Drucken

Schmiedegang                           Die Schmiede Wensien

Aus den Aufzeichnungen, die Otto Bolln geschrieben hat:

In dem damals noch pferdereichen Dorf Beringstedt gab es hinter dem Hof Kaltenbach, inmitten der feuchten Wiesen die Schmiede Wensien.

Vorgeschichte: Im Jahr 1740 war der Besitzer Hans Borgers.

Diesem folgte um 1800 der Besitzer Claus Timm. Claus Timm, der Jüngere (also Sohn), verkauft das Gebäude zum Abbruch und baut ein neues Haus, das jetzt Heinrich Wieben gehört

und der Hausplatz geht über in den Besitz von Johann Wensien. Der baut Haus und Schmiede.

1739 wird im Taufregister von Schenefeld die Geburt des Johann Christoph genannt. Er ist unehelich geboren (am 2. März). Die Eltern sollen sich bei Tönning befinden. Trotz vielem Nachfragen ist der eigentliche Ort ihres Aufenthalts nicht in Erfahrung gebracht worden. Dieses Kind ist der Witwe des August Königs in Beringstedt zur Betreuung ins Haus gebracht worden. (Als Gevatter -Paten- dieses Täuflings werden genannt: Samuel Maschmann, wohnhaft in Beringstedt, itzo zu Norder Hattstedt (Nordhastedt) wohnend, Hans Sierck aus Fahl (Vaale) und Claus Ott zu Beringstedt.) Dazu steht in einer Anmerkung geschrieben: Das Kind soll später den Namen Butendörp erhalten, weil es außerhalb des Dorfes geboren wurde.

Einhundert Jahre später wird, lt. Taufregister Schenefeld, ein Mädchen namens Elsabe getauft (am 23.12.1835) mit dem Geburtsdatum 07.12.1835. Eheliche Tochter des Hinrich Butendorf und Frau Margarethe, geb. Wensien. Drei Jahre später wird 1838 ein zweites Kind geboren und getauft: Johann Hinrich (*12.3.1838). Dieser Johann Hinrich Butendorf wird später Butterträger, Hausierer und auch Brautwerber (Heiratsvermittler). Als Pate wird, neben 2 Anderen, Peter Wensien genannt.

Johann Wensien baut Haus und Schmiede. Ferner wird noch ein Peter Wensien genannnt als Schmied und Kätner.

In der Sackgasse gegenüber der alten Schule (Wiesengrund) wohnte Anfang des 20. Jrh. (?) noch ein Johann Wensien (heute 2020 Pauls-Leube). Als Kleinkätner besaß er eine Kuh und ein kleines Stück Land. Dies war der Vater des

Claus Wensien. Dieser hatte bei der Kavallerie gedient, wo er als Schmied seinen Dienst tat. Im Krieg 1870/71 ist er beim `Todesritt der Mars 1a Tour´ (im deutsch-französischen Krieg) dabei und kehrte unversehrt nach Beringstedt zurück.   

Claus Wensien

 

Ihm folgte ein weiterer Claus Wensien, ebenfalls Schmied. Er starb 1967 o 68.

 

Männer schauen beim Umbau zu

Dieses Bild wurde von Ingrid Martens zur Verfügung gestellt. Es wurde aufgenommen in den 1960er Jahren als auf dem Hof Martens umgebaut wurde. Darauf zu sehen der Schmied Claus Wensien (2.v.r.)

 

Kinderfest 1965. Peter Wensien ist König geworden und seine Mutter gibt einen aus, als er mit dem Umzug zuhause abgeholt wird.

1965 König Peter Wensien wird abgeholt

 

...