Beringstedt besucht Berlin

Am  Mittwoch dem 26.11.2014  ging es los. Insgesamt 50 Personen aus Beringstedt, Seefeld, Osterstedt und 2 Personen aus Hohenwestedt machten sich auf den Weg nach Berlin. Wir folgten alle der Einladung von Herrn Dr. Wadephul. Treffpunkt war um 6:15 Uhr am Hohenwestedter Bahnhof. Begrüßt wurden wir von Herrn Trube, dem Schwiegervater von Herrn Dr. Wadephul. Er war unser ständiger Reisebegleiter während der ganzen Zeit.

Während der dreistündigen Busfahrt wurde viel geredet und gelacht. Alle hatten Spaß und freuten sich, trotz der frühen Stunde, auf die Reise.

Link: Bilderserie - Informationsfahrt Berlin 2014

Gegen 11:30 Uhr erreichten wir Berlin. Unser erster Programmpunkt war ein thailändisches Mittagessen im „Sen Restaurant“. Dort gab es ein tolles Buffet, welches allen gut geschmeckt hat. Außerdem lernten wir Frau Detering vom Bundespresseamt kennen. Frau Detering war unsere Betreuerin, sie wollte uns bei allen Unternehmungen begleiten und mit Informationen rund um Berlin versorgen.

Nach dieser Stärkung machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zum „Auswärtigen Amt“, am Werderscher Mark in Berlin Mitte. Dort trafen wir pünktlich um 14.00 Uhr ein. Nach einem Sicherheitscheck wurden wir von einem Botschafter über die Aufgaben des Auswärtigen Amtes und über die wechselnden Einsatzorte der Botschafter informiert. Verdeutlicht hat uns dies der Mitarbeiter an seinen eigenen Einsätzen im fernen Osten. Zudem konnten wir auch eine Menge Fragen stellen, die uns dazu interessierten. Nach ca. einer Stunde Vortrag und Fragerunde ging es dann weiter.

Foto: Auswertiges Amt von innen

Um 16.00 Uhr besuchten wir das „Haus der Wannsee-Konferenz“, am Großen Wannsee. Als wir dort eintrafen, war es bereits dunkel. Doch durch die schöne Anlage und Beleuchtung sahen wir ein sehr imposantes Gebäude. Empfangen wurden wir von einem Historiker und Lehrer, der uns durch das Gebäude und natürlich auch durch die Geschichte dieses Hauses führte. In dem Raum, in dem am 20. Foto: Villa in der die Wannsee Konferenz stattfand Januar 1942 die „Wannsee-Konferenz“ abgehalten wurde, wurden wir sehr ausführlich und realistisch über das Vorgehen der NS-Führungskräfte aufgeklärt. Dort wurde beschlossen, dass bis zum Kriegsende 11 Millionen Juden getötet werden sollten, was viele Mitreisende unserer Gruppe sichtlich berührte. Nachher hatten wir noch eine Viertelstunde Aufenthalt, bevor wir uns dann auf den Weg zu unserem Hotel machten.Pünktlich um 18:30 Uhr erreichten wir mit dem Bus das „BB-Hotel“ in der Fuggerstraße in Berlin Schöneberg. Leider war bei einigen die Enttäuschung über ihr Zimmer groß, da Mängel oder Schäden vorhanden waren. In einem Zimmer war sogar die Heizung ausgefallen. Glücklicherweise konnte Herr Trube schnell eine Lösung arrangieren, so dass zwei Paare in das benachbarte Hotel unterkommen konnten. Nach diesem aufregenden Check-In gab es dann um 19:30 Uhr Abendessen im Saal unseres Hotels. Es gab Gänsekeulen mit Knödel und Rotkohl, was den meisten gut geschmeckt hat. Danach bildeten sich kleine Gruppen, die sich dann noch auf den Weg in die nahe gelegene Innenstadt machten, um die ein oder andere interessante Erfahrung zu sammeln. :D


Donnerstagmorgen dem 27.11.2014ging es dann für alle schon früh am Tag los. 7:00 Uhr Frühstück und Abfahrt um 8:00 Uhr zum nächsten Programmpunkt. 

Es folgte eine drei-stündige Stadtrundfahrt mit einem Stadtführer der Agentur Sightseeing-Point an einem kalten, aber sonnigen Tag. Es war eine sehr lustige Fahrt durch die Bundeshauptstadt, die uns an wichtigen politischen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten entlangführte, wie „Siegessäule“, Reichstagsgebäude, „Brandenburger Tor“, „Berliner Tiergarten“, Regierungsviertel, Botschaftsviertel, „Museumsinsel“, der weihnachtlich geschmückte Kurfürstendamm, etc. Zwischendurch hatten wir die Möglichkeit am „Gendarmen Markt“ auszusteigen, uns die weihnachtlichen Geschäfte und Weihnachtsmärkte anzuschauen und auch mal in dem einem oder anderen Geschäft zu stöbern. Sehr zu empfehlen ist das größte Schokoladenhaus der Welt, „Fassbender & Rausch Chocolatiers”. Lecker, lecker, lecker. ;D

Nach dieser Stadtführung machten wir uns dann auf den Weg zu einem anderen Ort, der in der Geschichte der DDR eine große Rolle gespielt hat.  Um 11.00 Uhr kamen wir in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen an. Ein Informationsgespräch und eine Führung durch die ehemalige „Zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi, mitten in Berlin, stand auf dem Programm. Der Bus hielt an einer langen Mauer.  An den Enden befindet sich jeweils ein Turm. Wir stiegen aus und gingen durch ein Schleusentor und vor uns befand sich ein riesiges Gebäude mit Innenhof. 

Uns empfing ein älterer Herr, der uns zunächst im Filmraum begrüßte. Zuerst sahen wir einen Film über die Stasi in der DDR und wichtige Details zum Gefängnis Hohenschönhausen. Danach teilten wir uns in zwei Gruppen und wurden durch die Gebäude von Zeitzeugen, also ehemalige Gefangene dieses Gefängnisses, geführt. Sie berichteten, dass viele Kritiker durch die Stasi auch heimlich gefangen genommen wurde, monatelang in Einzelhaft unter unwürdigsten menschlichen Bedingungen verhört und Foto: : Fotos Zelle- Gelände von Hohenschönhausen inhaftiert waren. Am schlimmsten war der sogenannte „U- Boot“- Teil des Gefängnisses. Hier mussten sie in kleinen, nassen Zellen in Einzelhaft im Keller des Gebäudes verbleiben. Außenkontakte gab es nicht. Man versuchte so, dass die Gefangenen Sachen zugaben, die sie nie begangen haben. Bis heute leiden diese Menschen noch an den Folgen dieser Zeit. Wir waren sehr betroffen darüber, was wir hier gehört und gesehen haben. Es ist kaum zu glauben, dass so etwas mitten in Berlin zu DDR-Zeiten, im 20 Jahrhundert möglich war.

Nach diesem Besuch fuhren wir in das Restaurant „Alter Fritz“ in Berlin-Tiergarten, es gab Königsberger Klopse. Während des Mittagessens wurde noch viel über das eben Erfahrene gesprochen. Das ist doch eine sehr bedrückende Gedenkstätte gewesen.

Um 15:30 Uhr wurden wir zu einem Informationsgespräch der CDU-Bundesgeschäftsstelle in der Klingelhöferstraße erwartet. Doch leider hatten wir durch einen Stau Verspätung, wodurch wir Angela Merkel um 22 Minuten verpassten. Wirklich schade. Das Gebäude sieht aus wie ein Schiff im Eisberg, es ist umgeben von einem Wintergarten, der die Fassade bildet. Der Pressesprecher führte uns mit viel Witz und Elan nicht nur durch das Gebäude sondern erklärte uns auch, warum die CDU „die Volkspartei“ ist. Wir sahen auch den Konferenzsaal der CDU und konnten/durften uns auch auf den Stuhl von Frau Merkel setzen. Nach einer Stunde ging es dann weiter.
Eigentlich war noch ein Besuch an der Gedenkstätte der „Berliner Mauer“ geplant. Doch leider fiel dieser wegen des hohen Verkehrsaufkommens aus. So fuhren wir direkt zum Abendessen um 18:30 Uhr in den „Alt Berliner Biersalon“ am Kurfürstendamm, wo ein tolles, leckeres Buffet auf uns wartete. Auch Herr Dr. Wadephul gesellte sich zu uns, so dass wir uns mit ihm unterhalten konnten. Nach dem Essen hatten wir die Möglichkeit, Berlin auf eigene Faust zu erkunden. Da das Restaurant direkt in der Innenstadt unweit unseres Hotels lag, machten sich viele auf den Weg, das bekannte „Kaufhaus des Westens- KaDeWe“ und den Weihnachtsmarkt am Kurfürstendamm aufzusuchen. Das trockene, kalte Wetter war wie geschaffen dafür.


Freitag, 28.11.2014 - Am letzten Tag trafen wir uns rechtzeitig wieder zum Frühstück unten im Hotel ein. Na ja, fast alle. Es gab auch jemanden, der direkt ohne Frühstück in den Bus stieg. So eine Bildungsreise ist doch ziemlich anstrengend. Zum Glück hatte jemand ganz schnell ein Lunch-paket zusammengestellt, so dass alle um 8:00 Uhr auschecken konnten und los ging´s.

Um 8:30 Uhr fanden wir uns beim Sicherheitscheck vor dem Deutschen Bundestag ein. Der Sicherheitscheck wird in grauen Containern vor dem Gebäude durchgeführt. Anschließend durften wir dann in das imposante Reichstagsgebäude. Auf dem Programm stand der Besuch einer Plenarsitzung. Wir mussten zunächst alle unsere Jacken und Taschen abgeben und wurden explizit darauf hingewiesen, wie wir uns auf der Zuschauerbühne zu verhalten hatten. Niesen, Lachen, Dazwischenrufe, also alles was stören könnte, ist nicht erlaubt. Dann wurden wir zu unseren Plätzen begleitet. Bei der Debatte, die gerade stattfand, durften wir einen Teil zugucken. Doch hatte ich das Gefühl, dass einige der Politiker gar nicht zuhörten, sondern sich um andere Sachen kümmerten. Manchmal sieht man das auch so im TV. Insgesamt war das total interessant. Es ist schon etwas Anderes, ob man so eine Plenarsitzung live mitbekommt oder im Fernsehen sieht.

Nachdem wir die Besuchertribüne verlassen hatten, gab es eine Unterhaltung mit Dr. Wadephul, der uns erklärte, wie über Gesetzesvorschläge verhandelt und abgestimmt wird. Er erzählte uns auch, dass jeder Abgeordnete zwei- bis dreimal eine Gruppe zu einer Bildungsreise einladen darf. Wir hatten auch noch die Möglichkeit, die eine oder andere Frage zu stellen.  

Danach fuhren wir alle mit einem Fahrstuhl hoch zu der imposanten Kuppel des Reichstaggebäudes. Zum Abschluss gab es noch ein Fotoshooting mit Herrn Dr. Wadephul, bevor wir uns von ihm verabschiedeten. Anschließend konnten wir die Kuppel hinaufgehen. Es herrschte ein kalter Wind und leider war es heute bewölkt. Doch trotzdem genossen wir den tollen Ausblick über Berlin.   Nachdem wir uns durchgefroren wieder vor dem Reichstag einfanden, hatten wir noch ein bisschen Zeit, so dass einige noch einmal zum „Brandenburger Tor“ liefen und andere das in der Nähe gelegene „Holocaust-Denkmal“ besichtigten, bevor wir uns um 12.15 Uhr zum Mittagessen im „Hopfingerbräu im Palais“ einfanden. Dort gab es Maultaschen mit Kartoffelsalat und zum Nachtisch Tiramisu.

Nach der Stärkung verabschiedeten wir uns nicht nur von unser netten Reisebegleiterin Frau Detering vom Bundespresseamt, sondern auch von Berlin, denn um 13:30 Uhr ging es zurück Richtung Hohenwestedt. Auf der Rückfahrt wurde es mit der Zeit immer ruhiger, denn viele von uns gönnten sich erst einmal einen kleinen Mittagsschlaf. Um 19.00 Uhr kamen wir in Hohenwestedt an, bedankten und verabschiedeten uns von dem Busfahrer Herr Hoeck, der uns sicher nach Berlin und zurück gebracht hat und natürlich von Herrn Trube, der uns die ganze Zeit über begleitet hat.    

Das war eine tolle Fahrt und viele sind sich sicher, dass das nicht die letzte Reise nach Berlin gewesen ist.

Vielen Dank Herr Dr. Wadephul für diese 3 tollen, informativen Tage. Wir kommen gerne wieder. 

Link: Bilderserie - Informationsfahrt Berlin 2014

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