … zu diesem Zeitpunkt alle ledig

1853      Samuel Timm    *1829 +1918  

                                               1857 heiratet er Wiebke, geb. Harms (vom Hof Harms, In der Marsch 5)

                                               Er war von großer, imponierender Gestalt und freiwilliger Teilnehmer am Aufstand von 1848. Er kämpfte mit bei Fredericia und Idstedt.

Zum Besitz gehörte neben einer Altenteilerkate auch das spätere Haus Keller. (stimmt das ???)

            1888     heiraten Friedrich Heinrich Wilhelm Wieben *1860, Viehhändler und Schlachter in Beringstedt,

Sohn des Jasper Hinrich Wieben aus Hohenaspe, jetziger Käthner und Schlachter in Todenbüttel und der Metta Wilhelmine Maria, geb. Anders.

und Anna Wiebke, *1856 in     Beringstedt,

eheliche Tochter des Jürgen Horstmann (siehe Hausgeschichte Wischhof 13, heute Keller) daselbst und der Thrina, geb. Timm

Am Wischhof 7                 Hof Holm

 Hof Holm Am Wischhof 7 für website

Baujahr unbekannt. Dieses Bild wurde von Detlef Holm zur Verfügung gestellt. Der kleine reetgedeckte Stall wurde 1977 abgerissen, dort steht heute das Gyllefass.

Am Dielentor (Hofseite)  stehen heute noch 2 behauene Felssteine:  links mit  E 18   und rechts mit  H 97  eingemeißelt. Soll heißen:  Ehler Holm 1897    Zu dieser Zeit hat wohl ein Umbau (evtl. Stallanbau) auf dem Hof stattgefunden.   

       

Die Geschichte des Hofes, soweit bekannt:

1800     Gerhard Kaltenbach ist Besitzer dieser Hofstelle.

Die Tochter des 1786 in Hadenfeld bei Schenefeld geborenen Johann Kaltenbach heiratet

Claus Holm      siehe hierzu auch die Hofgeschichte     Alte Dorfstraße    -Hof Holm / Kröger / Breiholz- :

                          Der Sohn

Claus Holm      *1794 +1827

                         heiratet in Schenefeld 1821 Anna Rohwer, des Küfners Henning Rohwer und der Silke Holtorf in Brinja (heute Brinjahe) eheliche Tochter.        

 

Bis 1695 haben die Höfe Hadenfeldt             -Friedenstr. 19 und Friedenstraße 23-

eine gemeinsame Vorgeschichte, dann wurde der Besitz unter den 2 Brüdern Hans und Claus aufgeteilt.

   Stammstelle Hadenfeldt mit Brauhaus    Hadenfeldt der andere.klein

Bild rechts: später Friedenstraße 23 (Hadenfeld, Wilcke, Tonn). Bild links: später Friedenstraße 19 (das Steenbockhaus, Hans Hadenfeldt)

 

August Hadenfeldt (Lehrer in Hamburg, als Pensionär wohnhaft in Meldorf, wo er die Familien- Chronik Hadenfeldt fertigstellte und 1922 verstarb) Er hat bei seinen Nachforschungen zu dieser Familienchronik -gedruckt 1922- keine weiteren Hadenfeldts in Norddeutschland ausfindig gemacht. Auch im restlichen Deutschland konnte er keine weiteren Familien mit diesem Namen finden. Er kommt zu dem Schluß, dass seine Urahnen um 1200 in das kleine Dorf Hadenfeld eingewandert sind, vermutlich aus Holland. Dies lag an den damaligen Zeitumständen. In Deutschland und auch in Holstein wütete die Pest. Ganze Dörfer waren ausgestorben und lagen verödet und leer da. Dazu kamen, wie eine alte friesische Chronik berichtet, Teuerung und Hungersnot. In dem überlebenden Teil der Bevölkerung regte sich die Lust in verlassene Gegenden und Dörfer einzuwandern, wo man sein Leben besser fristen konnte. Es gab viele Aus- und Einwanderungen in dieser Zeit. Wäre die Familie bereits länger in Holstein ansässig gewesen, also vor dem 12. Jahrhundert, so hätten sie sich entschieden weiterverbreitet. Die ständig sich wiederholenden Völkerverschiebungen und Kriege aller Zeit hätten sie erfaßt und in weitentfernte Gebiete getragen, wo sie dann durch Arbeit und Heirat bodenständig geworden wären. Man würde den Namen Hadenfeldt (auch Homfeld - plattdeutsche Aussprache) dann auch in anderen Regionen finden.

Er schreibt: Vor dem Kriege (1914-18) bin ich weit gereist, stets mit dem Gedanken zu erfragen und zu erforschen, wo die Familie Hadenfeldt als uralte, sesshafte Familie zu finden sei, so in Kopenhagen, München, Dresden, Karlsbad, Schweiz usw. – aber nirgends eine Spur! Über die Befriedung Ost- und Westholsteins weiß uns der Geschichtsschreiber Hehnhold zu berichten: Im Jahre 1139 berief Graf Adolf II Kolonisten ins Land. Ost- und Mittelholstein wurde von den Holländern besetzt. Der Graf erhob einen sogenannten Holländer-Schatz und dafür galt in ihrem Gebiet das hollische oder Holländerrecht. Dieses holländische Recht hielt sich dann bis im Jahre 1438 in einer Urkunde, die für den Bischof von Lübeck ausgestellt ist, geschrieben steht: „Hebben gesund und togelaten de Innwannerer, dat se von nu an mögen hebben hollstensch Recht und nich mehr dörven hebben hollendsch Recht.“

August Hadenfeldt kommt zu dem Schluß, dass das Dorf Hadenfeld (bei Schenefeld, Mittelholstein) wohl der Ort war wo seine Urahnen -wahrscheinlich aus den Niederlanden stammend- ca. um 1200 in Holstein eingewandert sind. Damals waren Ortsnamen mit den Familien eng verbunden. Die ersten schriftlichen Erwähnungen des Familiennamen Hadenfeldt sind im Kirchenarchiv von Schenefeld zu finden.

Die Schreibweisen des Familiennamens waren einst:          Hanfeld, Hahnfeldt, Hadenveld, Hannfeld und auch Homfeldt.

Erst ab 1800 geht die Schreibweise in Hadenfeldt über.

Die vielen Nachkommen der aus Beringstedt stammenden Vorfahren, haben sich in folgende Ortschaften verzweigt (Stand 1922):

Brunsbüttel, Eggstedt, Hademarschen, Havetoft, Hamburg, HH Altona, Hohenwestedt, Holstenniendorf, Krummstedt, Lütjenwestedt, Maisborstel, Mörel, Nindorf, Nordhastedt, Oersdorf, Osterstedt, Sarzbüttel, Schafstedt, Schenefeld, Seefeld, Südhastedt, Reher, Remmels, Warringholz, Welmbüttel, Windbergen und Detroit, Amerika.

Diese Verbreitung fand jedoch erst nach 1800 statt. Zuvor gab es den Familiennamen Hadenfeldt nur im Amt Rendsburg in den Orten:

Hadenfeld, Beringstedt, Maisborstel, Osterstedt, Remmels und Schenefeld.

1471    wird ein Hadenfeldt als Mitglied der Itzehoer Liebfrauen-Gilde erwähnt -Clawes Hadenveld-. Diese Gilde ist eine Notgemeinschaft auf Gegenseitigkeit bei Feuer, Wasser, Tod, Erkrankung. Die Gilde wird 1447 zum ersten Mal erwähnt, ist jedoch schon sehr viel älter. Sie ist 1768 eingegangen, weil die Landesbrandkassen gegründet wurden.

1576    haben der Probst zu Rendsburg, Volquardus Jonas, und der Pastor Johann Schumacher von Schenefeld       mit 4 Kirchengeschworenen, Hans Holmen, Harder Hadenfeldt, Heinr. Thoden und Detlef Struwen, die              Einkünfte zusammengestellt, wobei es heißt:

             - In Beringstedt Clas Hadenfeldt gift 1 Himpten Roggen.

- Im Missale des Schenefelder Postoratarchivs de anno Domini 1570 steht: Anno 1610 hefft Olde Hink Voß aus Osterstedt 50 Thaler in de Ehre Godes uttogeven verordnet, welke Hans Hadenfeldt voll empfangen un se in sin Nüttigkeit woll angewendet un stahn deselwie up seinem freyen Erbgude, alle Jahre up Martini die Rente tho betolend.

- Ferner findet sich daselbst folgende Eintragung: Hans Hadenfeldt tho Beringstedt gifft jährlich von eine Wisch in dem hilken Sandt (heiligem Land, Kirchenland) und eine Wurt in Eggert Jocobs Hornä 1 Himpten Roggen. Seine Nachfolger Hans und Clas Hadenfeldt thun dasselbige.

Am 19. Mai 1559 nahm der Herzog Johann mit seinem Feldherrn Rantzau den Hadenfeldt´schen Hof in Anspruch auf seinem Weg zur Eroberung Dithmarschens.

Die folgenden Daten sind aus der Familienchronik Hadenfeldt, erstellt 1922 von August Hadenfeldt aus Hamburg (er stammt aus Brunsbüttelkoog), die er für seinen Vater Detlef Hadenfeldt posthum erarbeitet hat:

1576      Clas Hadenfeldt                   wohnt der Hoevener tho Beringstedt, dessen Sohn

1610      Hans Hadenfeldt                 ebenfalls als Hoevener tho Beringstedt, sein Sohn

1637      Hans Hadenfeldt                 aus Beringstedt stiftet 4 Reichsthaler für die geschnitzte Kanzel der neu aufgebauten Kirche in Schenefeld.

Er heiratete in 2. Ehe am 28. 4.1648              Margaretha Harps      Sein Sohn aus 1. Ehe ist mit (?) ist

              Hans Hadenfeldt        geb. 1632 gest. 17.9.1692  heiratete am 29.10.1660                     Abelke Ehlers aus Gribbohm.

                            Die Söhne sind               Hans       *1662     und       Claus      *1664   

Die beiden Brüder teilen den Hof zu gleichen Teilen   und    pflanzen 1695 eine Ulme    als Grenzbaum.

Hierüber berichtet der Kirchspielvogt Timm in Schenefeld in seinem Memorial vom 19. Februar 1695:

Ob die Gebrüder Hans und Claus Hadenfeldt zu Beringstedt Macht haben sollen, das Gut voneinander zu teilen, zumal der eine Bruder des Claus Beeken Tochter in Liesbüttel gefreit.

Resolutio: Weil ich als Amtmann des Königs Interesse zuträglich finde, daß Claus Hadenfeldt seine Hufe zu Beringstedt unter den Brüdern geteilt werde, so confentiere ich nicht allein darin, sondern der Kgl. Kirchspielvogt wird auch von mir beordert unter Zuziehung der drei Dingvögte die Hufe in allem gleich voneinander zu setzen und ihnen einzutun, doch auf diese Art, daß, was Gott verhüten wolle, der eine oder der andere von diesen Brüdern zurückkommen sollte, daß alsdann derjenige, welcher noch im Wohlstande, solche Hufe wieder anzunehmen und dem Könige davon Recht zu tun, soll gehalten sein.       Drage, den 29.Februar 1695

 

 

...

 

Mückenhörn 2                  Hof Wieben

 

  Postkartenbild Wieben 

Bild oben: Ein kleiner Ausschnitt einer alten Postkarte, aufgenommen vor 1910, denn auf dieser Postkarte ist auch der alte Hof von H.D. Ruge (siehe in der Marsch 7) zu sehen, der 1910 abbrandte.

Zur Vorgeschichte:  (siehe Schmiede Wensien) Am Ende des heutigen Schmiedegang wohnte um 1800 ein Claus Timm. Dessen Sohn, ebenfalls Claus Timm, verkaufte sein inzwischen baufällig gewordenes Anwesen in der Marsch und ließ hier, am heutigen Mückenhörn 2 ein neues Haus bauen.

Nächster Besitzer wird:

Friedrich Heinrich Wilhelm Wieben *1860, Viehhändler und Schlachter in Beringstedt, Sohn des Jasper Hinrich Wieben aus Hohenaspe, jetziger Käthner und Schlachter in Todenbüttel und der Metta Wilhelmine Maria, geb. Anders.

er heiratet 1888  Anna Wiebke, *1856 in Beringstedt, eheliche Tochter des Jürgen Horstmann (siehe Wischhof 13) daselbst und der Thrina, geb. Timm (siehe Seegen 2)

Sie haben 2 Kinder:        Meta Catharina *1889 (später Holm, Wischhof)

Carl Jürgen Wieben *1891

1914     Heinrich Wieben ist einer der 36 Mitbegründer der Wassergenossenschaft in Beringstedt und hier als Vorstandsvorsitzender tätig.

1922  Carl Wieben heiratet  Marie Ruge, *1892, Tochter des H. D. Ruge und seiner 2. Ehefrau Anna (siehe Hofgeschichte In der Marsch 7)

Sie haben 3 Kinder: Annemarie *1925 (später Fischer), Meta *1927 (später Kröger) und Heinrich *1935 (Hoferbe)

 

          1922     Carl Wieben ist Mitbegründer und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Beringstedt

 Feuerwehr mit Musikzug

Bild oben:  Carl Wieben  4. Reihe von oben, 1. Mann ganz links

Meta und Annemarie Wieben

Meta und Annemarie in der Schule

 

1927     Der Hof von Heinrich Wieben brennt ab und wird wieder neu aufgebaut. Hierzu findet sich folgender Bericht im Beringstedter Heimatbuch 1, Seite 83 u 84:

Ein schönes Haus wird durch Feuer vernichtet

Ich arbeite in der Werkstatt. Plötzlich erschallt das Feuerhorn. Schnell werfe ich die Arbeit in die Ecke und stürze hinaus. Schau! Ein dichter Rauch schwebt in der Luft. Im schnellen Tempo rase ich zur Brandstätte. Lichterloh schlagen die Flammen zum Himmel empor. Gierig suchen die Flammen nach Beute. Schon das ganze Haus ist in die Hände der Flammen gefallen. Alles rennt, rattert, flüstert. Hier und dort läuft einer mit einem Arm voll Sachen. Schränke, Tische, Stühle, alles kommt kopfüber aus dem Hause heraus. Einige Männer sind im Haus und werfen Sachen heraus. Andere kommen herbei und schleppen es fort. Dort längst der grünen Kastanienallee kommt eine Feuerspritze angerasselt. Sieh! Dort aus der Haustür kommt ein Schwein. Hautfetzen hängen vom Körper herunter. Plötzlich kracht der Schornstein zusammen. Dicker Rauch steigt empor. Schau! Aus Fenster und Türen kommen die Männer herausgesprungen. Kahl ragen noch die glühenden Balken in die qualmige Luft. Tausende Funken wirbeln in der Luft. Der heftige Wind fegt durch die Brandstätte. Wie ein Schleier breitet sich der blaugraue Rauch über die neue Frühlingsnatur. In ungefähr einer viertel Stunde ist das Strohdach heruntergebrannt. Alle Möbel und andere Sachen wurden nach Wendell geschleppt. Als es nun schon 2 ½ Stunden gebrannt hatte, gehe auch ich nach Hause.

Nach dem Essen befinde ich mich noch einmal bei der Brandstätte. Das Feuer hat schon übe das ganze Haus die Herrschaft genommen. Steine und Balken, alles liegt durcheinander. Einige Männer sind bei und schleppten die Balken auf einen Haufen. Hier und dort schlagen noch einige Flammen empor. So ist in kurzer Zeit ein schönes Bauernhaus zu einer Ruine geworden.

14.5.1927  angefertigt von Walter Rubien

 

Ein Schul-Aufsatz geschrieben von Günter Adomat am 08.94.1948, Heimatbuch 1:

Das Haus des Bauern Carl Wieben

„Hey Günter, was macht ihr da?“ ruft mir einer meiner früheren Mitschüler, welcher auf dem Hof Wendell in der Landwirtschaft hilft, zu. „Ach, wir müssen einen Aufsatz schreiben für die Schule und zwar sollen wir Wiebens Haus beschreiben“, ist meine Antwort. „Ich weiß schon Bescheid“, erwidert Erwin, „heute Nachmittag ist hier die halbe Schule dagewesen und alle haben sie sich das gegenüberliegende Haus angesehen. Aber, was ist da viel zu schreiben? Ich würde schreiben: Das Haus hat vier Wände, paar Fenster und `ne Tür. – fertig.“ „Nein, nein“ wende ich ein, „so geht das nicht, das ist eine glatte 5. Ich will dir mal erzählen, wie ich schreiben werde“. Mein Gegenüber sagt: „Na dann, schieß mal los!“ Ich beginne: „Das Haus von Wieben gehört wohl mit zu den höchsten und schönsten von Beringstedt. Es hat ein ziemlich steiles Dach. Mit dem Giebel zeigt es nach Südosten. Bei diesem Giebel ist das oberste Stück aus Holz, auf welches grüne Farbe aufgetragen ist. Auch erspähe ich einen Erker, welcher das Haus um ein erheblich Teil verschönert. Zu beiden Seiten sind je 2 Fenster. Nun die Südseite. Oben auf dem Dache thront ein Schornstein. Aus dem roten Ziegeldach ist ein Frankspieß mit 2 Fenstern rausgebaut. Im Erdgeschoß in der Mitte ist eine Veranda, in dieser stehen zwei Pfeiler. Zwischen Wand und Pfeiler ist ein Blumenkasten, davor ein kleines, weißes Gitter. Oben hängt eine elektr. Lampe. Zu jeder Seite der Veranda sehe ich zwei Fenster. Die beiden hintersten sind mir besonders in Erinnerung, denn hinter ihnen hat lange mein Freund gewohnt.

Vor dem Haus steht oder vielmehr liegt ein Tisch und eine Bank. An dem Haus ist der Stall angebaut, welcher natürlich das Aussehen des Hauses nicht verschönert. Im Garten, dicht am Zaun, stehen einige Jasminsträucher. Der Tulpenbaum ist leider schon …. Hier fehlt wieder Text auf der Kopie - die Seite ist zuende !!!)   … Fenstern an der Südwand stehen 4 Lindenbäume. Der Garten mitsamt dem Hause wird von einem baufälligen Zaun, welcher mit Maschendraht bespannt ist, eingeschlossen.“

„Ja, das hast du ganz gut gemacht“, sagt Erwin, „jaja, man merkt gleich, daß man nicht mehr zur Schule geht, sofort ist man aus der Übung“, fügt er lächelnd hinzu.

 

Im Sommer 1948 starb Oma Wieben im Alter von 92 Jahren. (Info Dorf- u. Schulchronik, Seite 268).

Der neue Hof Wieben    Luftbild Hof Wendell 2  Ein kleiner Ausschnitt vom Luftbild des Nachbarhofes Wendell in den 1950er Jahren

 

1989      stirbt Hans Heinrich Wieben (54 J. alt). Seine Frau Antje verkauft kurz darauf den Hof.

 

 

...

Friedenstraße 23                     Hadenfeldt                 Dingvogtstelle

 1695 wurde der einst große Hof des verstorbenen Hans Hadenfeldt  zu gleichen Teilen an seine beiden Söhne aufgeteilt. Diesen Teil erhielt

    Hadenfeld001 Hadenfeldt Bild aus dem Internet      

           

1695          Claus Hadenfeldt        *1664   

                   Er übernimmt, nach der Teilung, diesen Teil des Hadenfeldt´schen Besitzes

                   Er ist verheiratet mit Barbara Beeken, Tochter von Claus Beek, Liesbüttel

                               3 Kinder:             Zwillinge              Hans      *22.02.1699

                                                                                              Claus     *22.02.1699

                                                               Tochter                Elsabe   *03.01.1705       

               

Claus Hadenfeldt            *1699 erbt den Hof. Er ist verheiratet mit            Antje P.

                                               Er ist      Kirchspielbevollmächtigter

                                              

Sohn                     Claus     *10.09.1728       

Weitere Kinder ???

 

Wischhof 9                         

-aus den Aufzeichnungen von Otto Bolln-

1794     Claus Hadenfeldt wird als Besitzer genannt. Er war Brunnenbauer oder -bohrer, betrieb eine kleine Landwirtschaft und war nebenbei Imker.

Eines Tages überraschte er einen Honigdieb. Er zeigte den Einbrecher jedoch nicht an, sondern schenkte ihm so viel Honig, wie er nur haben wollte. Dies war ein angesehener Bürger aus Beringstedt. Den Namen gab Herr Hadenfeldt jedoch nie bekannt. Auf diese Weise beschämte er den Honigdieb so sehr, dass dieser ihm fortan aus dem Weg ging. Er zog einige Zeit später aus Beringstedt fort.

Claus Hadenfeldt verließ auch Beringstedt und zog nach Bünzen, Aukrug. Er verkaufte seinen Besitz an den Müllergesellen Asmus Biß

   Asmus Biß war nicht nur Kleinbauer, sondern nebenher auch Grützmacher. Dieses Gewerbe war seinerzeit priviligiert, d.h. wer aus Hafer, Gerste oder Buchweizen Grütze oder Mehl haben wollte, mußte zur Kgl. Wassermühle Ostermühlen oder er ging zu Asmus Biß. Bei der Wassermühle wurde gemattet, d.h. ein Teil des Mahlgutes mußte an den Mühlenpächter als Lohn gegeben werden. Dabei wurde den Kunden oft zuviel abgenommen. Deshalb ging man lieber zu Asmus Biß. Die Maschinen und Geräte, die er als Grützmacher benötigte, fanden Platz in der ehemaligen Honigkammer.

Es muß eine weitere Generationen Asmus Biß gegeben haben, denn 1873 steht ein Asmus Biß als Mehlhändler und Kätner in der KlassensteuerRolle der Gemeinde Beringstedt. Der Haushalt ist mit 7 Personen angegeben, woraus zu ersehen ist, dass die Familie 5 Kinder hatte. An Acker und Wiesen gehörten zum Besitz Ländereien auf dem Flurgebiet Holsten, Wiesen im Hemeler Moor, ein sumpfiges Waldstück `Raggerholz´ und ein größerer Acker im Areal der Gemeinde Todenbüttel.

                         Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Asmus Biß nur ein Pferd und das war schon sehr alt. Es blieb auf den sandigen Feldwegen vor den schwer beladenen Ackerwagen oft stehen und Asmus, klein von Wuchs, war dann gezwungen ebenfalls zu pausieren.

                         Eine seiner Töchter, Helene, hatte ein uneheliches Kind, das den Namen Adolf erhielt. Adolf Biß kam, nachdem er bei der Kaiserlichen Marine gedient hatte, auf Umwegen zur Eisenbahn, wo er es bis zum Weichenwärter brachte. Er starb hochbetagt (über 90 Jahre alt) in einem Hamburger Altenheim.

                         Helene heiratete Ende des 18. Jahrh. den Schuhmachermeister Carl Keller, der eine Strohdachkate aus dem Besitz Timm erwarb (siehe Am Wischhof 13) und darin eine gut gehende Schuhmacher-Werkstatt einrichtete. Carl Keller stammt aus Westfalen (Nähe Paderborn oder Soest) und er verlor den dortigen Dialekt niemals. Aus der Ehe gingen die Söhne Heinrich, Friedrich und Carl und die Tochter Helene hervor. Die Tochter verstarb früh an Tbc. Heinrich fiel im 1. Weltkrieg. Friedrich wurde Klempner und Installateur und trat die Nachfolge von Heinrich Nuppnau an. Carl wurde Meierist, er hat den Beruf jedoch nie ausgeübt und wurde Gelegenheitsarbeiter in Hamburg. Er verstarb ebenfalls früh.

Eine zweite Tochter von Asmus Biß heiratete einen Mann namens Anthony. Sie wohnten zunächst auf dem Saar, zogen dann später nach Neumünster.