Drucken

Die Steinbergstraße beginnt am Bahnübergang Richtung Süden und endet beim Dreieck Friedenstraße/Seegen (beim ehemaligen Kaufhaus Ruge und der gegenüberliegenden, ehemaligen Gastwirtschaft  Lenschow).

Sie war einst eine mit Kopfsteinen gepflasterte Straße (auch Chaussee genannt) und von einer Allee gesäumt. Folgende Geschäfte gab es hier:

1. das Café Ruge             Steinbergstr.  1    später der Uhrmacher Knuth sowie die Poststelle von Beringstedt.

2. der Schuster                Steinbergstr. 8    hier hatte der Schuster Heinrich Raabe sein kleines Geschäft. Später der Stellmacher Eduard Voß.

3. die Bäckerei Kühl         Steinbergstr. 10   später Gemischtwaren Grelcke und Bäckerei Schlüter.

4. die Bäckerei Voß          Steinbergstr. 15   anfangs geführt von Hermann Voß, dann Max Voß

5. die Schmiede Grewe    Steinbergstr. 18   nachdem der Schmiedemeister Hans Grewe in den Ruhestand ging, schmiedete Otto Groth hier noch einige Jahre weiter.

Im Haus Nr. 13 wohnte der Maurer Hinrich Evers mit seiner Frau Catharine. Sein Vater (Maurermeister) baute 1900/1901 das Schulgebäude auf dem Schulberg.

Im Haus Nr. 9 war die Amtstube des Amtes Beringstedt (damals Thöm),

und im Haus Nr. 7 war die Spar- und Darlehenskasse, sowie ebenfalls im DG das Büro des Amtes Beringstedt (nach Thöm, ab 1954).

Steinbergstr.

 

...

 

Unsere schöne Allee                                

Es ist Nachmittag. Ich gehe die Chaussee entlang. Rechts und links von mir liegt aufgespaltenes Holz. Unsere Kastanienallee ist verschwunden. Die Straße ist mit kleinen Zweigen übersät. Das Wasser in den Gräben hat sich blau gefärbt. Die Alleebäume sind von Arbeitern gefällt. Diese können für ihre Arbeit die Kronen und die Hälfte des Stammes behalten. Der Rest des Stammes gehört dem Staat und soll zu Holzkohle verarbeitet werden. Richtig öde und kahl ist es jetzt an der Straße. Aber einmal muss sie doch weichen und einer jungen Allee den Platz einräumen. Und doch denken wir noch an sie. Wie sie im Frühling ihre Knospen öffnet und ein dichtes Laubdach über die Straße spannt. Und später, wie sie ihre weißen Blütenkerzen trägt. Richtig stolz kann sie dann sein. Ihren guten Schatten werden wir aber doch noch sehr vermissen. Sie wird uns keinen Schutz vor dem überraschenden Regen mehr bieten können. Nein, mit dir du alte schöne Allee, ist alles verschwunden, so wie das Blühen deiner leuchtenden Kerzen, auch das muntere Gezwitscher der Vögel. Aber doch erwacht im Herzen eine leise Hoffnung an eine neue, junge und schöne Allee wieder auf. Und vor unseren Augen sehen wir sie leuchten und blühen wie unsere alte Allee.

Anne Kock

 - sie wohnte Im Eck -

und schrieb diesen Schulaufsatz 1945 oder ´46

 

Steinbergstrasse

 

 

...