Steinbergstraße 1
In der ersten Schulchronik (1884 – 1928, geschrieben von Lehrer Thomsen) steht auf der Seite 18 folgenden Eintrag:
1893 Mit dem Beginn des Frühlings zeigte sich in der hiesigen Schulgemeinde eine rege Bautätigkeit. Zuerst wurde das schon im vorigen Herbst in Angriff genommene Wohnhaus des Brieftägers Popp fertiggestellt. Neben dessen Haus ließ dann im Monat April der Steinschläger Looft sein Wohnhaus errichten, welches bis Mitte Mai fertiggestellt war. Gleichzeitig mit letzterem Bau wurde das größere Wohngebäude des Gastwirts Voß, verbunden mit einer Durchfahrt, an der Nordseite der Bahn ausgeführt. Und in den letzten Tagen hat der Musiker J. Ruge von dem Landmann H. D. Ruge einen Bauplatz käuflich erworben, um sich im Laufe des Sommers einen Bau an der Südseite der Bahn ausführen zu lassen.
Diese alten Postkarten zeigen an, dass es in diesem Haus ein Café gab. Inhaber:
Johs. Ruge. (Johannes)
Auf der folgenden alten Postkarte (vermutlich um 1905 aufgenommen) steht an der nördlichen Hauswand Bahnhofs Café Johs. Ruge

Auf einer weiteren Postkarte von 1907 gab es um diese Zeit eine Bäckerei (Voss) und ein Café (Ruge) in Beringstedt.

Dem Schild neben der rechten Tür kann man entnehmen, dass ein gewisser Johs. Ruge der Inhaber dieses Geschäfts ist. Ob er der Besitzer oder Mieter dieser Hausseite ist bleibt Spekulation, könnte aber sein. Es gab noch einen 2. Haus-Eingang.

Februar 1930 Eintrag in der Dorf- und Schulchronik:
In der vorigen Woche kaufte Uhrmacher Markus Rubien das Haus, in welchem er seit längerer Zeit zur Miete wohnte, von Frau Ww Voß, hier.
Demnach war die Witwe Voß zu dieser Zeit die Besitzerin.
Markus Rubien ist der Sohn von Christian Rubien (Im Eck 1). Sein Bruder Reimer Rubien hatte dort eine Tischlerei, wie bereits zuvor der Vater Christian Rubien.

Das Hochzeitsbild von Markus und Christine Rubien.
In diesem Uhrmacher-Geschäft konnte man neben Uhren, Schmuck und Porzellan auch Fahrräder kaufen.
Er stirbt früh und seine Witwe Christine Knuth (geborene Jensen) heiratete in 2. Ehe den Uhrmacher Knuth
Nach dem 2. Weltkrieg gab es hier neben dem Uhrmacher eine Post-Agentur, die der Kriegsversehrte Jürgen Hadenfeldt verwaltete.
Die Steinbergstraße mit Baum-Allee
und später ohne Bäume
Das Haus Steinbergstraße 1, als hier noch der Uhrmacher Knut sein Geschäft hatte und nebenan die Poststelle war.
vorne: Polizist Petsch und Postbote Hans Lütje.
Im Frühjahr 1979 verkauft Hugo Knuth dieses Haus an
G. u. J. Ohrt Nach einigen Renovierungsarbeiten ziehen sie hier im Januar 1980 ein.
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