Die Ziegelei von Beringstedt            (Aufsatz einer Beringstedter Schülerin)

Früher lag westlich von Beringstedt, ein großes Tongelände. Der Besitzer Martens und auch weitere Landbesitzer verkauften hier um 1960 Land an die Breitenburger Zementfabrik (ALSEN).

Breitenburger Zementfabrik

Die ließ hier abbohren und der Ton wurde über die Fuhlenau, Haaler Au, durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute heißt er Nord-Ostsee-Kanal) dann über die Wilster Au und die Stör bis nach Itzehoe gebracht. Gleichzeitig versuchte die Firma Hirschberg, Itzehoe, in dieser Gegend Kreide zu finden.

Viel früher, bereits im Jahr 1809 wird eine Ziegelei in Beringstedt erwähnt. Sie wurde im Jahr 1921 abgebrochen. Der Standort dieser Ziegelei war im Ziegeleiweg, wenn man Richtung Ostermühlen fährt und dann rechts abbiegt. Hierzu gibt es folgende Geschichte zu erzählen:

Da nun der Großvater von Jürgen Hadenfeldt (*1857) weiter östlich des Tongeländes von Beringstedt, in dem Gelände wo später die Ziegelei bebaut wurde, beim Mergelgraben war, stieß er auf etwas Hartes. Diese Erdmasse färbte sich beim Trocknen weiß. Mit dieser Masse hat man damals die Schwibbögen und Feuerstellen ausgeschmiert. Bei den Bohrungen wurde nun festgestellt, dass diese Masse keine Kreide sondern der beste Pfeifenton sei. Es wurde von Sachkundigen Fachleuten vorgeschlagen Brennproben und Glasurprobe zu machen. Es sind dann feine Kacheln und sonstige Töpferwaren daraus hergestellt worden. Solche wurden gemacht in der Kunsttöpferei Schleswig, in der kaiserlichen Majolik in Cadinen bei Elbing, in der Haustöpferei zu Tellingstedt und in der Dampfziegelei zu Brunsbüttelkoog. Das Ergebnis daraus war außergewöhnlich gut. Dann kam ein Herr Brand und Co., Lachville Street, aus Manchester (England). Dieser ließ das Gelände abbohren und wollte es kaufen um eine Dampfziegelei nebst Tonwarenfabrik anzulegen. Wegen Beeinflussung des südafrikanischen Krieges wurde nichts daraus.

Im Jahr 1902 wurde von Fachleuten geraten, selbst eine Ziegelei anzulegen. Darauf wurde dann eingegangen. Schon im Sommer desselben Jahres wurden die Arbeiten beim Brennofen begonnen und bereits im September die ersten Lehmsteine angefertigt.

Postagenturen in Beringstedt

Anfangs kam die Postkutsche von Rendsburg nach Beringstedt. Sie fuhr dann weiter über Remmels nach Itzehoe zurück. 

Später kam der Postbote aus Hohenwestedt und ging über Barlohe zurück. Als dann die Bahn gebaut wurde, gab es eine Postagentur.

Posthaus Im Haus Steinbergstraße 11 war die erste Postagentur von Beringstedt untergebracht. Hier wohnte Familie Behrens. Später Walter u. Wilma Illing, heute Elsner. Das Bild wurde zur Verfügung gestellt von Annelene Illing.

Die Agentur führte Adolf Nuppnau. Er mußte viermal pro Tag zur Bahn und die Post holen. Der Briefträger war Herr Popp. Er brachte die Post nach Ostermühlen, Puls, Seefeld und Beringstedt. Einige Jahre später kam Herr Schlömer. Ab 1928 war die Agentur nur noch für Beringstedt zuständig. Ostermühlen, Fohr und Puls wurden abgetrennt, sie bekamen die Post jetzt von Reher. Seefeld erhält die Post von Rendsburg. 1929 wurde Herr Schlömer nach Segeberg versetzt. Es folgte Herr Schmidt, er hatte sie 9 Jahre. Sein Nachfolger wurde Herr Lüthje. Er mußt die Post zweimal am Tag austragen.