Johann Schneider             ein Beringstedter Original

genannt „Johann Schooster“. Er war im fränkischen Marktbreit geboren und als wandernder Schuhmachergeselle in Beringstedt hängengeblieben. Er heiratete -wohl nicht ganz freiwillig- eine Tochter des Dorfes: Anna, geb. Sievers. In dem Haus an der Straße nach Seefeld, das jetzt dem Bauern Wendell gehört, richtete er eine Schusterei ein. Klein und dick von Gestalt und nie ohne Schürze, wie sie die Schuhmacher trugen. Ihn zierte ein in der Mitte geteilter Vollbart. Immer versuchte er jeden Gesprächspartner „auf den Arm zu nehmen“. Meistens bemerkten die Betroffenen erst später, daß sie einer Lügengeschichte aufgesessen waren. Es gab zahlreiche solche Anekdoten und Lügengeschichten. Neben der Schusterei hatte er die Feuerspritze zu betreuen und das Feuerhorn zu blasen und er hatte den Schlüssel zum Spritzenhaus in Verwahrung. Claus und Georg, seine beiden Söhne (beide im 1. Weltkrieg gefallen), hatten wenig Freiheit. Waren sie einmal nicht beim Haus und wurde der eine oder beide gebraucht, dann stellte sich „Johann Schooster“ vor die Tür und pfiff durchdringend auf einem Kofferschlüssel, weithin hörbar. Georg und Claus mußten dann alles stehen und liegen lassen und nach Hause galoppieren, sonst gab es Schläge mit dem Spannriemen. Der größte Teil seiner Kundschaft war in Seefeld zu Hause. Für den Weg dahin benutzte er ein Fahrrad. Hinter dem Fahrrad hatte er einen kleinen Handwagen mit einem Tau verbunden, in dem er alles was sich so zu befördern ergab, transportierte: Ferkel, Kleinkinder, Rübenpflanzen, Sohlleder, Hühnerfutter, auch Äpfel und Birnen. Bevor er abfuhr hieß es stets: „Georg, Claus, putzt mir mal das Rad!“. Er sprach ein Gemisch aus Hochdeutsch, Plattdeutsch und Fränkischem. Auch wenn sonntags ausgefahren wurde, geschah dies per Rad und immer mit dem hinter seinem Fahrrad rasselnden Handwagen und so waren sie immer schon von weitem wahrzunehmen. Während des ersten Weltkrieges wurde viel „schwarz“ gebuttert, denn Butterfässer der alten Art gab es noch überall. Ein Beringstedter ging oft zu Fuß nach Seefeld, um dort Butter zu holen. Johann Schooster wußte dies und nötigte den betreffenden herein, wenn er zurückkam. In der Schusterstube verwickelte er ihn in ein langes Gespräch und nötigte ihn neben den Ofen, den er gewaltig nachheizte. Immer wenn es dem Wanderer zu heiß wurde, nötigte er ihn wieder zum Hinsetzen und heizte nach, bis dem Besucher die Butter in der Tasche schmolz.

Bei den Gesprächen am „Buschdiemen“ waren solche und ähnliche Geschichten immer wieder Gesprächsthema.

(Dieser Bericht wurde verfaßt von Otto Boll *1900 in Beringstedt, Mückenhörn 9)

In der Familie Wendell hieß das kleine Häuschen noch lange: die Schusterkate, obwohl die Bewohner Schneider hießen.

 

...

Butendörp

Einst ein Beringstedter Familienname

1739     Im Taufregister der Kirche zu Schenefeld heißt es im Jahre 1739 am 2. Martinus (März) wie folgt:

Johann Christoph, ein uneheliches Kind. Die Eltern sollen sich bei Tönning befinden, ohne auf vieles Befragen zu erfahren, wie sie mit Namen heißen und wo eigentlich der Ort ihres Aufenthalts.

Das Kind ist der Witwe des seel. August Königs zu Beringstedt ins Haus gebracht, all wo es auch getaufet worden.

Gevatter (Taufpaten): Samuel Maschmann, wohnhaft zu Beringstedt itzo zu Norder Hattstedt wohnend, Hans Sierk aus Fahl (Vaale) und Claus Ott zu Beringstedt.

Da es zu dieser Zeit keine Findelhäuser gab -wie in katholischen Gegenden-, mußte derjenige, dem das Kind heimlich gebracht wurde, auch für das Kind sorgen. Andernfalls hatte das Dorf für das Findelkind einzutreten und so ist es hier wahrscheinlich auch geschehen.

Es gab also in Beringstedt ein Kind ohne Nachnamen im Haus der Witwe König. Wahrscheinlich wurden die Taufpaten von der Kirche (Schenefeld) ausgewählt und eingesetzt.

Vermutlich ist hier der Familienname Butendörp zu suchen, denn von den Butendörps heißt es, das der Begründer dieser Familie als Findelkind außerhalb des Dorfes, also „buten Dörp“ gefunden wurde und da das Kind einen Nachnamen haben mußte, zu einem Johann Christoph Butendörp wurde.

 

Einhundert Jahre später gab es in Beringstedt einen Heinrich Butendörp, der mit Margarethe, geb. Wensien, verheiratet war.

In den Kirchenbüchern von Todenbüttel befindet sich hierzu folgender Eintrag: 13.01.1881 + Heinrich B., Witwer und Verlehnsmann in Beringstedt, *10.11.1805 in Schenefeld als der uneheliche Sohn der Elsabe Maacks und des Heinrich Butendorf. Er starb im Alter von 75 Jahren und hinterläßt aus seiner Ehe mit der weiland Margarete geb. Wensien zwei Kinder:

1) Johann Hinrich Butendorf, Käthner und Handelsmann in Beringstedt, *12.3.1838

2) Elsabe, ledig, *7.12.1835

zu diesen Beiden findet sich kein Eintrag im Sterberegister, woraus geschlossen werden muss, daß Beide außerhalb der Kirchengemeinde Todenbüttel bestattet wurden.

 

Dieser Johann Hinrich Butendörp war als Handelsmann (Hausierer) und Butterträger bekannt. Auch wird er als Hochzeits- und Leichenbitter eingesetzt. Am erfolgreichsten war er aber als Heiratsvermittler. Zufolge seiner umfangreichen Kenntnisse über die heiratsfähigen Männer und Töchter in der nahen Umgebung und auch weiter entfernt gelegenen Dörfern, die er bei seiner Hausierertätigkeit nebenher sammelte, verfügte er über einen beträchtlichen Fundus an Ehekandidaten. Was er so nebenher betrieb war nun beileibe keine Kuppelei, sondern eine ganz und gar legale Ehevermittlung. Ihm werden sehr viele geschickt eingefädelte Ehestiftungen nachgesagt, die gut einschlugen. Andere Möglichkeiten, sich kennen zu lernen boten allenfalls die Jahrmärkte, aber daneben gab es keine anderen Möglichkeiten. Über den Lohn (Kuppellohn) wurde von allen Seiten eisern geschwiegen. Mit einem Taler = 3 Mark war die Mühe des Johann Butendörp aber sicher nicht abgetan.

Von ihm wurde auch die Schwester meines Vaters, also meine Tante, Elsabe Bolln unter die Haube gebracht, und zwar mit dem Dachdecker Claus Haarfeldt in Looft.

                Otto Bolln, *1900 in Beringstedt

 

Nach Rücksprache (im Jahr 2020) mit Herrn Pastor Rothe, ist in den Todenbüttler Kirchenbüchern folgendes notiert worden:

20.4.1877 + Heinrich B., ledig in Beringstedt, ehelicher Sohn des Johann Hinrich B. und seiner Ehefrau B. geb. Kühl, *30.8.1871, gestorben an Gebrechlichkeit.

7.12.1880 + Anna B., geb. Kühl, Tochter des ...(Vorname unleserlich) Kühl in Seefeld und der Elsabe, geb. Fink. *15.3.1848 starb sie im Alter von 32 Jahren. Sie hinterläßt aus ihrer Ehe mit dem hinterbliebenen Witwer, dem Kätner und Handelsmann Johann Hinrich B. *12.3.1838 (siehe oben), 3 Kinder:

1) Elsabe Maria  *3.2.1874

2) Greten *8.12.1877

3) Alvine *6.6.1880

 

23.04.1917 wird Heinrich Butendorf als Gefallener im 1. Weltkrieg gemeldet.      (Lt. Liste der Gefallenen, die jährlich am Denkmal verlesen werden).

 

Mit seinem Ableben verschwand der außergewöhnliche Familienname aus Beringstedt.      Siehe hierzu auch die Hausgeschichte: Alte Dorfstraße 8

 

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Nachtschutz        Oktober 1923        Eintrag in der ersten Schulchronik:

Für Beringstedt wurde ein Nachtschutz, bestehend aus 55 Mitgliedern, gebildet. Vom 1. Nov. ab sollen in jeder Nacht 4 Mann Wache halten; je 2 in der 1. Nachthälfte, je 2 in der 2.  Vorsitzender der Nachtschützer ist Gärtner Lamprecht.

Hierzu wurde folgendes aufgeschrieben (2017) von Gudrun Norden, Seefeld:

Meine Mutter, Anna Schubert, geb. Hartig (*1923), wohnte bis zum Jahr 2014 in ihrem Elternhaus, der kleinen Reetdachkate in der Alten Dorfstr. 20 in Beringstedt. Sie erinnert sich, dass ihr Vater Hinrich Hartig (*1895) in den 1930er Jahren in Beringstedt in den Wintermonaten als „Nachtwächter von Beringstedt“ fungierte. Er drehte jede Nacht 3 Runden im Dorf, beginnend so gegen 22:00 Uhr bis morgens zur Melkzeit der Bauern. Dabei trug er ein Horn umgebunden, in das er während der 1. Runde einmal blies, während der 2. Runde zweimal und während der 3. Runde dreimal. Man sagt, so haben die Bewohner, wenn sie es hörten, immer gewusst wie spät es in etwa war und sich auch sicher gefühlt. Während seiner Rundgänge trug mein Opa einen langen Mantel und dicke Stiefel, jedoch hatten diese noch kein Pelzfutter. Zum Schutz vor der Kälte wurden dicke Sohlen aus Zeitungspapier in die Stiefel gelegt. In sehr kalten Nächten wärmte er sich mit heißen Getränken. zwischendurch auf. Von den Bauern erhielt er ab und zu den Auftrag, mal in den Kuhstall zu sehen, wenn eine Kuh kalben sollte. Gegen Morgen kehrte er dann nach Hause zurück.

Dieses Bild von Hinrich Hartig wurde von seiner Enkelin G. Norden zur Verfügung gestellt.

 Hinrich Hartig Opa von Gudrun Norden

Hinrich Hartig war auch Schlachter und wurde von Beringstedtern gerufen, wenn bei ihnen, wie es damals üblich war, eine Hausschlachtung anstand. Seine Rundgänge als Nachtwächter machte er nur in den Wintermonaten.

Anmerkung von Erhard Marxen:

Bei uns hat `Hinne´ Hartig (ab 1961) auch noch mehrmals im Winter ein Schwein geschlachtet und fachgerecht zugehauen. Aber er konnte noch viel mehr:

Als Steinhauer war er ab und zu auch für die Gemeinde tätig: 1962 sollte der Grandweg von der Todenbüttler Grenze (Badkuhlenkoppel) bis zum Triangel auf `Groot Wisch´ eine Asphaltdecke bekommen. Wir Landwirte wurden aufgefordert unsere Sammelsteine (die Ackerflächen wurden regelmäßig von Steinen aller Größe befreit) am Wegesrand abzuladen. Hinne Hartig zerschlug alle etwas größeren Steine und brachte mit der Steinforke das ganze Material gleichmäßig in die Fahrbahn. Danach wurde von einer Firma die Asphaltdecke aufgebracht.

Aber auch größere Steine, ganze Felsen, konnte Hinne gezielt zerschlagen: Er sah dem Granit kleine Adern an. Mit leichten Schlägen (nie wild drauf los!) gab er dem Stein „Bescheid“. Dann ließ er sich Zeit oder er wandte sich schon mal dem nächsten Stein zu. Später brachte er nur noch einige weitere Schläge und der Stein zerfiel. Auch mit diesem Steingruß wurden die Straßen unterkoffert. Nebenbei war Hinne Hartig auch als Friseur tätig. Wenn man sich mit ihm absprach, brauchte man auch nie lange zu warten. Ich war mit dem Haarschnitt immer sehr zufrieden. E. Mx.

 

weitere Nachtwächter in Beringstedt waren:

1905             Jasper Peters                           bis 1888 Schäfer in Beringstedt. Jetzt Nachtwächter.

                                                                            Wohnhaft Friedenstraße 1 (beim Altenteiler Cl. Ott).

1920             Hans Voß                                  Er wohnte im Haus Alte Dorfstraße 8 zur Miete.

                                                                            Er mußte dann umziehen, weil ein neuer Besitzer das Haus zum Eigenbedarf kaufte. Wohin bleibt offen.

                      Hinrich Voß                              Seegen

1923             Oktober:                                   In Beringstedt wurde ein Nachtschutz, bestehend aus 55 Mitgliedern, gebildet. Vom 1. November ab sollen in jeder Nacht 4 Mann Wache halten, je 2 in der     ersten Nachthälfte, je 2 in der zweiten. Vorsitzender des Nachtschutzes ist Gärtner Lamprecht.

1929             Johann Hansen                       Heckenweg 1

                      Hinrich Hartig                          Alte Dorfstraße 20

 

 ...

Lothar Rolf Meller                ein Beringstedter Original

Zusammengestellt aus Informationen von Erh. Marxen, Roger Lamprecht sowie Ute und Hinrich Schrum, (Reher, Viehhorn). Sie haben die Bilder zur Verfügung gestellt und sind noch im Besitz seiner Geburts- und einer Abstammungsurkunde. Daher sind heute (2020) folgende Daten bekannt.

*23.10.1931 in Wuppertal-Elberfeld

 

Seine Mutter hieß Else Erika Rieß, wohnhaft in Odenkirchen (südlich von Mönchengladbach). Sie kam wohl ursprünglich aus Kiel. Gemäß einer erst 1960 ausgestellten Geburtsurkunde des Standesamtes Wuppertal-Elberfeld, bekam Lothar seinen Nachnamen durch Namenserteilung.

Erst 1989 wurde eine Änderung in seiner Abstammungsurkunde vorgenommen, in der es nun heißt: Johannes Meller hat als Ehemann der Mutter dem Kind seinen Familiennamen `Meller´ erteilt.

Vorgeschichte erzählt von Hinrich Schrum (wohnh. Viehorn, Reher), der durch ständigen Kontakt zu Lothar´s Lebzeit folgendes zu berichten weiß:  Als die Mutter verstarb war Lothar noch sehr jung, der Vater war schon zuvor verstorben. So wurden er und sein Bruder (jetzt Vollwaisen) in einem Heim in Dresden untergebracht. Als Dresden Ende des 2. WK bombardiert wurde kamen die Kinder des Heimes nach Meißen in ein Lager. Von hier aus wurden sie aufgeteilt und in verschiedene Bereiche von Deutschland gebracht. Lothar´s nächste Station war Kiel, wahrscheinlich weil seine Mutter hier geboren war. Er absolvierte eine Schneiderlehre.

Weil er nach der Ausbildung noch nicht volljährig war, kam er anschließend -so ca. 17 Jahre alt- nach Beringstedt. Hier übernahm die Familie Schrum seine Betreuung. Anfangs für kurze Zeit auf dem Hof von Hinrich Schrum, Senior (Steinbergstr. 23, später Seemann). Dann hatte er ein Zimmer bei Frieda Schrum, Saar 22 (Frieda war zuvor mit Otto Lamprecht verheiratet, der Anfang des Krieges fiel. 2. Ehe mit Claus Schrum. Sie betrieben ab 1946 für einige Jahre (bis 1952/53) die Gastwirtschaft in der Steinbergstraße, wohnten privat auf dem Saar). Als sogenannter `Kostgänger´ wurde Lothar von ihr mit Essen versorgt, was fast bis zu ihrem Tod so blieb, auch als sich ihre Lebensumstände änderten und sie ein Haus im Osterhofer Weg bauten.

Peter Büßen war verheiratet mit Christine Büßen, geb. Möller. Sie hatten im Haus Birkenweg 6 einen KONSUM-Lebensmittelladen, der bereits seit den 1920er Jahren hier betrieben wurde. Nebenbei eine kleine Ferkelzucht sowie 4 Kühe und einen großen Gemüsegarten.

Meierist mit Dorfhändler

 

Ab ca. 1953 fuhr Peter Büßen mit dem „Milchwagen“ (vom Pferd gezogen, denn ein Auto konnte man sich zu damaliger Zeit nicht leisten) durchs Dorf und verkaufte neben frischer Milch, die er morgens bei der Meierei abholte auch kleine Mengen Lebensmittel wie Brot und Butter. Seine Touren führten ihn durch Beringstedt bis nach Ostermühlen und auch in den südlichen Teil von Todenbüttel (Nähe Alte Ziegelei, also das Gebiet vor der Todenbütteler Au).  

-Das folgende Bild wurde freundlicherweise von Siegfried Hinz zur Verfügung gestellt-

Peter Büßen mit seinem Milchwagen 2

Mitte:                                     Herta Hinz (Mutter von Siegfried Hinz)
Großer Junge:                       Ihr Sohn Hartmut (Bruder von Siegfried H.)
Die beiden anderen:              Kinder von Frau Osterwald, Wiesengrund
Ort:                                        Alte Dorfstraße, bei der alten Schule

 

Jeder im Dorf kannte Peter Büßen. Auf seiner Milchtour durch´s Dorf kam es vor, dass er ab und an (meist bei Geburtstagen) eingeladen wurde ins Haus zu kommen. Sein Pferd Lotte war sehr geduldig und wartete dann immer bis er wieder herauskam. Nur einmal, da hat es Lotte zu lange gedauerte, sie lief dann einfach schon mal voraus nach Hause (es war ja auch schon am Ende der Tour) und kam dort alleine an. Vor `Lotte´ gab es ein Pferd mit Namen `Hans´, aber daran können sich wohl auch die älteren Beringstedter kaum noch erinnern.

 

 

 

Trägerin des Bundesverdienstordens

Wilma Illing hat sich in der Gemeinde Beringstedt einen besonders erwähnenswerten Platz verdient!

1913 wird sie in Beringstedt geboren. Sie wächst in Kiel auf und besucht hier die höhere Töchterschule. Dann macht sie eine Fachausbildung zur Kindergärtnerin. Beim Sport (THW Kiel) lernt sie ihren Mann Walter kennen. Er war gelernter Meierist und seid 1928 Funker bei der Reichsmarine. Sie heiraten 1935. Versetzungsbedingt ziehen sie zum Seefliegerhorst nach Kamp in Pommern und anschließend nach Pillau-Neutief in Ostpreußen, wo Wilma im Lazarett tätig war. Walter wurde Nachrichtenoffizier und Kompaniechef. Sie hatten inzwischen 4 Söhne und eine Tochter bekommen.

 Wilma Illing 2

Der letzte Land- und Hofarbeiten in Beringstedt war

Hubert Lassahn.

Er verbrachte sein ganzes Arbeitsleben auf dem Hof Martens.

Nach dem 2. Weltkrieg im Jahr 1946 kam der damals fast 16-jährige  Hubert Lassahn  *1930, als `Jungknecht´ auf den Hof Martens. Er stammte aus Hinterpommern und war als Flüchtling gemeinsam mit seiner Schwester Christel (später Poschmann) und dem Bruder Erwin (er ging später nach Amerika) nach Beringstedt gekommen. Sie wurden erst einmal auf dem Hof Wendell untergebracht. Christel blieb auf dem Hof Wendell und arbeitete dort als Haushaltshilfe, der Bruder blieb auch erst einmal dort, er ging ja noch zur Schule. Hubert wurde als Hofarbeiter vorstellig bei Opa Hans Martens. Dieser meinte, dass eigentlich niemand gebraucht werde! Wenn er jedoch mit Pferden umgehen könne, dürfe er bleiben. Vor Pferden hatte Hubert zwar mächtig Respekt, aber er blieb und war bis zu seinem Lebensende Hof- und Landarbeiter bei Familie Martens. Er hatte im Haus sein eigenes Zimmer und somit auch Familienanschluß. Im Jahr 1971 feierte er sein 25-jähriges Jubiläum und im Jahr 1986 bekam Hubert eine Urkunde für 40-jährige Betriebszugehörigkeit auf dem Hof Martens überreicht vom Landrat Bellmann in Rendsburg.

1993 fanden die beiden Jungs Carsten (6 J.) und Jan B. (9 J.) Hubert leblos neben einem Wagen liegend. Hubert wurde 63 Jahre alt. 

Der letzte Gemeinde-Schäfer von Beringstedt

In frühen Jahren war in Beringstedt ein Schäfer mit Namen Hans Thede. Er ist in Bornhöved, in Ostholstein, geboren. Im Kriegsjahr 1870 wurde er eingezogen. Bei der Ausbildung zum Soldaten ist er erkrankt und dann im Lazarett gestorben.

Sein Nachfolger wurde Jasper Peters *26.04.1847 in Todenbüttel. Für´s Schafehüten bekam er 48 Thaler im Jahr. Er hatte 5 eigene Schafe und hütete insgesamt ungefähr 300 Schafe, die im Dorf verteilt waren. Die Bauern Bruhn und Daniel Hadenfeldt gehörten nicht mit zu der Gemeindeschäferei. Für jedes Schaf mußten die Eigentümer den Schäfer 1 Tag beköstigen. Morgens, wenn er die Schafe zusammenhaben wollte, tutete er auf seinem Kuhhorn. Wenn das Horn erklang, wurden die Ställe geöffnet und die Schafe wußten wo sie hin mußten. Als Erkennungszeichen hatte jedes Schaf eine Markierung am Ohr. Die Schafe von Hans Harms hatten am rechten Ohr ein Stück abgeschnitten und im linken Ohr ein Loch. Bei Eggert Lucht hatte das rechte Ohr ein Loch. Dies sind nur zwei benannte Ohr-Markierungen, die notiert wurden.

Ein ebenfall heute nicht mehr vorhandenes Gebäude war die Kate auf dem Hof Schrum (später Seemann):

beide Bilder Nordansicht

Schrums Kate     Hof Thöm Wohlers Schrum Seemann für Website

Dieses Haus (Bild links) brannte 1926 ab. Davon berichtet dieser Aufsatz im Heimatbuch 1, geschrieben von Alma Beenk (damals Schulmädchen):

Unser Wohnungsbrand

Schon 3 1/2 Jahre hatten wir in der Kate von Schrum gewohnt. So war denn auch der 12. Januar herangekommen. Wir saßen des Abends gemütlich beisammen in der Werkstatt. Die Uhr war eben sieben. Weil ich so müde war, wollte ich gerade ins Bett gehen. Auf einmal ertönte der Ruf: „Feuer, Feuer, Feuer!“ Erschrocken eilten meine Eltern hinaus. Weil meine Schwester Keuchhusten hatte, mußten wir drinnen bleiben. Keiner wußte, daß es unsere Wohnung war. Da niemand wieder hereinkam, wurde ich ängstlich und ging, mit meiner Schwester auf dem Arm, auch hinaus. Leider mußte ich wahrnehmen, daß es unsere Wohnung doch war. Auf dem Boden knisterte es. Es brannte aber immer noch nicht. Nur der ganze Boden war voll Rauch. Ich mußte mit meiner Schwester zu meinen Großeltern, konnte aber vor Schreck kaum gehen. Ich zitterte an allen Gliedern. Einige heiße Tränen rollten über meine Wangen. In wenigen Minuten waren viele Leute von nah und fern herbeigeeilt. Bei meiner Tante beobachtete ich, wie viele fleißige Hände sich regten, unser Mobiliar zu retten. In einer Stunde war fast alles gerettet und in alle Nachbarhäuser gebracht. Auch ich mußte einige Sachen mit wegschaffen, konnte aber nicht viel tragen, so zitterte ich. Das meiste Mobiliar wurde gerettet. Nur mehrere wertvolle Sachen, die sich auf dem Boden befanden wurden ein Raub der Flammen. Die hellen Flammen schlugen zum Himmel. Die Feuerwehren beschützten die Nachbarhäuser. Die roten Feuerfunken flogen nach Norden. Der Wind lag ruhig. Wäre der Wind heftiger gewesen und hätte nach Süden gestanden, wären mehrere Strohdachhäuser in Gefahr gewesen. Mehrmals fielen krachend die brennenden Balken in die öde Wohnung. Der Schornstein stand nur noch einsam und verlassen da. Er wurde dann mit einem heftigen Krach runtergestürzt. Der Brand ging halb vorüber. Ich merkte nichts mehr von Müdigkeit. Um elf ging ich ins Bett. Zuerst konnte ich nicht einschlafen. Bei dem niedergebrannten Haus mußte die ganz Nacht mit Ablösung Wache gehalten werden. Am nächsten Morgen ging ich nicht zur Schule, denn ich hatte keine Bücher, auch hinderte die Arbeit davon; denn wir hatten alle Hände voll zu tun. Meine Bücher fand ich aber wieder. Um meine Bücher trug ich auch schon Sorge. Am Morgen ging ich einmal hin und besah mir die Brandstätte. Aber jämmerlich sah es hier aus. Mauern und Balken waren eingestürzt. Fenster und Türen waren ausge …? Die Briketts lagen noch heil auf der Diele. „Leergebrannt ist die Stätte. In den öden Fensterhöhlen wohnt das Grauen und des Himmels Wolken schauen hoch hinein.“ Die Speisekammer blieb unbeschädigt. Ich ging aber bald wieder nach Hause.

Durch dieses Unglück waren wir zuerst in bittere Not geraten und obdachlos geworden. Es war ungefähr eine Woche vorüber, da fanden wir durch manches Hin- und Herreden Unterkunft bei meinem Onkel. Nach einigen Wochen hatten wir die Not fast wieder überwunden. Bei diesem Brand vermutete man Brandstiftung.

                                           ...geschrieben von Alma Beenk, 26.1.1926

 

Hof Schrum   

Ein Bild aus dem Jahr 1957 zeigt den ehemaligen Hof Schrum mit der alten Scheune (später wg. Baufälligkeit abgerissen, auf dem Bild 2 oben, rechts vom Haus zu sehen) direkt an der Straße und mit dem neugebauten großen Viehstall am Haupthaus.

Links neben diesem Stall stand einst die alte Kate.

 

...

 

Seegen 2

Zum Hof von Hans Timm (Seegen 2) gehörte einst eine -nicht mehr vorhandene- Strohdach-Kate. Diese Kate wird erwähnt in einem Bericht von Otto Bolln über den Tagelöhner Christian Passig. Er schreibt:

Ein Original eigener Art war der Tagelöhner Christian Passig, der in Hans Timm´s Strohdachkate (nicht mehr vorhanden) wohnte. Er war von imponierender Gestalt, mit riesigen Händen und ebensolchen Körperkräften. Stets ging er ohne Kopfbedeckung, was außer ihm niemand im Dorf tat. Sicher war er ein guter und wohl auch fleißiger Arbeiter, der nie Ermüdungserscheinungen zeigte. Er und seine Frau Lena, kurz „Kröschan und Lena“ genannt, hatten beide eine Abneigung gegen übermäßigen Waschwasserverbrauch. Wenn sie im Sommer am Abend staubig und verschwitzt vom Felde heimkehrten, dann wuschen sie sich nicht mit der Begründung, dass sie am nächsten Tag ja doch wieder staubig und verdreckt sein würden. Spülte dann bei der Ernte der Schweiß Rillen ins Gesicht, dann kam darunter die weiße Haut zu Tage. Krischan und Lena waren dann gestreift. Uns Kindern erschien die Logik der Passigs bezüglich des Nichtwaschens am Abend umwerfend, aber wir drangen bei unseren Müttern nicht durch, wenn wir es mit der passigschen Logik auch einmal versuchten. Wir mieden aber das Haus Passig, aus Furcht, dort einmal essen zu müssen, denn das Ehepaar Passig war kinderlos und meinte es sicher recht gut, wenn sie einmal uns Nachbarkinder füttern wollten. Christian Passig hatte einen unbändigen Appetit und die Frauen der Bauern fürchteten ihn als Esser, denn als Tagelöhner hatte er Anrecht auf Beköstigung oder auf einen höheren Tagelohn. Man sagte, dass er 50 Pförtchen auf einmal aß und ich selbst war Zeuge, als er bei Timms am Ostersonnabend (dann gab es Eier satt) 14 gekochte Eier vertilgte ohne Anzeichen einer annähernden Sättigung. Er rülpste dann nur ein- oder zweimal und später ließ er dann auch andernorts Töne frei, die weithin vernehmbar waren. Krischan und Lena waren ganz unbedarfte Leute. Lesen, Schreiben und Rechnen war nicht ihre Sache. Johann Schooster (er wohnte gegenüber in dem kleinen Haus, das zum Hof Wendell gehört) verstand es immer wieder Krischan etwas glaubhaft einzureden, was sich hinterher als derber Spaß oder als raffiniert angelegte Falle herausstellte, in die Krischan blindlings und gutgläubig hineintappte. So versprach Johann Schooster (er hieß eigentlich Schneider mit Nachnamen und war Schuhmacher) dem Krischan 5 Mark, wenn er ihm auf dem Moor 3000 Soden Torf an einem Tag graben würde. Das war für ihn eine Leichtigkeit und im Schweiße seines Angesichts schaffte er an einem Sonntag die Soden an Luft und Sonne. Johann Schooster aber zählte nach und stellte dann nur 2910 Soden fest. Krischan hatte eben seine Not mit den Zahlen in höheren Regionen. Johann Schooster sagte, Krischan habe die Bedingungen nicht erfüllt und er würde ihm nur 3 Mark (der übliche Tageslohn) zahlen und das gab es dann auch nicht in Bargeld, sondern dafür sohlte er ihm Stiefel mit minderwertigem Sohlleder. Das war sicherlich nicht die ganz stubenreine Art, die gutmütige Art dieser Leute auszunutzen. Aber solche derben Späße, von denen es noch viele zu berichten gäbe, waren an der Tagesordnung im Dorf.

Auf diesem Kartenausschnitt (veröffentlicht 1880) ist die Stohdachkate eingezeichnet:

Dorfmitte mit Kate beim Hof Timm

 

 

...

Dieses alte Haus stand einst an der Einmündung `Am Wischhof´

 Keller

Jürgen Horstmann        wird als Besitzer genannt. Er ist Stellmacher. Seine Frau war die Schwester von Samuel Timm. Es folgt

Ehler Holm                        als Besitzer, der dann verkauft an

Hinrich Wieben                 Er war Schlachter. Weiterverkauf an

 

Carl Keller          Er war wandernder Schustergeselle aus Westfalen und ist in Beringstedt seßhaft geworden. Er heiratet eine Tochter von Asmus Biß, Helene. Sie hatten 3 Söhne, Heinrich, Friedrich und Carl (*6.1.1900), sowie eine Tochter. Die Tochter verstarb früh an Tbc. Heinrich fiel im 1. Weltkrieg, Carl wurde Meierist, übte diesen Beruf jedoch nicht aus und ging als Gelegenheitsarbeiter nach Hamburg. Dort verstarb auch er relativ früh.

 

Eine Anmerkung, aufgeschrieben von Otto Bolln:

Beim Bau der Bahnstrecke wurde ein Teilstück einer Wiese, die der Familie Bruhn gehörte durchtrennt. Da dieses Teilstück für die Besitzer unwichtig geworden war, gaben sie es dem Schuster Keller, damit er dort seine Ziegen weiden lassen und/oder dort für den Winter Heu ernten konnte.

Sie wollten damit den ständig mahnenden Schuster zufriedenstellen, weil wohl einige Rechnungen für Neuanfertigungen und/oder Schuhreparaturen noch offenstanden. Indem sie ihm dieses Stück Land überließen, wurde er zufriedengestellt.

              Keller 1924 2

Dieses Bild wurde zur Verfügung gestellt von Gertrud Keller. Es zeigt Friedrich Keller, Frau Christine und die Kinder Karl-Heinz, Helene und Athur (Adolf war noch nicht geboren). Im Hintergrund das Nachbarhaus.

 

1924      Friedrich Keller und Christine, geb. Babirat (aus Hademarschen. Sie stammte jedoch aus dem Osten)

Er war Klempner und Installateur und übernahm später die Nachfolge von Adolf Nuppnau. Christine war eine lebenslustige Frau und machte gerne Schneeballschlachten oder ähnliches mit Kindern. Obwohl sie in jungen Jahren nur wenig Schulunterricht hatte konnte sie später sehr gut schreiben.

               

…            Adolf Keller       *1930   verheiratet mit Gertrud *1931, geb. Nagel

 

...

 

 

Friedenstraße gleich hinter dem Ehrenmal (wenn man Richtung Ortsausgang nach Puls fährt, vor der heutigen Reithalle) stand diese alte Kate auf dem Hof Mehrens, bis sie, wg. Baufälligkeit, ca. 1970 abgerissen wurde. Sie war bis zu diesem Zeitpunkt eine der ältesten Katen in Beringstedt. Beim Abriss wurde ein Balken entdeckt, der das Datum 1740 trug, wohl das Baujahr dieses Hauses. Sie diente einst der Familie Lucht als Altenteilerkate. Da die Geschwister Lucht keine Nachkommen hatten (siehe Hofgeschichte), wurde der Hof an Eggert Mehrens übergeben. Die Mutter seiner Frau Gretchen war eine geborene Lucht. Der Mit-Vorbesitzer Eggert Lucht ist 1925 verstorben. In diesem Zusammenhang kam es wohl zur Hofübergabe. Weitere Details hierüber sind nicht mehr bekannt. Höchstwahrscheinlich wohnten die beiden anderen Geschwister von Eggert Lucht: Hans und Lena Lucht bis zu ihrem Lebensende in dieser, zum Hof gehörenden Altenteilerkate.

Alte Kate Mehrens 2

In den Nachkriegsjahren wurde das Haus von Frau Molkenthin bewohnt. Sie kam 1945 als Heimatvertriebene aus dem Osten nach Beringstedt.

Danach wohnte hier Hermann Rößler mit seiner Frau Erika, bis sie ca. 1970 ein eigenes Haus im Amselweg bauten (Haus-Nr. 5).

Das obige Bild wurde 2018 von Herrn Rolf Ehlers, wohnhaft in Bad Salzdetfurt, zur Verfügung gestellt (Er ist der Sohn des ehemaligen Dorflehrers von Beringstedt). Neben seiner Tätigkeit als Lehrer war sein Vater Hobby-Fotograf und hat viele Bilder vom damaligen Beringstedt aufgenommen, so auch dieses vom damals ältesten Haus in Beringstedt (wie Herr Ehlers zu diesem Bild notiert hat). Bis ca. 1965 wohnte er in der 2. Lehrerwohnung (oben) im Schulgebäude auf dem Schulberg, folglich entstand das Foto vor 1965. Heute (2020) steht an Stelle dieser alten Kate eine kleine Werkstatt, die hier auf den damaligen Grundmauern des alten Hauses errichtet wurde, gleich rechts neben der heutigen Reithalle.

Es gibt noch ein 2. Bild, das sich im Beringstedter Archiv befindet: Alte Kate Wendell Es könnte sich ebenfalls um dieselbe Kate handeln (Rückseite). Im Hintergrund sieht man -schwach aber erkennbar- den Hof Kaltenbach. Eine vergleichbar alte Kate befindet sich auf dem Hof Wendell. Zum Vergleich dieses Bild:

Wendell Reetdachkate

 

 

 

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Mückenhörn9     Bolln Mückenhörn9 (nach einem Umbau)

Das linke Bild wurde von Familie Illing zur Verfügung gestellt. Das rechte Bild ist aus dem Beringstedter Archiv.

Erbaut wurde dieses Haus im Jahr 1751 . Es stand 247 Jahre im Mückenhörn, bis es 1998 durch einen Neubau ersetzt wurde

Bis ca. 1810 fand hier der erste Schulunterricht statt. Dieser wurde nur in den Wintermonaten von den Kindern besucht und dies auch nicht regelmäßig, oft nur sehr wenig oder gar nicht. Kinderarbeit war noch allgemein üblich und die Eltern sahen oft auch die Notwendigkeit für einen Schulbesuch ihrer Kinder nicht gegeben, da es Geld kostete und Zuhause jede Hand gebraucht wurde. Die Kinder lernten im Alltag ganz nebenbei alles was sie für´s Landleben benötigten. Siehe hierzu: Die Geschichte der alten Schule.

Als Eigentümer und Bewohner werden genannt:

1800                Hans Lucht und Hans Alpen

1827                Franz Hein, Kätner

1851                Hans Bolln                       Weber und Kätner aus Reher

1879                Eggert Bolln                    Weber, Kätner und Chausseewärter

Es ist das Geburtshaus von Dora Lütje, geb. Bolln, und ihrem Bruder Otto Bolln *1900 +1994. Er hat diese Informationen zu seinem Elternhaus aufgeschrieben. Er war BahnAmtmann bei der Bundesbahnanstalt in Hamburg und wohnte in der Griegstr. 32, 2000 Hamburg 50. Durch seine Aufzeichnungen über die einzelnen Höfe und Katen in Beringstedt und seine Bewohner können wir heute die Geschichte vieler Häuser und Höfe von Beringstedt nachvollziehen, denn bis auf die Familienchronik Hadenfeldt gab es hierüber nur wenig. Als passionierter Bahner hat er auch die Geschichte vom Beringstedter Bahnhof aufgeschrieben.

Es gab auch noch die Geschwister: Hans, Jürgen und Willi

 

1929                Hans Lütje                       *1908 + 1984 und Dorothea Lütje *1893 + 1989, geb. Bolln.

Sie heirateten am 19.10.1929

 

Hans Lütje war als Postbote in Beringstedt allseits beliebt. Er ließ sich gerne zu einem Schnack aufhalten und diente so nebenbei dafür, den eintönigen Tagesablauf einiger Mitbürger aufzuhellen, indem er sich mit ihnen unterhielt und mancheiner so die neuesten Begebenheiten und Nachrichten vom Dorfgeschehen erfuhr.

Steinbergstrasse 1 Knuth Postbote H. Lütje und Dorfpolizist Petsch

 

Hans und Dora Lütje

Bis 1924/25 stand dieses Haus `Im Eck´

Klein1

Hier wohnten Peter und Alwine Hartig. Es wurde wegen Baufälligkeit abgerissen.

Im Jahr 1946 hat der Maler August Sievers dieses Ölbild angefertigt nach Vorlage eines alten Fotos.

Bei den älteren Ur-Beringstedtern ist dieses Haus mit der Bezeichnung `Petersburg´ noch ein Begriff. 

 

1910     Peter Sievers wird als Bewohner dieses Hauses genannt. Seine Tochter hieß Magda, später verheiratete Jeske.

 

Am 12.1.31 feierte der Viehhändler Peter Sievers das Fest der Silbernen Hochzeit. (Peterburg)

Wann das Haus erbaut wurde und von wem, diese Frage muß noch geklärt werden, falls sich hierfür noch Angaben und Unterlagen finden lassen.

In der Dorfchronik steht im Jahr 1935 folgende Notiz: Peter Sievers baut beim Tunnel (?) eine Wohnung. Mit dem Tunnel ist die Überführung (Timmel genannt) des Wegen an der Bahnlinie gemeint, die es einst am heutigen Reiherstieg gab. Diese Bahnüberquerung führte hier einst zu den nördlich der Bahn gelegenen Fischteichen und wurde später abgerissen.

Das Haus stand in der Nähe der Teichwirtschaft (Wischkoppel), fast an der Bahnlinie, siehe gelb markierten Bereich auf der Karte unten. Vor der Flurbereinigung gab es vom Reiherstieg zur Wischkoppel/Holsten einen Bahnübergang. Kurz dahinter befand sich dieses Gebäude nördlich der Bahn. Dieses Flurstück wurde seinerzeit auch Wulfskroog genannt.

Alwine Klein kann sich daran erinnern, dass sie in ihrer Kindheit (in den 1950er Jahren) bei den Ruinen dieses Hauses gespielt hat, obwohl es von den Eltern und dem Dorflehrer verboten worden war sich hier aufzuhalten. Es wohnte ja auch schon längst niemand mehr dort und es war schon sehr verfallen. Später lag hier nur noch ein Haufen Steine und Schotter. Von den Beringstedter Kindern wurde es damals das Hexenhaus genannt. Heute ist von diesem Gebäude nichts mehr übrig und nichts, außer dieser Geschichte erinnert daran, dass es dieses Haus einmal gegeben hat. -Siehe gelb markierten Bereich-

Auch Anita Kropius, geb. Krey, erinnert sich, dass die als Kind hier gewesen ist. Der Mann war ein sehr naturverbundener Mensch und lebte hier etwas abgeschieden in und mit der Natur. Zu uns Kindern war er stets freundlich.

 Standort vom alten Haus

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt von der Flurkarte, die Erhard Marxen erstellt hat. Die komplette Ansicht dieser Karte hängt im Flur zur Mehrzweckhalle (Eingang vom Sportplatz).

 

...

Die alte Räucherkate

Räucherkate Sievers 2

Dieses Bild wurde von Annelene Illing zur Verfügung gestellt.

Angaben über das Baujahr werden nicht genannt. Vermutlich um 1700, evtl. früher. Dieses Haus gehörte beim Abriss mit zu den ältesten Katen in Beringstedt.    

 

1744    Carsten Holltorf           der Ältere. Er wird in einer Liste genannt, die 1876 von Jakob Ruge zusammengestellt wurde. In dieser Liste wird als späterer Besitzer im Jahr 1876 Hinrich Greve genannt. Zuvor wird

1800     Harder Hadenfeld         geboren 1774 in Oersdorf, wird als Besitzer genannt.

                                                         Seine Nachfolger ist:

                Claus Hadenfeld              Er ist Schmied. Er verkauft an

                Hinrich Greve                   Er ist Schmied und verkauft das Haus an

                Johann Sievers                Tagelöhner. Danach folgt

                Reimer Sievers                Er ist Schneider von Beruf und blieb kinderlos.

Von diesen Räucherkaten gab es einst mehrere in Beringstedt. 

Ein Schüleraufsatz berichtet aus dieser Zeit:

Im Rauchhause

Beringstedter Heimatbuch 1, Seite 76 u 77

In der Tür einer alten, mit Stroh gedeckten Kate trete ich und gelange auf eine große Diele. Ein feiner grauer Rauchschleier umdringt mich. Wie ist das eine unangenehme Luft! Langsam gehe ich auf der allmählich dunkler werdenden Diele entlang und trete durch die Küchentür in die Küche. Aha! Die Hausfrau sitzt am rötlich bemalten offenen Herd und kocht die Abendsuppe. Auf dem Herde steht ein kleiner, eisener Dreifuß. Darunter flackert ein lustiges Feuer und auf dem Dreifuß steht ein schwarzer Kochtopf. Die hellen Feuerflammen schlagen gegen den Topf und es bildet sich Rauch. Dieser fliegt nach oben in einen Schwibbogen. Von hier geht er durch kleine, dreieckige Löcher nach der Diele. An der Decke der Diele hängen an einem Wiemen (*siehe unten) viele Würste, Schinken und Speck. Langsam zieht der Rauch dazwischen durch und durch die Balkenluke auf dem Boden. Gerade über der Luke an einigen Wiemen hängen auch Würste und Schinken. Alle Bretter und Balken sind schwarz geräuchert. Auch sogar das Dachfenster ist vom Rauch angeschwärzt. Die Decken der Küche und der Diele und des Bodens sind so schwarz, als wenn sie angeteert wären. Weil es hier im Rauchhause nicht so freundlich aussieht, als in einem anderen Hause, möchte ich nicht gerne darin wohnen.

angefertigt am 27.4.1922 von Margarete Lamprecht

abgeschrieben von Alma Schröder

(*)  Wiemen  = Sitzstange für Hühner      und/oder     ein Lattengerüst zum Aufhängen von Fleisch (räuchern)

 

Ab ca. 1949 oder `50 wohnte hier für ca. 10 Jahre die Familie Solterbeck (viele Kinder). Sie bauten 1959 ein Haus in der Hermannstraße.

1961    wird das Haus von Familie Schipmann aufgekauft und später wegen Baufälligkeit abgerissen.

 

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Freiwillige Feuerwehr Beringstedt

 

große Schadenfeuer in Beringstedt:     

1889  das Haus Im Eck 1 (Tischlerei Gloy, dann Rubien)

1895  der Hof Hadenfeldt (ehemalige Dingvogtstelle, Friedenstr. 23)

1896  der Hof von Hans Lucht (Friedenstraße 2)  

1900  der Hof von Claus Bruhn (Friedenstraße 18) 

1910  der Hof von Hans Detlef Ruge (In der Marsch 7)

1927  der Hof von Heinrich Wieben (Mückenhörn 2)

1947  der Hof Kaltenbach (Friedenstraße 7)

1969  der ehemalige Hof Breiholz  (Alte Dorfstraße -nicht wieder aufgebaut-)

 

Im Jahr 1922 wurde in Beringstedt die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Gründungsmitglieder waren:

Otto Rosenkranz, Martin Kröger, Ehler Ruge, Hans D. Hadenfeldt, Claus Wensien, Karl Rohwäder, Claus Martens, Ernst Butenschön, Johannes Dallmeyer, Max Bruhn, Hans Kaltenbach, H. Gosch, Claus Hinrichs, Claus Ruge, Johann Schröder, Hans. H. Trede, Hans Harms, Hans Holm, Johannes Fischer, Markus Rubien, Paul Gier, Eggert Mehrens, Claus H. Hadenfeldt, Reimer Rubien, Friedrich Keller, Claus Holm, Claus Voss, Hans Wendell, Johann Sievers, Hermann Kaltenbach, Karl Wieben, Johannes Kracht.

Als Gerätehaus diente ein kleines Gebäude auf dem Dreieck im Eichenweg/Friedenstraße (heute ist dort die Bushaltestelle für den Schulbus ist)

Winter Dez 1982 2         Spritzenhaus Gefrierhaus 1963

Als die Gemeinde ein neues Einsatz-Fahrzeug für die Feuerwehr kaufte, war das Gerätehaus zu klein für dieses neue Fahrzeug. So wurde ein neuer Unterstellplatz gesucht, der sich vorübergehend in dem Blech-Schuppen hinter der alten Meierei fand (heute Autoreparatur Kay Riese). Das alte, kleine Gerätehaus wurde umgebaut, weil sich eine Gefriergenossenschaft gegründet hatte und hier ein Gefrierhaus eingerichtet wurde. 

       Anhänger Trede kleinere Größe     

Aufräumarbeiten hinter der ehemaligen Meierei. Im Vordergrund ist der bereits demontierte alte Schornstein der Meierei zu erkennen. Bis ein neues Feuerwehr-Gerätehaus auf dem Schulberg gebaut wurde, waren hier die Gerätschaften der Feuerwehr untergebracht.

Das      5.       Fahrzeug

 

2017   Die Feuerwehr erhält ein neues Einsatz-Fahrzeug     RD – FB 1922

Das neue Fahrzeug

Das     4.       Fahrzeug

1993 bekam die Freiwillige Feuerwehr Beringstedt dieses Fahrzeug von der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Feuerwehrauto 1999 2

Der alte Ford Transit kam in `Rente´ als die Gemeinde dieses neue Fahrzeug kaufte. 

Das     3.    Fahrzeug     Unimog   T.LF 8/18

Ankunft des neuen Fahrzeuges im Jahr 1982 (Unimog)

-Abschrift aus dem Protokoll-

Beringstedt, den 11.11.1982

Nach mehreren Vorgesprächen hat die Wehr, unter dem Wehrführer Hans Fischer, sich entschlossen einen TLF 8/18 zu kaufen. Hierzu wurde auch der Kreisbrandmeister Jörn Böttcher zur Beratung herangezogen.

Das neue Fahrzeug sollte im Jahr 1982 in der 49. Woche geliefert werden.

Fahrzeug gekauft 1982

Am 09.12.1982 war es nun soweit. Vom Wehrführer wurden bestimmt das Fahrzeug zu holen: Jürgen Ohrt, Rolf Kühl und Peter Zech. Es wurde aus Gingen an der Brenz von der Firma Ziegler geholt. Am 11.12.1982 abends 21:00 Uhr waren sie mit dem Fahrzeug in der Garage in Beringstedt.

Am 18.12.1982  10:00 Uhr antreten der Wehr, anschließend offizielle Übergabe durch den Kreisbrandmeister. Umzug durch das Dorf mit der Feuerwehrkapelle Hohenwestedt. 12:00 Uhr Erbsensuppe essen. 15:00 Uhr Kaffeetrinken mit geladenen Gästen aus den umliegenden Dörfern. Das Fahrzeug konnte am Nachmittag von der Bevölkerung besichtigt werden. Abends um 20:00 Uhr war öffentlicher Feuerwehrball.

Der Wehrführer                                                                             Der Schriftführer

Gez. Hans Fischer                                                                           gez. Peter Zech

Oldtimer Ford Transit 

Er ist nun schon 54 Jahre alt (2018) und diente bis 1993 -fast 30 Jahre- lang der Freiwilligen Feuerwehr Beringstedt als Einsatzfahrzeug. Danach wurde er von der Interessengemeinschaft, die mittlerweile auch schon 25 Jahre besteht, leidenschaftlich gehegt und gepflegt. Auf Oldtimer-Treffen bekommt er regelmäßg Pokale und Auszeichnungen.

Das 2. Einsatzfahrzeug      Ford Transit T.S.F.    -heute Oldtimer-

Am 07.08.1964 hat die Gemeinde der Feuerwehr ein neues Fahrzeug, einen Ford Transit, zur Verfügung gestellt. Es wurde von der Firma Kraft, Rendsburg, geliefert. Dieses Fahrzeug wurde noch mit einer 6-Volt-Anlage ausgestattet.

Der Kauf betrug 1964 ca. 9.000,-- DM für das Fahrzeug und ca. 4.500,-- DM für die Ausrüstung.

Da man viel Ärger hatte mit dem Anspringen, wurde 1989 auf 12-Volt umgebaut. An diesem Umbau waren Max Hermann Greve, Jürgen Ohrt, Hans Detlef Voss und Peter Zech beteiligt. Alle elektrischen Teile, Leitungen und Leuchtmittel etc. mußten für dieses Umbau ersetzt werden. Max Hermann Greve arbeitete zu dieser Zeit bei Bosch in Itzehoe und hatte somit die Möglichkeit sämtliche hierfür benötigten Teile hierfür zu besorgen. Jürgen Ohrt und Hans Detlef Voss hatten beruflich die nötigen Kenntnisse für diesen Umbau, der einen ganzen Tag dauerte. Ab diesem Zeitpunkt hatte man keine Schwierigkeiten mit dem Anspringen.

Im November 1993 wurde es durch ein neues Fahrzeug ersetzt und ab 1994 hat eine Interessengemeinschaft das Fahrzeug übernommen. Im Frühjahr 1998 restaurierten junge Feuerwehrkameraden in mühevoller Arbeit dieses Auto in einen sehr guten originalen Zustand. Der Arbeitsaufwand betrug ca. 280 Stunden und rund 6.000,-- DM. Den weiteren Erhalt dieses schönen Fahrzeugs wird durch die Interessengemeinschaft finanziert.

Die Pumpe in dem Fahrzeug ist eine Magirus Deutz mit VW Industriemotor.

 Anhänger TSA von 1943 

Interessengemeinschaft Ford Transit

-aufgeschrieben im Mai 2017 von Peter Zech-

Siehe hierzu auch den Bericht zum Anhänger TSA

Die TS Pumpe, Baujahr 1958, von Ostermühlen Fa. Lück, ist am 10.4.2017 von der Interessengemeinschaft abgeholt worden. Sie gilt als Geschenk und wird von dieser aufgearbeitet. Die Bedingungen sind, dass sie im Besitz der Interessengemeinschaft bleiben muß und nicht verkauft werden darf.

Die Pumpe wurde als Ersatz 1955 vom Kreisfeuerwehrverband für die Wehr zur Verfügung gestellt. Der Grund war, dass die vorhandene Pumpe aus dem T.S.A bei einem Einsatz in Puls kaputt ging. Sie konnte nicht vor Ort repariert wurde für längere Zeit ins Werk geschickt.

Durch den Kauf eines neuen T.S. Feuerwehrautos mit moderner Pumpe, wurde die alte nicht mehr gebraucht. Sie wurde aus Platzmangel nach Ostermühlen gebracht und nie an den Kreisfeuerwehrverband zurückgegeben. So ging sie in den Besitz von H. O. Voss über (damaliger Besitzer des Hofs Ostermühlen).

 

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Anhänger TSA von 1943 

Die heute (2018) bereits 75 Jahre alte Spritze könnte im Notfall aushelfen, sie ist voll funktionsfähig.

1.       T.S.A  Anhänger von 1943                                                                                                                              

Heute ist der restaurierte Anhänger vorübergehend untergestellt bei Gerda Greve.

Aufgeschrieben von Peter Zech im August 2018:

Bis zum 21.05.1945 kann man den Einsatz der alten T.S.F. aus dem Protokollbuch nachvollziehen. In der Zeit bis 1954 ist in das Protokollbuch nichts eingetragen worden. Der damalige Schriftführer, Willi Schipmann, hat das Geschehen in sein schwarzes Notizbuch geschrieben und wollte es mir (Peter Z.) irgendwann zur Verfügung stellen. Dann verstarb er ganz plötzlich und das schwarze Notizbuch ist leider nicht wieder aufgetaucht.

 

Auf den Seiten 119 und 120 der ersten Schulchronik (1884-1928) steht geschrieben:         8. Dez. 1920

Zum Lagerhalter des hiesigen neugegründeten Konsumvereins wurde Herr Gustav Möller von den 39 erschienen Mitgliedern mit 27 Stimmen gewählt.

In einer früheren Versammlung, in der der Leiter des Konsumvereins von Neumünster über Zweck und Aufgabe des Konsumvereins sprach, wurden in den vorläufigen Vorstand die Herren Julius Thomsen (In der Marsch 12), Hans Pieper und Wilhelm Jaap gewählt. --- Wie kam es zur Gründung des Konsumvereins? Infolge der dauernden Geldentwertung mußten die Preise anziehen. Sie gingen wohl recht ungleich in die Höhe, so daß eine gewisse Unstimmingkeit sich bei den Kunden der Kaufleute bemerkbar machte. Wilh. Jaap nutzte diese Stimmung aus und berief eine Versammlung ein, um einen Konsumverein ins Leben zu rufen. Von einem Anschluß an Hademarschen …?. Wort schlecht lesbar, weil überklebt und verbessert. Soll wohl heißen: riet Herr Hannemann, Neumünster, ab. So schloß man sich in Neumünster an. Gegenwärtig zählt der Konsumverein hier 95 Mitglieder.

 

Familie Gustav Möller:

Familie Illing 2

Der Konsumverein wurde später aufgelöst. Übrig blieb der KONSUM-Laden, geführt von der Tochter Christine Möller, später verheiratete Büßen.

 

Laden Christine Büßen

 Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von Annelene Illing, geb. Büßen.

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DRK – Ortsverein              Beringstedt - Todenbüttel

-Bei diesem Bericht hat Renate Keller mit vielen Informationen und Bildern helfend beigetragen-

 

Bereits gleich nach dem 2. Weltkrieg hatte Wilma Illing den DRK-Suchdienst übernommen. Diese Arbeit gab es schon länger. Sie wurde von freiwilligen Helfern wahrgenommen sowie von Mitgliedern des Vaterländischen Frauenvereins. Hauptaufgabe war Hilfe für Flüchtlinge, die Unterkunft und Nahrung finden müssen.

1948  wurde von Wilma Illing ein sogenannter Stützpunkt ins Leben gerufen. Die Aufgabe war damals die Familienzusammenführung nach dem 2. Weltkrieg. Heimkehrerbetreuung, Umsiedlungshilfe und die Unterstützung alter, alleinstehender Menschen gehörten ebenfalls zu den Aufgaben. Auch eine provisorische Kleiderkammer wurde eingerichtet. Auf dem Gebiet des Jugendrotkreuzes fanden viele Aktionen statt.

Dann kam die Kinder-Landverschickung, die Sozialarbeit und die Mutter-Kind-Kuren dazu.

Später wurde dann noch die Seniorenarbeit (Besuche zu hohen Geburtstagen und Weihnachten) sowie das Blutspenden (2mal pro Jahr) die Hauptaufgaben. Dies geschah in Zusammenarbeit mit Todenbüttel und wurde wechselseitig in den Orten durchgeführt.

Gründungsmitglieder:     ??

2009 wurde das 50-jährige Jubiläum (eigentlich 51 Jahre) vom Ortsverein und das 30-jährige Jubiläum der DRK-Bereitschaft groß gefeiert in der Mehrzweckhalle in Beringstedt.

JubiläumsfeierDRK