Steinbergstraße                              Schümann´s Gasthof

 Gasthaus Lenschow

1740      Carsten Hildebrand             ...

1800      Hinrich Schümann          sein Sohn

Claus Schümann              heiratet eine Tochter der Familie Holm. In zweiter Ehe heiratet seine Witwe

Anna Schümann              den Bauern und Gastwirt

Ehler Voss                        Es bleibt aber bei dem Namen Schümann´s Gasthof.

In einem amtlichen Schreiben des königl. Landraths des Kreises Rendsburg (vom Mai 1898) gerichtet an den Gemeindevorsteher von Beringstedt steht geschrieben:

Die früher von H. Schröder betriebene Schankwirtschaft ist im Jahr 1897 auf den Schankwirt Ehler Voss übergegangen. Voss ist daher für das Jahr im Zugangswege mit 15 Mark zur Betriebssteuer veranlagt worden.

 

Demnach muss es noch einen Schankwirt namens    H. Schröder    gegeben haben.

Ehler Voss erweiterte den Gasthof mit Durchfahrt, Saal im ersten Stock und größerer Viehställe.

Seegen bei Keller

Auf diesem Bild ist der seitliche Eingang (mit Außentreppe) zum Saal im 1.OG zu sehen.

Der Sohn Hans Voß fällt im September 1914 in Frankreich. Ehler Voss holt die Leiche gemeinsam mit Heinrich Wieben aus Frankreich um sie auf dem alten Friedhof in Todenbüttel beizusetzen. Dies war seinerzeit noch möglich und kostete ihn angeblich ein kleines Vermögen an Überführungskosten und Bestechungsgeldern. Die Tochter Catharina Voß heiratet den Hofbesitzer Otto Thun in Glüsing.

Nach dem Tod von Ehler Voss gab es häufig wechselnde Besitzer und Pächter:  Först, Claus und Frieda Schrum (ca. 1944/45 bis 1951/52), Stöver. Dann wurde Friedrich Wilhelm Lenschow der neue Besitzer. Eine Viehwaage und Verladestelle gab es hier direkt an der Straße und verkehrsgünstig gelegen.

Treibjadt Ausbeute bei Lenschow1   Treibjadt Halali1

Auf dem rechten Bild ist zu erkennen, dass es hier vor dem Gasthof einst eine Tankstelle gab. 

Die obigen Bilder wurden von Otto Mehrens zur Verfügung gestellt.

Die Gaststätte wird umgebaut und die Fassade erneuert. Ein neuer Pächter versuchte (ab ca. 1986) hier dann nochmals die Gaststätte als Hotel mit Restaurant weiterzuführen. Die Zeit hierfür war jedoch abgelaufen und er mußte wegen Gästemangel aufgeben. Es lohnte sich einfach nicht mehr. Später werden Wohnungen ausgebaut und vermietet. Ein weiterer Besitzerwechsel findet statt.

Zeitweilig war hier eine Briefverteilungsfirma ansässig. Ein Mieter betrieb hier eine Autowerkstatt. Zum Jahreswechsel 2017/18 (Silvester) brannte seine Werkstatt aus. Sie ist heute (2020) noch als Ruine zu erkennen ist, weil es versicherungstechnisch wohl Probleme gibt. Die umliegenden Nachbarn hatten `Glück im Unglück´, denn die Feuerwehr konnte etliche Gasflaschen aus dem Gebäude holen und auch das dahinter liegende Haus (Blohm) vor den Flammen retten. Keiner mag sich ausmalen, was passiert wäre wenn... !