Die Bilder wurden 2019 freundlicherweise von Max Walter Voß für die Chronik zur Verfügung gestellt. Links neben dem Haus steht ein großer Kirschbaum.
Baujahr 1882 Dieses Datum stand einst in dem weißen Feld über der Haustür
Besitzer zu dieser Zeit war Hinrich Raabe. Dieser war Schuster und hatte im südlichen Teil eine kleine Schusterwerkstatt. Auch hat es dort einst ein größeres Schaufenster gegeben. Dieser Teil des Hauses ist wohl einmal angebaut/erweitert worden, was sich am Dach erkennen läßt.
Auf dem alten Schulbild mit dem Lehrer Thomsen wird unter den Schülernamen eine Anna Raabe erwähnt. Evtl. seine Tochter (?)
Es folgen als Besitzer:
1920 Eduard Clausen
Info aus der Dorf- und Schulchronik: August 1930:
20.3.1930 Am Dienstagmorgen um 4 Uhr starb der Naturheilkundige Eduard Claußen im Alter von 79 Jahren.
Nov. 1930 In der Clausen Wohnung wurde der Rest des toten Inventars verauktioniert.
30.1.1931 Eduard Voß kaufte Eduard Clausen´s Haus zum Preise von RM 5000 und die Kosten.
Am 15.2.31 mieteten von Eduard Voß, Willi und Detlef Maaß das frühere Clausen´sche Haus.
Eduard Voß ist der Sohn von Bäckermeister Herm. Voss, Steinbergstr. 15, verheiratet mit Johanna, geb. Evers, Beringstedt
Eduard Voß heiratet Margarethe, geb. Speck, aus Arkebek
Kinder: Hans Hermann *1932 später wohnhaft in Schenefeld
Max Walter *1934 bleibt in Beringstedt und wird später Hausbesitzer
Anita *1936 Sie war in Ostermühlen `in Stellung´ bei Katharina Voß (Mutter von Hermann Otto Voß)
Gertrud *1939 wohnt später in Hohenwestedt, verheiratete Stürck
Eduard Voß (Geige Mitte) ist Mitwirkender bei der Dorfkapelle HaSiVoPa:
Ernst Hadenfeldt, August Sievers, Eduard Voß und Willi Pahl
Mit ihrer musikalischen Unterhaltung sorgen sie bei entsprechenden Anlässen im Dorf für Stimmung.
In Beringstedt ist eine zweite Dreschgarnitur unter Leitung von Eduard Voß in Tätigkeit.
Am 4. Nov. 1948 kehrt Eduard Voß aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück, bei voller Gesundheit.
Am 1. Februar 1952 verlegte die Spar- und Darlehenskasse ihren Geschäftsraum in das Haus von Eduard Voß, Steinbergstraße 8, und hatte hier (10 Monate) bis zum 1. Dez. des gleichen Jahres ihren Geschäftsraum bis das neue Haus gegenüber (Steinbergstr. 7, Jürß) fertig war.
Wie bereits vor dem 2. Weltkrieg betreibt Eduard Voß auch nach dem Krieg hier in Beringstedt eine Lohndrescherei.
Diese alte Rechnung von 1954 fand Ingrid Martens bei der Durchsicht alter Familienunterlagen und stellte sie für die Chronik zur Verfügung:
Das Haus mit neuem Dach und neuer Haustür. Ein Luftbild aus den 1980er Jahren mit Gemüsegarten. Hinter dem großen Schuppen gibt es prektischerweise eine eigene Zufahrt vom Wischhof her.
Nächster Besitzer wird der Sohn:
Max Walter Voß verheiratet mit Lieselotte *1934 +1995
4 Kinder
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Als das Windrad der Wassergenossenschaft ausgedient hatte, demontierte er im Jahr 1953 den Metallturm auf dem Schulberg. Dieser hatte seine Funktion verloren, denn der Antrieb wurde 1952 auf Elektrizität umgestellt. Der dazugehörige, gemauerte Wasser-Turm wurde erst 1975 abgerissen, als auf dem Schulberg ein neues Feuerwehr-Gerätehaus von der Gemeinde gebaut wurde.
Über 65 Jahre lang war Max Walter Voß mit seiner hervorragenden Tenorstimme aktives Mitglied im Gemischten Chor Beringstedt. Er trat diesem bereits im Alter von 18 Jahren bei. Eine derartig lange aktive Mitgliedschaft hat es in diesem Verein zuvor noch nicht gegeben und dürfte auch in Zukunft schwer zu überbieten sein.
Nach dem Tod seiner Frau lebt Max Walter Voß viele Jahre in einer Beziehung mit Hilde Machnow. Sie ist Mutter von 13 Kindern, die jedoch mittlerweile alle bereits erwachsen sind. Im Alter verbringt sie ihre letzte Lebenszeit im Pflegeheim `Haus Simeon´ in Nortorf. Auch sie war viele Jahre Mitglied im Gemischten Chor Beringstedter. Sie wurde über 90 Jahre alt.
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