Die Post

Postagenturen in Beringstedt

Anfangs kam die Postkutsche von Rendsburg nach Beringstedt. Sie fuhr dann weiter über Remmels nach Itzehoe zurück. Beringstedt hatte damals die Postleitzahl 2211.

Später kam der Postbote aus Hohenwestedt und ging über Barlohe zurück. Als dann die Bahn gebaut wurde, gab es eine Postagentur.

Posthaus Im Haus Steinbergstraße 11 war die erste Postagentur von Beringstedt untergebracht. Hier wohnte Familie Behrens. Später Walter u. Wilma Illing, heute Elsner. Das Bild wurde zur Verfügung gestellt von Annelene Illing.

Die Agentur führte Adolf Nuppnau. Er mußte viermal pro Tag zur Bahn und die Post holen. Der Briefträger war Herr Popp. Er brachte die Post nach Ostermühlen, Puls, Seefeld und Beringstedt. Einige Jahre später kam Herr Schlömer. Ab 1928 war die Agentur nur noch für Beringstedt zuständig. Ostermühlen, Fohr und Puls wurden abgetrennt, sie bekamen die Post jetzt von Reher. Seefeld erhält die Post von Rendsburg. 1929 wurde Herr Schlömer nach Segeberg versetzt. Es folgte Herr Schmidt, er hatte sie 9 Jahre. Sein Nachfolger wurde Herr Lüthje. Er mußt die Post zweimal am Tag austragen.

Später kam dann die Post dann mit dem Postauto. Sie wurde direkt zur Agentur gebracht und mußte nicht mehr bei der Bahn abgeholt werden. Es gab die Möglichkeit in diesem Postauto mitzufahren. Hierzu wurde bei Bedarf eine blau-weiß-rote Fahne bei der Gaststätte Ott in einen Baum gesteckt. So wußte der Fahrer bescheid und nahm den Fahrgast mit.

Im unteren Bild ist die Postagentur in der Steinbergstr 1, geführt von Herrn Jürgen Hadenfeldt.

Hier wohnte die Familie Knuth und hatte ein Geschäft für Uhren, Schmuck, Porzellan etc.

Steinbergstrasse 1 Knuth

Am 1. Febr. 1954 feierte Herr Lüthje sein 50. Dienstjubiläum.

Auf dem Bild zu sehen: der Polizist Petsch, mit Fahrrad, und der allseits beliebte Postbote Hans Lütje, ebenfalls mit Fahrrad und lederner Posttasche. Im Hintergrund Jürgen Hadenfeldt, vor der Eingangstür zum Geschäft Knuth, wer wohl sein Gesprächspartner war?

Danach befand sich die Postagentur nebenan im Haus von Herrn Jürgen Hadenfeldt, Steinbergstr. 3.

Kinderfestumzug Steinbergstraße Das Posthaus von Jürgen Hadenfeldt.

Das Bild wurde zur Verfügung gestellt von Marianne Pingel, Timmaspe.

Die Nachbarin, Anne Holm, Steinbergstr. 5, übernahm hier seine Aufgaben, als er in Pension ging.

Ab 1. Januar 1985 wurde die Poststelle ins Haus auf die nördliche Seite der Bahn verlegt, Saar 53. Willi Quednau hatte dieses Gebäude gekauft und hier, im Mittleren Eingang, eine Filiale für die Post eingerichtet. Einige Zeit war Frau Holm hier noch tätig. Danach übernahm Marianne Seemann-Wöbcke diese Aufgabe. Am 31.01.1998 wurde die Postagentur aufgelöst und man mußte zur Post bis nach Hademarschen oder Hohenwestedt fahren, wenn man Pakete aufgeben wollte. Es sei denn, der Postbote war so nett und nahm den Brief/die Briefe mit. Er kommt selbstverständlich weiterhin täglich mit den ankommenden Briefen und Paketen. Für die ausgehende Post blieben nur 2 Briefkästen, einer am Saar beim ´Schwarzen Brett`, gegenüber von Mohr und der andere in der Friedenstraße beim Hof Wilke/Tonn, die ja auch heute noch vorhanden sind. Briefmarken bekommt man beim Kaufmann Schmidt in Todenbüttel, später Topkauf Buttenschön. Die Ladeninhaber sehen diese Aufgabe als Service am Kunden, verdienen tun sie dabei nichts.

Aber, seit 2017 gibt es wieder eine kleine Poststelle in der Tankstelle Heuck. Hier kann man zumindest wieder Pakete aufgeben und auch Briefmarken kaufen.

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